Monika Kiel Hinrichsen: Die Wackelzahn-Pubertät

#Eltern-Gedöns Episode #035

Monika Kiel-Hinrichsen: Die Wackelzahn-Pubertät | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Monika Kiel-Hinrichsen erklärt in dieser Folge, wieso beim Übergang in die Schule nicht nur die Zähne, sondern auch die Seele wackelt – und wie Eltern ihre Kinder in dieser herausfordernder Zeit unterstützen können.

Neben Autonomiephase und Pubertät gibt es weitere herausfordernde Umbrüche in der kindlichen Entwicklung: Zwischen Kindergarten und Schule wartet die sogenannte Wackelzahn-Pubertät.

 

Monika Kiel Hinrichsen

Monika Kiel-Hinrichsen ist gelernte Erzieherin und studierte Sozialpädagogin, mittlerweile bildet sich als Dozentin längst selbst aus. Die Autorin zahlreicher Sachbücher ist verheiratet, hat fünf Kinder und drei Enkelkinder.

Die Zahnlücken- oder Wackelzahn-Pubertät

„Wackeln die Zähne – wackelt die Seele“ hat Monika Kiel-Hinrichsen ihr Buch betitelt. Dabei ist der Zahnwechsel nicht nur ein körperlicher Vorgang, der zufällig zeitlich mit einem seelischen Vorgang zusammenfällt, so die Autorin. Vielmehr geht beides Hand in Hand.

Der Zahnwechsel – ein seelischer Übergang

Der Umbau des Gebisses entspricht auch dem inneren seelischen Umbau. Sichtbar wird das häufig in den Zeichnungen der Kinder. Stellt sich die Symmetrie im Gebiss ein, so beginnen Kinder auch symmetrische zu zeichnen. Oder sie beginnen rechts und links zu unterscheiden.

 

 

 

Hier findest du mehr über Monika Kiel Hinrichsen

Monika Kiel-Hinrichsen hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und schreibt unter anderem eine Kolumne im DM-Magazin Alverde sowie in atempo. Eine Auswahl ihrer Artikel findest du auf ihrer Webseite  kiel-hinrichsen.de.

Das Buch Wackeln die Zähne – wackelt die Seele, Der Zahnwechsel. Ein Handbuch für Eltern und Erziehende hat sie gemeinsam mit Renate Kviske geschrieben. Die 17. Auflage ist im Herbst im Urachhaus Verlag erschienen.

Buchliste:

  • Beziehungs-weise
  • Burn long
  • Wendepunkte
  • Ein unentwegtes Brausen
  • Die Patchwork-Familie
  • Warum Kinder trotzen
  • Wackeln die Zähne – wackelt die Seele
  • Warum Kinder nicht zuhören
  • Pubertät-Sprechstunde

Licht-Meditationen mit Kindern

#Eltern-Gedöns Episode #034

Licht-Meditationen mit Kindern | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Die dunkle Jahreszeit bietet sich für Licht-Meditationen mit Kindern geradezu an. In dieser Episode stelle ich dir drei einfach Achtsamkeitsübungen vor. So schaffst du dir mit deinem Kind stille Momente in dieser hektischen Zeit.

Die Dunkelheit kommt

Wenn wir morgens aus dem Haus gehen, ist es noch dunkel. Und abends senkt sich die Dämmerung jetzt schon früh über die Stadt. Es wird dunkel. Der Winter kommt, würde man wohl in Westeros sagen.

Dass das Licht weniger wird, ist für mich immer so ab Ende Oktober spürbar. Nicht umsonst heißt es Novemberblues. Und nach diesem lichtdurchfluteten Sommer und Herbst spüre ich besonders intensiv das fehlende Licht.

Die Zeit der Lichterfeste

Nicht umsonst fallen in diese Jahreszeit, von Ende Oktober bis Ende Dezember, so viele Lichterfeste: Der November beginnt mit Allerheiligen und Allerseelen beziehungsweise Halloween, später im November folgt Sankt Martin und jetzt im Dezember der Advent, der auf Weihnachten hinführt, gefolgt von Silvester. Immer geht es auch um Licht und Dunkelheit, werden Kerzen angezündet, Licht ins Dunkle gebracht.

Licht ins Dunkle bringen mit deinem Kind

Ich mache diese Übungen oder Spiele gerne mit einem offenen Licht – also einer Kerze. Ich finde es wichtig, dass auch kleine Kinder mit Feuer in Berührung kommen, und sei die Flamme auch noch so klein. Feuer übt eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Und die wollen wir uns jetzt ein stückweit zunutze machen.

  1. Das Licht weiterreichen

    In dieser Übung reichen wir eine kleine Kerze weiter. Der Raum ist dazu etwas abgedunkelt oder sogar ganz dunkel. Während die Kerze von Hand zu Hand wandert , ist es still – oder du spielst eine ruhige Musik oder ihr singt sogar dazu. Ein wie ich finde sehr passendes Stück ist Das Licht geht auf die Reise von Kati Breuer (Link unten).

  2. In die Flamme sehen

    Feuer verzaubert geradezu Kinder. Einfach nur in die Flammen zu schauen beruhigt und lässt ein zeitloses Gefühl entstehen. Gemeinsam schauen wir für eine Weile in die Flamme der Kerze. Wenn es deinem Kind noch schwer fällt lang ruhig zu sitzen, dann kannst du währenddessen einen Gong schlagen oder spielen. Solange der Ton erklingt, bleiben alle ruhig sitzen.

  3. Das Licht löschen – und wieder entzünden

    Noch einen Schritt weiter und herausfordernder ist diese Übung: Wir sitzen vor der Kerze im dunklen Raum und löschen dann das Licht. Für eine kleine Weile sitzen wir in der Dunkelheit und schauen in die Schwärze. Dann entzündet einer von uns die Kerze wieder.

Nach allen drei Übungen kannst du mit deinem Kind darüber sprechen, wie es war – das Licht zu halten oder in die Kerze zu schauen oder in der Dunkelheit zu sitzen. Dieser Austausch hilft deinem Kind die Erfahrung zu reflektieren und zu verknüpfen.

Und hier noch der YouTube-Link zu dem Lied von Kati Breuer:

Sebastian Spoerl: Waldorf-Schule

#Eltern-Gedöns Episode #033

Sebastian Spoerl: Waldorf-Schule

Was macht eine Waldorf-Schule aus? Wenn ich Sebastian Spoerl zuhöre, dann fällt mir vor allem auf, wie praktisch und nahe am Kind der Unterricht ist. Im Interview erzählt der Waldorflehrer vom Gartenbau, von Klassenkameraden, die sich wie Geschwister sehen, und wieso er von seinem Beruf so begeistert ist.

Sebastian Spoerl: Lehrer und Agraringenieur

Sebastian Spoerl ist Walddorf-Lehrer, gelernter Diplom-Agraringenieur und unterrichtet an der Kölner Waldorf-Schule. Bei Waldorf-Schule fällt vielen vor allem das Tanzen des Namen ein. Doch das Wesentlich, so Sebastian, sei, dass das Unterrichtskonzept ein völlig anderes ist: Kinder haben viel mehr Einblick ins Leben.

„Wenn ich auf diese Schule gegangen wäre, wäre mein Leben anders verlaufen.“
Sebastian

„Du arbeitest von klein auf viel mehr mit den Händen“, erklärt Sebastian: Kinder begreifen so ihre Wirklichkeit. Ein Beispiel sind die vier Praktika, die die Schüler im Laufe ihres Schullebens absolvieren müssen: In der Landwirtschaft, im Handwerk, im Sozialbereich und in der Vermessung, was wissenschaftlichem Arbeiten entspricht.

Vom Gartenbau bis zum E-Commerce

Als Lehrer unterrichtet der studierte Agraringenieur Gartenbau. Dabei geht es ganz waldorftypisch praktisch zu: Vom Zaunbau über die Anlage der Beete, Säen und Ernten bis hin zum Verkauf – sogar online – überall sind die Schülerinnen und Schüler gefragt. Gemüse, Marmeladen, Kosmetik und Adventskränze stellen sie her, kalkulieren den Preis und verkaufen sie am Schluss.

Was Waldorf noch ausmacht, verrät Sebastian im Podcast.

Die richtige Schule finden

Um Schule ging es auch in dieser vergangenen Episode von Eltern-Gedöns: Hier erzählt die Schulgründerin Bea Beste, wie Eltern – und Kinder(!) – gemeinsam die beste Schule finden.

Kommunikation: Der Familien-Kreis

#Eltern-Gedöns Episode #032

Kommunikation: Der Familien-Kreis | Der Eltern-Gedöns-Podcast

Der Kreis ist eine, wenn nicht die Ur-Form der menschlichen Kommunikation. Eine Kommunikationsform, die echten Austausch auf Augenhöhe und tiefe Verbundenheit möglich macht. Die Regeln sind einfach. Daher ist der Kreis eine hervorragende Möglichkeit achtsam in der Familie zu kommunizieren.

Diese Folge gibt es auch als Video:

 

Der Kreis und seine Regeln

Die Regeln sind wie gesagt einfach:

  1. Nur wer dran ist, spricht auch.
  2. Sprich aus dem Herzen und dem Moment
  3. Hör mit dem Herzen zu

Hilfreich ist ein Redegegenstand: So ist klar, wer gerade dran ist. Vor allem der Übergang von einem Redner zum nächsten wird so sichtbar und (be)greifbar! Jetzt habe ich ihn noch, jetzt gebe ich ihn ab und jetzt empfange ich ihn und damit die Rolle des Redners.

In der Tradition der nordamerikanischen Ureinwohner war das häufig ein Redestab. Trifft sich ein Kreis häufiger oder regelmäßig kann es ein kraftvolles Zeichen sein, wenn sich der Kreis einen eigenen Redegegenstand sucht – vielleicht ist es in der Familie sogar ein Duplo-Auto.

Aus dem Herzen sprechen

Aus dem Herzen zu sprechen bedeutet zu fühlen und zu spüren, wie es mir geht und was gerade in mir los ist. Ich überlege mir also nicht vorher, was ich sagen will. Lege mir keine klugen Worte zurecht, sondern spreche aus dem Herzen und dem Moment. Damit funktioniert der Kreis anders als die meisten Diskussionen, in denen zwei konträre Meinungen aufeinandertreffen und am Ende die Kontrahenten unversöhnlich auseinander gehen. Deswegen ist es auch hilfreich, von sich zu sprechen – die berühmten Ich-Botschaften.

Mit dem Herzen hören

Dass es eine andere Art des Austausches geben kann, daran trägt auch das Hören mit dem Herzen seinen Anteil. Spricht jemand anders höre ich zu. Ich lasse das Gesagte in mein Herz. Ich spüre, was das mit mir macht, was das mit dem anderen macht. Und ich steige nicht in die Gedanken ein oder überlege mir eine rhetorische Strategie, den anderen umzustimmen oder zu überzeugen. Ich höre einfach zu.

Wenn du dich im Kreis ausprobierst, so bin ich gespannt auf deine Erfahrungen oder deine Fragen – schreib mir in die Kommentare oder an info@christopher-end.de. Wenn du noch ein wenig tiefer einsteigen willst, dann habe ich für dich einen Buchtipp und zwei Seminare mit mir 🙂

Buchtipp

Der große Rat ist eine, wie ich finde, verständliche und liebevolle Einführung in die Kreiskommunikation. Vor allem der erste Teil ist leicht zu lesen und hat mich an vielen Stellen berührt. Jack Zimmermann und Virginia Coyle gelingt es den Bogen zu schlagen von den Wurzeln des Kreises in der Kultur und Weisheit der nordamerikanischen Ureinwohnern hin zu Anwendungen in Schulen, Familien und Unternehmen der Gegenwart. Die letzten Kapitel richten sich mit speziellen Fragestellungen eher an langjährige Praktizierende.

Der große Rat
Das Council – mit dem Herzen hören und sprechen, den Kreis erweitern
Jack Zimmerman & Virginia Coyle
Arbor Verlag
ISBN 9783936855920
448 Seiten
19,90 €

Seminar-Tipps

Eltern-Kreis für mehr Achtsamkeit

Der Eltern-Kreis für mehr Achtsamkeit ist eine kostenlose Abendveranstaltung. Ein offener Abend für alle, die sich zum Thema achtsames Elternsein austauschen wollen. Dabei verwenden wir den Kreis als Kommunikationsmittel.

Der nächste Eltern-Kreis findet am 29. November in Köln statt. Alle Informationen und die Anmeldemöglichkeiten.

 

Der Kreis der Väter – Vol. 2

Der Kreis der Väter ist ein angeleiteter Selbsterfahrungs-Prozess, der sich über ein halbes Jahr erstreckt. An sechs Abendseminaren trifft sich eine feste Gruppe von Vätern. Mit Musik und Meditation, im Kreis und durch Kommunikation spüren wir unserem Vatersein nach: Wodurch wird es gespeist, was davon tut mir und meiner Familie gut und was ist eher störend?

Der nächste Kreis der Väter startet im Februar 2019 in Köln – hier findest du die Termine, viele Infos und die Anmeldemöglichkeiten.

 

 

Katharina Grünewald: Patchwork-Familien

#Eltern-Gedöns Episode #031

Katharina Grünewald: Patchwork-Familien | im Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Patchwork-Familien sind eine Herausforderung: Katharina Grünewald ist Expertin für Patchwork und das gleich auf mehreren Ebenen: Die Diplom Psychologin hat ein Buch zum Thema geschrieben, berät betroffene Eltern – und lebt selbst in einer Patchwork-Familie.

Im Interview spricht Katharina Grünewald über die Gründe, warum Patchwork so schwierig sein kann – und was Eltern tun können, damit der Neuanfang gelingen kann.

Unsicherheit und Verletzungen

Wenn verschiedene Familiensysteme aufeinanderprallen wird es schnell komplex und undurchsichtig – häufig weit entfernt von der Idee „wir bilden zusammen eine neue Familie“. Doch das eigentliche Drama beginnt meist schon viel früher: Bei der Trennung.

Die Trennung – und was das Kind daraus macht

Die Trennung der Eltern ist für die meisten Kinder ein einschneidendes Erlebnis. Das Kind hat das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren, sagt Katharina Grünewald. Jetzt beginnt es Strategien zu entwicklen, um des Gefühlschaos Herr zu werden.

„Ich bin jetzt stark“

Viele Kinder entscheiden sich in so einer für sie krisenhaften Situation dafür, ihre Gefühle zu begraben. Denn die eigene Gefühle wie Traurigkeit oder Wut könnten ja Mama oder Papa überfordern – die sind ja selbst schon traurig oder wütend.

Entwickeln Kinder solche Strategien, dass nach der Trennung sie jetzt für ihre Eltern da sind, übernehmen sie eigentlich Funktionen, die ein Partner übernimmt. Tritt nun ein neuer Partner ins Leben von Mama oder Papa, dann fühlt das Kind, wie ihm hier eine für es wichtige Funktion weggenommen wird. Die Folge: Das Kind reagiert heftig oder ablehnend auf den neuen Partner.

Deswegen ist es so wichtig, laut Katharina Grünwald, die Konstruktion dahinter zu verstehen, die Strategien und Gefühle der Kinder. Diese haben die Eltern nämlich häufig schon im Zuge der Trennung aus den Augen verloren.

Was Eltern darüber hinaus ganz konkret tun können, erklärt Katharina Grünewald im Interview.

Katharina Grünewald

Katharina Grünewald ist Diplom Psychologin und Expertin für Patchwork-Familien und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch: Sie lebt selbst in einer Patchwork-Familie. Oder wie sie es sagt: „Ich habe zwei bis vier Kinder.“

Katharina Grünewald berät betroffene Eltern in ihrer Kölner Praxis  sowie auch telefonisch, gibt Workshops für Eltern und Weiterbildungen für andere Berater und Therapeuten. Ihr Buch  „Glückliche Stiefmutter – gut zusammenleben in Patchworkfamilien“ ist gerade in der zweiten Auflage erschienen. Du erreichst sie entweder über ihre Webseite patchworkfamilien.com oder über ihre Facebook-Seite.

„Ich habe zwei bis vier Kinder.“

Katharina Grünewald

Aktuell ist Katharina Grünewald auch noch im Patchworkfamilien-Online-Kongress (vom 4. bis 11. November 2018) zu sehen.

Von Kindern lernen: Staunen

#Eltern-Gedöns Episode #030

Von den Kindern lernen: Staunen - Gedöns-Podcast mit Christopher End

Mit großen Augen schaut der 1,5-Jährige auf das Feuerwehrauto – dieses Staunen, dass die Kinder so mühelos beherrschen, hat eine besondere Qualität: Es führt uns direkt in die Präsenz, ins Hier und Jetzt.

Wenn wir als Eltern klar haben, was unsere Kinder uns geben, dann bringt uns das in die Dankbarkeit.  Und das verändert etwas in der Art, wie wir mit unseren Kindern umgehen.

Das Geschenk der Kinder: Staunen

Eine Sache, die Kinder besonders gut können, ist das Staunen. Das Staunen des 1,5-Jährigen über das Feuerwehrauto oder über den Bagger.

Staunen und die Präsenz

Wenn wir staunen also mit großen Augen etwas ansehen, dann verlieren wir uns in dem Objekt unserer Betrachtung. Dann gehen wir ganz darin auf. Jetzt im Herbst staune ich oft über die Farbenpracht der Bäume, aber auch über die wild dahinziehenden Wolken und spüre den Wind auf meiner Haut. Dieses in der Erfahrung aufgehen, führt uns direkt ins Hier und Jetzt, in die Präsenz.

Was wir als Erwachsene oft erst durch Achtsamkeitsübungen oder Meditation (wieder)erlernen müssen, können Kinder ganz spielerisch. Ein stückweit haben wir uns alle meist ein bisschen von diesem Zauber bewahrt.

Deswegen meine Einladung heute an dich: Gehe mit großen Augen durch die Welt und diese Woche und diesen Tag. Und frag dich: Wann und über was staunst du?

Und dann lass dich – und sei es nur für einen Moment – ganz in der Erfahrung aufgehen.

 

Daniela Heiser: Hochbegabte Kinder und ihre Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #029

Daniela Heiser: Hochbegabung | Eltern-Gedöns-Podcast

Daniela Heiser ist Fachfrau für Hochbegabung – im Podcast-Interview verrät sie 8 Merkmale, die auf Hochbegabung hinweisen können. Außerdem erklärt sie, wieso die Hochbegabung so eine Herausforderung ist und wie Eltern ihre Kindern am besten unterstützen.

Daniela Heiser

Daniela ist Erzieherin, Fachwirtin für Organisation und Führung/Sozialwesen, Begabungspädagogin und vieles mehr. Vor allem ist sie Expertin für Hochbegabung. Sie berät Eltern zum Thema Hochbegabung und begleitet sie bei den Herausforderungen, die ein hochbetagtes Kind mit sich bringt.

Hochbegabung: häufig anders als gedacht

Hochbegabte Kinder ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit guten oder gar sehr guten Noten. Häufig ecken hochbegabte Kinder viel mehr an oder stechen heraus und das sorgt nicht selten für Ärger. So weigern sich viele Kinder schlichtweg in der Kindertagesstätte zu malen. Der Grund: Ihr hoher Perfektionismus hält sie davon ab.

Die Fünfjährige sieht zum Beispiel den Baum mit den Augen eines Siebenjährigen – weiß aber gleichzeitig, dass sie (noch) nicht die zeichnerischen Fähigkeiten hat,  den Baum so auf das Blatt zu bringen. Die Folge: Dann lässt sie es lieber ganz bleiben.

ADHS oder hochbegabt?

Wenn Kinder also anecken oder sich schwer tun am Kindergarten- oder Schulablauf teilzuhaben, wie das von ihnen erwartet wird, kann dahinter auch eine Hochbegabung stecken.

8 Merkmale für Hochbegabung

Daniela beschreibt im Podcast-Interview ausführlich Merkmale, die auf eine Hochbegabung hinweisen können – diese Merkmale müssen nicht alle gleichzeitig auftreten. Und: Sie ersetzen nicht den IQ-Test, der zum Beispiel von einem Psychologen durchgeführt wird.

  1. gute Merkfähigkeit
  2. lernt selbständig
  3. frühe Zuwendung zu Wissen wie z.B. Zahlen
  4. logische und analytisches Denken
  5. empathiefähig
  6. früher Spracherwerb (schnell flüssiges Sprechen, extreme Ausdrucksfähigkeit etc.)
  7. Perfektionismus
  8. großes Autonomiebestreben

So erreichst du Daniela

Du findest Daniela und ihre Angebot im Netz auf ihrer Webseite
danielaheiser.de – unter anderem mit Blog und Online-Kursen. Oder du folgst Daniela auf Ihrer Facebook-Seite „Konezpte für Begabte“.

Webinar zur Hochbegabung

Daniela bietet ein Webinar für Eltern, Erzieher und Lehrer an. Darin geht es darum, welche Auffälligkeiten, Merkmale und Besonderheiten hochbegabte oder unterforderte Kinder mit sich bringen. Du kannst dich zum Webinar hier anmelden.

 

Eine Übung im Zuhören – für uns Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #028

Übung im Zuhörern für Eltern – eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Wenn wir einfach nur zuhören, ohne zu kommentieren, ohne zu antworten, ohne in die Wertung zu gehen, dann verändert das etwas. In dieser kleinen einfachen Übung kannst du etwas über dich und dein Kind herausfinden. Wie du Zuhören neu erfahren kannst, was Zuhören für dich bedeutet und was es mit deinem Kind macht.

Einfach zuzuhören, Zeuge sein dessen, was dein Kind sagt, einfach dazusein für dein Kind – dazu lade ich dich in dieser Übung ein. Wenn du zuhörst, dann hat das eine Wirkung auf dein Kind (und jeden anderen Menschen): Es fühlt sich gehört und gesehen – und es fühlt sich so angenommen.

Zuhör-Übung: Und so geht’s

Nimm diese Übung als Einladung, als spielerischen Versuch etwas über dich und dein Kind herauszufinden. Dazu gehst du wie folgt vor:

  1. Nimm dir Zeit: Oft passt der Wunsch des Kindes sich mitzuteilen und die Bereitschaft der Eltern zuzuhören zeitlich nicht übereinander. Deswegen: Plane diese Woche Zeit ein, deinem Kind zuzuhören. Hilfreich ist dir zu überlegen, wann dein Kind gerne erzählt. Unseres kommt liebend gerne eine Stunde nach dem Schlafengehen, wenn wir gerade irgendetwas nicht-kind-gerechtes wie Game of Thrones gucken 😉
  2.  Höre mit dem Herzen zu: Es hilft wirklich dir bildlich vorzustellen, dass du mit deinem Herzen zuhörst.
  3. Verzichte auf Kommentare – sowohl laute als auch leise. Leider neigt unser Verstand dazu alles und jedes zu kommentieren. Lass die Kommentare innerlich an dir vorbeiziehen …
  4. Nimm auf: Höre einfach, was gesagt wird. Es braucht nicht mehr.
  5. Beobachte dich: Was macht es mit dir, wenn ein Impuls aufsteigt etwas zu kommentieren, eine Frage zu beantworten, zu trösten oder sonstige etwas zu machen? Wieso tust du das und welche Funktion hat das für dich?
  6. Wenn Fragen kommen: Falls dich dein Kind etwas fragt, dann prüf das. Nimm dir einen Moment Zeit: Braucht diese Frage eine Antwort? Oder könnte das Kind sie selbst finden? Sollt dich dein Kind fragen, ob du überhaupt zuhörst, dann  sag ihm die Wahrheit, dass du gerade übst noch besser zuzuhören.

Und: Wie war es?

Jetzt bin ich gespannt, wie die Übung für dich war? Schreib mir doch an info@christohper-end.de oder gleich hier in die Kommentare. Ich höre dir gerne zu.

 

Luke (12): Zwischen Schule, Handy und Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #027

Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Wie lernt es sich gut, was unterstützt Kinder, wie ist das mit Internet, Handy, Games und Schule und worauf kommt es beim Elternsein wirklich an? Antworten gibt diesmal ein echter Experte fürs Elternsein und Kindsein: Der 12-Jährige Luke im Podcast-Interview – der übrigens mein Sohn ist :-).

Ein 12-Jähriger über Kindsein heute

Luke ist 12, geht in die 7. Klasse und liebt Basketball, Rudern, Pfadfinder, Gitarre und Theaterspielen. Dazu kommt noch lesen und Handy spielen, Freunde treffen und vieles mehr. Bleibt da noch Platz für Schule und Lernen? Das und mehr verrät er im Interview. Da sagt er auch, was Kinder sich von ihren Eltern wünschen und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

Was brauchen Kinder zum Lernen?

Eigentlich ist es einfach: Kinder brauchen zum Lernen Freude und Spaß, meint Luke. Zum einen muss die Lehrerin oder der Lehrer Spaß haben und Spaß machen. Zum anderen muss das Kind Spaß haben, sich also für das Fach interessieren. Wenn das gegeben ist, dann fällt Lernen leicht, so der 12-Jährige.

Handy, Fernsehen und Playstation – wie viel Zeit ist gut?

Mediennutzung ist ein klassischer Streitpunkt in Familien. Dass das Smartphone Telefon, Fernsehen und Daddle-Konsole in einem vereint, macht es nicht einfacher. Zumindest bei uns zuhause ist das eine echte Herausforderung. Ich sehe schlicht nicht, wann und wie lange unser Kind mit Medien beschäftigt ist.

Und: wie viel ist genug? Luke hat da seine eigene Vorstellungen und Lösungsansätze.

Mit Luke in Verbindung treten? Nein.

Normalerweise lege ich an dieser Stelle groß und breit dar, wie du dich mit meinem Interviewgast verbinden kannst. Diesmal nicht. Denn Luke ist erst 12 – und ja, mein Sohn. 😉 Wenn du tatsächlich ihm schreiben willst, dann kannst du das an dieser Stelle ausnahmsweise einmal über mich tun – du erreichst mich unter info@christopher-end.de.

 

 

 

Kinder in die Stille führen

#Eltern-Gedöns Episode #026

Achtsamkeit: Kinder in die Stille führen – Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Kinder in die Stille zu führen, braucht ein paar einfache Zutaten. Dabei muss es nicht immer eine Meditation sein, um Achtsamkeit mit deinem Kind zu üben. In dieser Folge verrate ich dir an ein paar kurzen Beispielen, wie du mit deiner Stimme und Sprache dein Kind in ruhigere Gewässer bringen kannst.

3 Voraussetzungen um Achtsamkeit zu üben

Um dein Kind in Stille zu führen, bringe vor allem drei Dinge mit:

  1. Zeit
  2. keine Erwartungen haben, sondern präsent sein
  3. Einstimmen

Hilfreich ist natürlich auch, wenn du dich selbst schon ein wenig auf den Weg der Achtsamkeit begeben hast und erste Erfahrungen mit Meditation gemacht hat.

Es muss allerdings nicht immer gleich eine komplette Meditation sein, um deinem Kind beizubringen sich zu beruhigen. Häufig reicht es einzelne Elemente zu verwenden wie beispielsweise sehr langsam und mit einer ruhigen Stimme zu reden.

Ruhig werden am Abend

Gut Gelegenheiten dich mit deinem Kind zu verbinden und es zu beruhigen ist abends beim Schlafengehen. Dazu kann ich dir die Methode „Der Zauberkäfer“ aus dem gleichnamigen Buch von Martin Sutoris ans Herz legen – hier gibt es die Podcast-Folge mit Martin Sutoris.

Jetzt noch ein kleiner Hinweis für Kurzentschlossene aus dem Raum Köln:

Seminar-Tipp: Der kleine Samurai findet seine Mitte

Am Nachmittag des 3. Oktober findet von 14 bis 17 Uhr ein Meditations-Seminar für Eltern mit ihren Kindern statt: Unter dem Titel „Der kleine Samurai findet seine Mitte“ vermittelt Anando Würzburger Meditationen für Groß und Klein, achtsame Berührung und Techniken zur Selbstregulation. Hier gibt es alle Infos zum Seminar Meditation mit Kindern.

 

 

Audio-Reihe Achtsames Elternsein

 

 


Und für kurzentschlossene Väter 😉

Köln: Der Kreis der Väter 2018-2019

Der Kreis der Väter ist ein Selbsterfahrungsprozess über 6 Monate. 1 feste Gruppe von Vätern. 6 Abendseminare in Köln.

Weitere Infos und die Anmeldung.

Der Kreis der Väter in Köln