Silke Schnee gründete eine inklusive Schule für ihren Sohn

#Eltern-Gedöns Episode #EG064

Silke Schnee im Podcast Eltern-Gedöns

Silke Schnee ist Mutter von drei Jungs, der jüngste heißt Noah und ist mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) geboren – für ihn gründete sie mit anderen Eltern eine weiterführende inklusive Schule. Aus ihrer Erfahrungen heraus hat Silke außerdem zwei Büchern über Prinz Seltsam geschrieben.

Zuhause spielt Noah selbstverständlich mit seinen Brüdern, die keine Behinderung haben. Silke wünscht sich, dass er in einen integrativen Kindergarten geht – und bekommt einen der damals noch seltenen Plätze. Sie merkt, dass sie mit Engagement etwas bewegen kann. Doch wie soll das in der Schule gehen?

Keine inklusive weiterführende Schule? Ich gründe eine!

Inklusion ist ein Menschenrecht – in Deutschlands Schulen ist davon vor ein paar Jahren noch nicht viel zu spüren. Silke findet auch eine inklusive Grundschule, doch weiterführende inklusive Schulen gibt es zu dem Zeitpunkt noch keine einzige in NRW. Silke beschließt gemeinsam mit anderen Eltern eine Schule zu gründen.

„Was man aus Leidenschaft tut, wird immer gut.“
Silke Schnee

Trotz aller Herausforderungen gelingt die Schulgründung. Silke ist überzeugt, dass viel mehr Veränderung möglich ist, als wir häufig denken. Statt sich nur zu beschweren oder zu jammern empfiehlt sie Eltern in Aktion zu gehen: „Geht auf die Straße, meldete euch und macht Vorschläge, wie es besser laufen kann.“

Mehr über Silke Schnee

Silke hat zwei Bücher geschrieben, in der sie ihre Erfahrung im Leben mit Noah verarbeitet hat:

  • Die Geschichte von Prinz Seltsam: Wie gut, dass jeder anders ist!
  • Prinz Seltsam und die Schulpiraten

Prinz Seltsam und die Schulpiraten ist dieses Jahr als Erstleser-Ausgabe erschienen, so dass es jetzt auch Leseanfänger sich gut selbst erschließen können.

„Kinder sind ein Geschenk – man darf sie aber trotzdem manchmal doof finden.“
Silke Schnee

Was du noch im Podcast lernst

  • Wie du Dinge bewegen kannst
  • Wie du Menschen überzeugen kannst, die anderer Meinung sind
  • Wie Silke mit Erwartungen an ihre Kinder umgeht
  • Was Silke wirklich wichtig ist im Umgang mit ihren Kindern
  • Wie Silkes Sohn ihr Leben durcheinanderwirbelte
  • Welches Geschenk Noah in die Schule bringt
  • Was Silkes nächste Projekte sind …

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


Fehler machen ist wichtig für Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #EG063

Fehler machen als Eltern

Ohne Scheitern kein Erfolg – das wissen wir ja vom Laufenlernen unserer Kinder. Doch wie sieht es mit unserer eigenen Fehlerkultur als Eltern aus? Hier breche ich eine Lanze für das Fehlermachen.

Laufen lernen funktioniert nur durchs Ausprobieren und Selbermachen – und das schließt nun mal Hinfallen ein. Ohne geht nicht. Manche Eltern hingegen scheinen fast schon Angst zu haben Fehler zu machen. Doch die übertriebene Vorsicht kann nach hinten losgehen. Was also tun?

Die Last perfekter Eltern

Wir bekommen ja als Eltern von überall her die Informationen, wie wichtig die ersten Jahre der Kindheit sind – ja auch hier im Podcast. Doch die vielen Informationen führen bei nicht wenigen Eltern zu einem schlechten Gewissen. Das kann ich immer wieder in Seminaren erleben, in denen es um psychologische Grundlagen und frühkindliche Prägungen geht. Die Vorstellung, was ich alles falsch gemacht haben könnte oder in Zukunft falsch machen könnte, stresst viele Eltern

Das Problem dabei sind meines Erachtens die zu hohen Ansprüche an uns selbst. Der Perfektionismus, der manche von uns dann überfällt. Doch das hat häufig, wie oben schon angedeutet, nicht den gewünschten positiven Effekt auf unser Kind. Ganz im Gegenteil.

Wenn wir die Last weitergeben

Wenn Eltern mit Sorge sind alles richtig zu machen, dann können Kinder das Gefühl der Sorge oder gar Angst eventuell mitbekommen. Sie könnten diese Sorge sogar auf sich beziehen und tief in sich spüren, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Oder sie übernehmen diese Sorge oder den Perfektionismus als Muster in ihr eigenes Verhalten.

Das Geschenk unperfekter Eltern

Unperfekt zu sein bedeutet Fehler machen zu dürfen. Das ist aus mehreren Gründen hilfreich. Zum einen signalisiert das dem Kind: Schau ich bin auch nur ein Mensch. Die Eltern, die Kindern meist überlebensgroß erscheinen, sind mit einem Mal auch ganz normale Wesen, die Fehler machen. Diese Erfahrung kann Kinder entspannen.

Elternsein als Weg

Ich sehe mein Elternsein als Weg an. Das heißt als Weg, auf dem ich lerne. Lernen funktioniert aber nur, wenn ich Fehler mache. Dabei ist ja ganz grundsätzlich die Frage, was ein Fehler ist. Vielleicht daher besser  so ausgedrückt: Ich mache erst etwas auf eine Art und dann auf eine andere Art. Ich verändere mein Verhalten. Kurz ich lerne.

Fehler und was dann?

Wenn ich einen Fehler begangen habe oder besser gesagt das Gefühl habe, dass ich meinem Kind mit meinem Verhalten geschadet habe, dann tue ich das Gleiche wie bei einem Erwachsenen: Erstens baue ich Kontakt auf und schaue, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Zweitens entschuldige ich mich für mein Verhalten und suche gemeinsam nach einer Lösung.

Wenn Eltern auf diese Weise Fehler machen, dann kann das für Kinder ein echtes Geschenk sein. Sie lernen so, dass Fehlern zum Leben dazugehören und wie ich damit umgehe: Also indem ich Kontakt aufbaue, mich entschuldige und nach Lösungen suche.

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


Hans Hopf: Jungen verstehen

#Eltern-Gedöns Episode #EG062

Dr. Hans Hopf: Jungen verstehen im Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Jungen haben heute einen schweren Stand, sagt Dr. Hans Hopf. Was Jungen brauchen, erklärt er in seinem Buch „Jungen verstehen“ und in dieser Folge.

Dr. Hans Hopf ist analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut, hat als Lehrer an Grund- und Hauptschulen gearbeitet. Therapiezentrum geleitet, wissenschaftliche Veröffentlichungen Fachbücher und Sachbücher. Sein neustes Buch heißt „Jungen verstehen“.

Hans Hopf sagt, Jungen und Mädchen unterscheiden sich – das sieht man auch in der Art, wie sie innere Konflikte austragen. So neigen Jungen dazu ihre Spannungen im Außen abzubauen, während Mädchen ihre Spannungen nach innen nehmen. Oder um es auf den Punkt zu bringen:

Das führt nach Hans Hopf auch dazu, dass bei Jungen mehr ADHS als bei Mädchen diagnostiziert wird. Jungen fehlt dabei häufig vor allem eins: der Vater.

 

Was Jungen brauchen: einen Vater

Der Vater hat für Jungen eine besondere Bedeutung, sagt Hans Hopf. Die Rolle des Vaters ist es unter anderem dem Sohn Grenzen zu setzen. Der Junge lernt vom Vater auch, wie er sich Frauen gegenüber verhalten kann.

Vater und Mutter als Paar

Überhaupt ist die Paarbeziehung der Eltern wichtig für das Kind – es lernt quasi am Vorbild, wie Beziehung geht. Fehlt der Vater, sei es weil er viel unterwegs ist oder weil er der Beziehung oder weil er ganz aus dem Leben der Familie verschwunden ist, fehlt auch das Vorbild.

Jungen müssen dazu lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen.

Was du noch in dieser Folge lernst

  • Wie Jungen lernen ihre Gefühle zu regulieren
  • Wieso das Digitale für Jungen so einen großen Reiz haben (24.27)
  • Was gegen die Anziehungskraft des Computers hilft (28:14)
  • Wieso es nicht reicht nur 2 Monate als Vater Elternzeit zu nehmen
  • Was Väter noch tun müssen, außer mit ihren Kindern zu toben
  • Wie sich die Aufgaben des Vaters mit dem Alter des Kindes verändern
  • Die drei Funktionen der Adoleszenz (Pubertät) (25:51)
  • Wann ich als Eltern Hilfe in Anspruch nehmen sollte
  • Den Unterschied zwischen Aggression und Destruktivität (31:07)

 

Mehr von Hans Hopf

Eine ausführliche Übersicht über die Vorträge, Bücher und Veröffentlichungen von Hans Hopf findest du auf www.hans-hopf.de. Zu seinen Büchern zählen neben vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Fachbüchern unter anderen folgende aktuelle Titel:

  • Jungen verstehen (2019)
  • Flüchtlingskinder – gestern und heute: Eine Psychoanalyse (2019)
  • Schulangst und Schulphobie: Wege zum Verständnis und zur Bewältigung Hilfen für Eltern und Lehrer (2018)

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


Sollten Eltern streiten oder nicht streiten?

#Eltern-Gedöns Episode #EG061

Streiten oder nicht streiten? Podcast Eltern-Gedöns mit Christopher End

Schreiende Eltern tun Kinder nicht gut. Doch wenn Eltern stattdessen ihre Gefühle unterdrücken, spüren das sogar schon Babys. Was also tun?

In dieser Folge suche ich nicht nach dem goldenen Weg der Mitte, sondern nach einer Verbindung zwischen den beiden Polen. Es ist nämlich keinem gedient, wenn wir uns auf dem vermeintlichen Weg zur erleuchteten Elternschaft aufopfern. Vielmehr ist Streit eine Chance eine neue Seite an dir zu entdecken.

Wut ist eine Warnlampe

Wut ist ein Geschenk. Es zeigt, wenn jemand über meine Grenzen latscht. Es ist die rote Warnlampe, die in meinem Körper, in meinem Inneren anspringt, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wenn irgendein Bedürfnis nicht erfüllt wird.

Wut hat also eine wichtige Funktion. Und ja, Wut zu zeigen bedeutet sich ehrlich zu zeigen. Nur, kommt es wie so häufig auf das Wie an!

Manche Menschen glauben tatsächlich, wenn sie ihre Wut dem Nächstbesten ins Gesicht brüllen, wäre das ein Zeichen von Authentizität – und das würde dann sogar noch gut für Kinder sein.

Nur: Schreien und brüllen tut Kinder nicht gut, ganz im Gegenteil. Je kleiner die Kinder sind, desto eher und tiefer verunsichert es sie und verletzt sie.

Also besser einen auf rosarote Wolke machen und Harmonie heucheln?

Schon Babys lesen Gefühle

Das Problem: Selbst Babys spüren, wenn ihre Mutter die Gefühle zurückhält. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt.

Dieser Mismatch von gefühltem und ausgedrückten Gefühl kann Kinder tief verunsichern. Sie spüren, dass etwas bei dem anderen nicht stimmt, aber sie erleben es nicht. Es erzeugt eine Unsicherheit. Nebenbei verpassen sie die Gelegenheit, wie sie mit Gefühle umgehen können …

Der goldene Weg der Mitte?

Natürlich wäre es toll, wenn wir ein Gefühl wahrnehmen, es benennen und das Bedürfnis dahinter ruhig und Angriff formulieren können. So in der Art: „Es macht mich sauer, dass hier so viel auf dem Boden rumliegt. Ordnung ist mir wichtig.“

Nur machen solche Vorstellung meiner Erfahrung nach nur für viele Menschen einen Riesendruck.

Deswegen finde ich es hilfreicher erstmal zu verstehen, wie ich ticke. Also: Bin ich eher der harmoniesüchtig oder der streitsüchtig? 😉

Und dann im nächsten Schritt mir zu überlegen, was denn das Geschenk an der anderen Seite sein könnte – und wie ich vielleicht einen kleinen Schritt dorthin machen könnte.

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


Maike Mauer: Kugelzeit – über Schwangerschaft und Geburt

#Eltern-Gedöns Episode #EG060

Maike Mauer: Kugelzeit | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

 

 

Maike Mauer hat mit dem Buch Kugelzeit eine wundervolle Fundgrube zu Schwangerschaft und Geburt geschrieben. Im Podcast spricht sie darüber, warum ihre eigene Schwangerschaft ganz anders als gewünscht verlief und sie herausforderte.

Maikes Buch Kugelzeit: Glücklich, gelassen und entspannt durch Schwangerschaft & Wochenbett ist ein echtes Coffee-Table-Book: Großformatig und wunderschön anzuschauen. Mit seinen vielen Artikeln, Interviews und Tipps gleicht es eher einem voluminösen, gebundenen Magazin als Buch. Tatsächlich soll es genau das sein: Eine Einladung zum Schmökern und sich inspirieren lassen.

Maike will nur Anregungen geben, so dass sich die Leserin ein eigenes Bild machen kann. Dass sich jede das herausholen kann, was für sie stimmig ist. Dazu lässt Maike im Buch die verschiedensten Menschen zu Wort kommen: Ärztinnen, Bloggerinnen und

Herausforderung Schwangerschaft und Geburt

Doch Maikes eigene Schwangerschaft war gar keine Bilderbuchschwangerschaft. Im Podcast erzählt sie, wie es plötzlich sehr ernst wurde und sie viel zu früh im Krankenhaus landete. Diese Wende hat sie herausfordert.

Maike erklärt, dass es mehrere Dinge waren, die sie durch diese Zeit getragen haben: Neben viel Zuspruch und Unterstützung von ihrem Mann, Freunden und Verwandten war es vor allem ihre Intuition, ihr Bauchgefühl und ihre Verbindung zu ihrem Kind, das sie getragen hat.

Mehr über Maike Mauer

Du kannst Maike über Facebook erreichen – vor allem ist sie aber auf Instagram aktiv. Ihr Buch „Kugelzeit: Glücklich, gelassen und entspannt durch Schwangerschaft & Wochenbett“ (ISBN: 9783833868238) umfasst 264 Seiten und ist dieses Frühjahr bei GU erschienen.

Was du sonst noch in der Episode lernst

  • Was Maike am Verhalten anderer gestört hat
  • Ob man in der Schwangerschaft Tipps und Ratschläge geben sollte
  • Wie man Frauen im Wochenbett wirklich unterstützen kann

 

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


 

Was du tun solltest, wenn es dir gut geht

#Eltern-Gedöns Episode #EG059

Eltern-Gedöns-Podcast: Folge 58 - was du tun solltest, wenn es dir gut geht

Wenn es uns gut geht, dann sollten wir besonders aufmerksam sein! Gerade als Eltern. Wieso? Ganz einfach – damit wir lernen, was wir gemacht haben, damit es uns gut geht. 

 

Lösungen kommen aus uns

Problem kommen aus dem Unbewussten – und die Lösungen kommen aus dem Unbewussten, sagt Dr. Gunther Schmidt (Milton Erickson Institut Heidelberg). Anders ausgedrückt: Es geht um unsere Lösungskompetenz!

Die eigene Lösungskompetenz mehr und mehr zu verstehen und ihr vertrauen zu lernen, kann ein mächtiges Instrument sein, wenn es darum geht den zuweilen stressigen Familienalltag zu meistern.

 

Meist ist es jedoch besonders schwer sich seiner eigenen Lösungskompetenz zu erinnern oder ihr gar zu vertrauen, wenn alles über mir zusammenschlägt. Dann ist der Glaube an mich selbst nicht nur klein, sondern verstellt uns auch die Verzweiflung jede Erinnerung an Lösungsstrategien.

Um die eigene Lösungskompetenz besser kennenzulernen und lernen ihr zu vertrauen, ist es also so wichtig in „guten Zeiten“ einen Blick auf sich selbst zu werfen.

Das erfordert gar nicht viel.

Werde Detektiv in eigener Sache

Ich empfehle dir drei kleine Schritte, um dir selbst auf die Schliche zu kommen:

  1. Bade im Glück!
  2. Spüre genau, wie sich das anfühlt!
  3. Frage dich: „Wie mache ich das?“

Es geht also darum Detektiv in eigener Sache zu werden.

So nährst du zum einen die Erkenntnis, was du dazu beiträgst, dass es dir gut geht. Zum anderen machst du dir deine Erfahrung noch mal bewusst. Das ist so eine Art Frederick-Effekt – in Anlehnung an die Maus Frederick aus dem Kinderbuch von Leo Lionni: Du sammelst deine Glückserfahrungen in dir!

 

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 

 


Anne & Uli: 22 Monate – Leben und Abschied von Josef

#Eltern-Gedöns Episode #EG058

Was wenn ein Kind schwerst krank ist – was wenn es stirbt? Anne & Uli beginnen vier Jahr nach der Geburt von Josef und zwei Jahr nach seinem Tod das Leben mit ihm nachzuerzählen. Tag für Tag im Blog 22monate.de.

Josef kommt schwer krank auf die Welt. Die Eltern, Anne und Uli, und die große Schwester Klara leben jetzt mit einem Kind, das laufend Betreuung braucht, rund um die Uhr. Sie entscheiden Josef zuhause zu pflegen.

Pflege: Wenn die Grenzen verschwinden

Doch dann springt eine Betreuungsmaschine an, die alle überrascht und irgendwann auch heraus- wenn nicht überfordert hat. Denn da die Eltern ihr Kind zuhause pflegen wollten, kamen nun all diese Unterstützerinnen und Unterstützer zu ihnen nachhause.

Man kann nicht nach Hause gehen.
– Uli

Krankenschwestern und Therapeutinnen, Familienbegleiter und Ärztinnen – das Zuhause von Anne und Uli und der Tochter Klara wird zur Pflegestation. So liebevoll viele der Menschen sind, so wichtig diese Unterstützung ist, für die Familie bleibt kaum noch ein Rückzugsort. Denn so sagt Uli: „Man kann von zuhause nicht nach hause gehen.“

Lieb gemeint: Wenn Hilfe übergriffig wird

In alldem erfährt die Familie viel Unterstützung: Familie und Freunde, die für sie da sind. Doch sie erleben auch, wenn ihre Grenzen überschritten werden – wohlgemeinte Ratschläge, ungefragte Hilfe bis hin zu Menschen, die den Kontakt meiden.

Besonders treibt die Eltern aber die Erfahrung um, das ihnen von außen ein Bild zugeschrieben wird. Ein Bild, das ihnen – und Josef – nicht gerecht wird. Anne und Uli erzählen jetzt ihre eigene Geschichte. Tag für Tag. 22 Monate lang.

In all dem Organisieren und Pflegen, zwischen Krankheit und Tod lebt diese Familie ihr Leben. Lacht und liebt. Die Liebe spüre ich, wenn Anne aus ihrem Blog, aus ihrem Leben mit Josef vorliest. Dieses Lachen habe ich oft gehört im Gespräch mit den beiden. Im Podcast erzählen sie auch von diesen skurrilen Momenten wie dem „übelsten Spaß im Kinderhospiz“.

Mehr von Anne & Uli

Täglich schreibt Anne auf 22monate.de, Uli macht die Bilder. Du kannst ihnen auf Twitter, Facebook und Instagram folgen. Fragen beantworten beide auch gerne per E-Mail unter post@22monate.de. Überhaupt sind sie sehr offen für den Austausch – wenn du ein Anliegen hast oder eine Idee, sprich sie bitte einfach an.

Was du in dieser Episode noch erfährst

  • Was Anne und Uli geholfen hat
  • Was sich Anne und Uli von anderen Menschen gewünscht haben
  • Wie die 6-jährige Klara mit dem schwerkranken Bruder umging

Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 


Was tun: Unser Kind geht in die Welt – und leidet

#Eltern-Gedöns Episode #EG057

Wenn unser Kind in den Kindergarten oder die Schule geht, nimmt unser Einfluß ab. Was tun, wenn es unserem Kind dort nicht gut geht?

Das Loslassen ist ein Riesenschritt – vor allem für uns Eltern. Und die Kinder gehen schneller in die Welt, als uns manchmal lieb ist: Sie kommen zur Tagesmutter oder früh in die Kita und irgendwann in die Schule.

Loslassen und Vertrauen

Unser Einfluß dort draußen auf unsere Kinder ist begrenzt und plötzlich nur noch mittelbar. Wir erreichen sie nicht mehr direkt. Das erfordert von uns viel Vertrauen. Vertrauen in die anderen Menschen. Vertrauen in unser Kind.

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr

Das ist die eine Seite, das Loslassen und Vertrauen – und das kann schon herausfordernd sein. Doch es gibt auch noch eine andere Seite.

Wenn unser Kind nicht zurecht kommt …

Was wenn wir das Gefühl haben, unser Kind kommt da draußen nicht zurecht? Wenn wir spüren, dass es leidet? Was dann?

Ich finde das einen schwierigen Punkt zu schreiben oder zu sagen, was richtig ist.

Denn manchmal ist es angebracht, dass wir uns einmischen, dass wir uns schützend vor unser Kind stellen. Manchmal ist es aber auch angebracht, dass wir unserem Kind den Rücken stärken.

Wann was angemessen ist, muss und kann nur jeder selbst herausfinden.

Die drei Angelegenheiten nach Byron Katie

Mir hilft dabei manchmal das Konzept der drei Angelegenheiten nach Byron Katie. Sie unterscheidet in folgende Angelegenheiten:

  1. Meine Angelegenheiten
  2. Die Angelegenheit der anderen
  3. Die Angelegenheiten Gottes

Die drei Angelegenheiten sind wie ein Prüfinstrument. Wie ein Sieb, durch das ich alles schütten kann, was mich bewegt oder ärgert. Wenn ich mich nämlich auf die Dinge konzentriere, die meine Angelegenheiten sind, dann komme ich zu den Dingen, die ich auch selber kontrollieren kann.

Ich ärgere mich zum Beispiel häufig im Straßenverkehr über andere Verkehrsteilnehmer – doch deren Verhalten ist etwas, das ich nicht ändern kann. Ihr Verhalten ist nicht meine Angelegenheit. (Außer ich wäre Polizist oder beim Ordnungsamt ;-)). Meine Angelegenheit ist nur mein Umgang damit. Also wie ich reagiere, wenn jemand auf dem Radweg parkt oder bei Rot über die Ampel fährt.

In der Podcast-Folge erkläre ich das noch mal an dem Beispiel einer Mutter, deren Kind in der Schule eine schwere Zeit hat, da ein anderes Kind dort die Mitschülerinnen und Mitschüler ärgert und drangsaliert.

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 

Eilert Bartels: Männer, Väter & Gefühle

#Eltern-Gedöns Episode #EG056

Eilert Bartels im Interview im Eltern-GEdöns-Podcast mit Christopher End

Mit HuMANNoid hat der Paartherapeut Eilert Bartels ein Männer-Buch geschaffen, das den Mann hinter den Rollen zeigt. Die Männer machen sich hier im übertragenen wie im wortwörtlichen Sinne nackt.

Die verlorene Verletzlichkeit der Männer

Verletzlichkeit ist in unserer Gesellschaft eine Eigenschaft, die wenigsten würden wohl (leider) Fähigkeit sagen, die Klassischerweise den Frauen zugeschrieben wird. Doch damit nehmen sich gerade Männer viel.

„Ich stelle mir Menschsein wie einen Fächer vor“, sagt Eilert. Erst wenn der Fächer ganz geöffnet ist, sind wir ganz Mensch. In unserer Kultur klappen die Männer die eine Hälfte des Fächer zu und Frauen die andere.

Das heißt die Gefühle und Fähigkeiten sind bei allen vorhanden, aber nicht entwickelt, so Eilert.

Menschsein ist ein Fächer

In dem Moment, in dem wir den Fächer zur ganzen Entfaltung bringen, werden wir ganz.

Eilert macht das mit einem Bild deutlich: „Was nützt es dir in der Ritterrüstung herumzulaufen, wenn in der Rüstung nichts ist, was es lohnt beschützt zu werden.“

Wenn Väter ihre eigenen Themen nicht bearbeiten, dann schleppen sie das in ihre Paar-Beziehung und damit auch in ihre Familie. Das tut dann weder ihnen noch ihrer Partnerin noch ihren Kindern gut …

Mehr zu Eilert

Du erreichst Eilert über seine Website eilert-bartels.de oder über sein Facebook-Profil. Die gemeinsame Seite mit seiner Frau Judika heißt beziehungsperspektive.de. Sein Buch Humannoid ist im März 2019 beim Böhland & Schremmer Verlag erschienen. Mehr zu seinem Buch Humannoid erfährst du auf der gleichnamigen Website humannoid.de.

Shownotes

Was du in dieser Episode lernst

  • Wieso Verletzlichkeit zum Mannsein dazugehört.
  • Wie wir uns durch klassische Geschlechterrollen in eine Abhängigkeit begeben.
  • Wieso Triangulation in der Familie eine Belastung für Kinder ist.
  • Wie Eilert seinen Weg gegangen ist.

Darum brauchen Eltern einen Regenschirm

#Eltern-Gedöns Episode #EG055

Wieso Eltern einen „Regenschirm“ für die Familie  brauchen!

Hast du deinen Regenschirm dabei für dein Leben mit deinen Kindern?

Wenn es nach Regen aussieht, dann packen wir den Regenschirm ein. ich kenne sogar ein Radfahrer, der hat immer (!) Regensachen dabei!

Wenn es nach schlechtem Wetter aussieht, dann bereiten uns darauf vor. Wir stellen uns darauf ein, dass es ungemütlich wird. Das wir vielleicht nass werden. Dass wir in einen Regenschauer oder gar ein Gewitter oder Sturm kommen. Und was hat das mit den Elternsein zu tun, mit dem Elternwerden? Viel …

Wenn wir Eltern werden, dann bereiten wir uns in der Regel nicht darauf vor, dass es ungemütlich wird, dass wir im Sturm unseren Halt verlieren oder im Nebel unseren Partner aus den Augen verlieren.

Doch Eltern sein ist eine Herausforderung. Natürlich kann vieles im Leben eine Herausforderung eine Prüfung für uns sein. Das Elternsein hat aber eine Besonderheit: kaum jemand kommt dir so nahe wie dein Kind. Kaum etwas kann dich so herausfordern, wie das Leben mit Kindern.

Es ist eine Verantwortung, die uns das Leben lang begleitet (ob wir uns ihr stellen ist eine andere Frage …).

Für diese Herausforderung, und eine Herausforderung ist es, sollten wir gewappnet sein. So wie wir uns halt auch für den Regenschauer oder den Sturm wappnen.

Deswegen ist es gut in Zeiten, in denen es ruhig ist, sich vorzubereiten. Als werdende Eltern sich auch auf die unruhigen Zeiten einzustellen.

Und ebenso wenn wir bereits Eltern sind, zu schauen, wie wir uns wappnen können. Zum Beispiel wie wir unsere Akkus wieder aufladen können.

Was aber wenn aber mein ganzes Leben, mein ganzer Alltag „auf Kante genäht ist“? Wenn jeder funktionieren muss, dann reicht schon ein kleines Stolpern, um die Maschine auf den Tag zu bringen. Dann haben wir vergessen, den Regenschirm bereit zu legen. Dann haben wir und nicht die Zeit genommen uns vorzubereiten.

Was ist dein Regenschirm für das Leben mit deinem Kind?

PS: Diese Episode ist ursprünglich als Post auf meinem Instagram-Profil erschienen – leider hat das WordPress meine Emojis nicht übernommen … 🙁

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung.