Wieso Vergleichen uns verletzt und was stattdessen hilft

Blühende Zitronenmelisse

Alle Familien kommen so gut mit der neuen Situation zurecht – nur ich nicht? Warum Vergleichen uns schadet und was stattdessen hilft.

Wenn wir uns im Netz und in den Medien umsehen, kann der Eindruck entstehen, dass alle die Isolation durch die Corona-Krise in den Familien super im Griff haben. Überall strahlende Eltern, die scheinbar mühelos den Corona-Alltag bewältigen.

Krise? Ein Klacks!

Kinder betreuen, bespaßen, beschulen und nebenbei im Home Office das eigene Online-Business ausbauen oder den Konzernjob am Laufen halten. Ach ja: Und natürlich die große Selbsterkenntnis, was wirklich wichtig im Leben ist, kommt dank Krise auch noch oben drauf. Ernsthaft?

Wieso schaffen die das?

Wieso aber fühlt sich das bei manchem gar nicht so leicht an – sondern vielmehr nach einer ausweglosen Situation?

Die Gründe sind so vielfältig, wie es Familien und Menschen gibt: Die eine Familie hat große Schulkinder, die sich selbständig den ganzen Tag über beschäftigen. Die andere Familie ein Baby und Kleinkind, die rund um die Uhr betreut werden müssen.

Vergleichen ist Verrat an sich selbst.
Kalpha Riechwald

Oder in der eine Familie sind beide Eltern mit vielen Stunden außer Haus berufstätig, die Kinder normalerweise fremdbetreut und nun soll zuhause hochkonzentriert gearbeitet UND die Kinder betreut werden. In der anderen Familie hat der eine gerade Elternzeit und die andere ist seit Jahren Home Office gewohnt.

Die anderen können doch auch …

Die eine Alleinerziehende ist erst seit kurzer Zeit selbständig, jeder Auftrag, der wegbringt, reißt ein Loch in die Familienkasse. Der andere Alleinerziehende ist ein erfahrener Unternehmer, der locker drei Monate ohne Umsätze auskommen kann …

Und von den unterschiedlichen persönlichen Charakteren ganz zu schweigen: Da gibt es die, die viel schultern können, die, denen alles leicht fällt, und die, die eh schon schwer zu tragen haben.

Was ich sagen will: Menschen und ihre Situationen sind grundverschieden. So absolut grundverschieden, dass es sich eigentlich verbietet sich da zu vergleichen …

„Wieso ist diese Blume weiß und nicht rosa, wie die anderen!“ Wir kämen nie auf die Idee, das der Blume vorzuwerfen – tun aber genau dies mit uns …

Vergleichen verletzt

Wenn wir uns vergleichen, dann werten wir uns ab. Dahinter steht ja der unausgesprochene Vorwurf, dass ich auch können müsste, was die anderen können. Dass ich auch so toll, so erfolgreich, schön, ruhig, besonnen sein müsste. Oder: Dass ich halt anders sein sollte, als ich bin.

Es geht schlicht und einfach darum, dass ich so nicht sein darf, wie ich bin! Das können tiefsitzende Glaubenssätze sein, die wir uns in solchen Momenten um die Ohren schlagen. Oft beginnen sie mit: „Du musst … „, „Du sollst …“ Häufig kommen diese Sätze aus der frühen Kindheit. Als jemand nicht wollte, dass wir so sind, wie wir gerade waren.

Vergleichen wertet ab

Diese Glaubenssätze, dieses Vergleichen kann ungeheuer selbstverletzend sein. Trotzdem tun wir das so oft. „Die anderen schaffen das doch auch …“, sagen wir uns. Genau: die anderen – nur halt nicht wir!

Wieso Vergleichen uns nicht weiterbringt …

Vergleichen führt uns weg von uns selbst. Es geht dann nicht mehr um dich und deine Erfahrung. Das ist für mich so wichtig zu verstehen.

Deine persönliche Erfahrung ist nun mal gerade, dass es dir schlecht geht.

Die Lösung: Dich annehmen

Den Schritt, den wir hier lernen dürfen, ist: Mich anzunehmen. Mir zu vertrauen. Meiner Wahrnehmung zu vertrauen.

Und wenn deine Wahrnehmung lautet „Es ist mir zu viel“. Dann ist das deine Wahrheit. Deine Realität. Und es ändert nichts daran, dass es jemand anderem vielleicht gerade gut geht.

In dem du dich vergleichst, stellst du deine eigene Wahrnehmung (und Wahrheit) in Frage.

Wildblume

So wie wir staunend vor jeder Blume stehen können und ihre einzigartige Schönheit bewundern dürfen, so dürfen wir auch liebevoll staunend vor uns selbst stehen … auch wenn wir gerade nur unsere Dornen sehen oder den steinigen Untergrund, auf dem wir wachsen …

Was wir eigentlich brauchen

Kinder, die überfordert sind, brauchen jemand, der für sie da ist und ihnen sagt: „Ich sehe, dir ist das gerade zu viel. Ich sehe, dir geht es schlecht.“ Dieser Jemand müssen wir nun für uns selbst sein.

Als Erwachsene können wir lernen uns selbst innerlich in den Arm zu nehmen und sagen: „Ja, es ist zu viel.“ Dieses liebevolle Annehmen von mir selbst und meiner Situation und meiner Wahrnehmung der Situation ist für mich der Schlüssel.

Wir dürfen lernen zu sagen: An mir ist nichts falsch. Ich bin okay so wie ich bin.

Das will ich dir mitgeben, wenn es dir gerade nicht gut geht und du an dir zweifelt: An dir ist nichts falsch! Du bist völlig okay wie du bist – auch wenn du nicht okay bist.

PS: Und wenn du dir jetzt sagst: Alles schön und gut, dann hör ich halt auf mit dem Vergleichen und nehm mich an – aber die scheiß Situation ist ja immer noch da. Dann antworte ich: Ja, du hast Recht. Und natürlich wünsche ich allen, dass sie eine Lösung finden. Nur braucht es halt die eigenen Lösungen für die eigenen Herausforderungen. Und dich finde ich nur, wenn ich bei mir bleibe.

Jana Steingässer: Klimafreundlich leben als Familie

#Eltern-Gedöns Episode #EG095

Jana Steingässer: Klimafreundlich leben mit Familie | Eltern-Gedöns-Podcast

Als das Zwerghuhn der Familie mitten im Winter beginnt zu brüten, beginnt die Steingässer nachzudenken über den Klimawandel. Das war vor 8 Jahren. Die Familie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und geht auf Forschungsreise – herausgekommen ist ein Buch über Klimawandel für Familien.

Jana Steingässer

Jana Steingässer ist Ethnologin und arbeitet als Autorin. Sie hat zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlicht. Viele ihrer Bücher drehen sich um die Themen Reisen, Familie und Klima. Sie lebt mit ihren 4 Kindern und Mann auf dem Land – und das seit einiger Zeit ohne Auto. In die große Stadt sind es dann so 13 Kilometer mit dem E-Lastenrad!

 

 

Mehr von Jana

Mehr von Jana und ihrem Mann Jens findest du auf ihrer Webseite reiselabor.de. Janas Bücher rund um Klima und Familie und Reisen sind unter anderem: Gebrauchsanweisung fürs Reisen mit Kindern, Weltreise Australien: Paula und die Wüstenflamme oder der Bildband Klimawandel: Die Welt von morgen. Eine Familie auf den Spuren des Klimawandels. Im letzten Jahr ist Paulas Reise oder Wie ein Huhn uns zu Klimaschützern machte erschienen – das Buch richtet sich explizit an große Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche. Übrigens: Janas neustes Buch ist wieder ein Klima-Buch für Erwachsene und erscheint in einigen Wochen (April 2020): Nordsee-Südsee: Zwei Welten im Wandel. Wie der Klimawandel Inseln und Halligen bedroht

Was ich Jana u.a. gefragt habe

  • Wo ich als Familie mit dem Klimaschutz anfange
  • Wie ihre Reportagereise mit dem Klimaschutz zu vereinbaren ist

Was ich in dieser Episode gelernt habe

  • Wie schon 2.Klässler etwas in ihrem Ort bewegt haben
  • Was besser ist als zu versuchen andere Menschen zu überzeugen
  • Wie ich Kinder für eine klimafreundliche Lebensweise begeistere
  • Was Kinder (und Eltern) dabei noch alles lernen

[Werbung]

Sponsor der Episode: Lotta&Emil

Schicke Kinderschuhe aus Leder in guter Qualität, in Europa gefertigt – und das Ganze auch noch bezahlbar. Dieses kleine Wunder heißt Lotta&Emil und das Geheimnis ist der Direktvertrieb. Hinter dem jungen Schuhlabel stehen Nora und Lars. Die Eltern von drei Kindern haben das Familien-Startup erst 2018 aus der Taufe gehoben! lottaundemil.de 

PS: Für Hörer*innen des Eltern-Gedöns-Podcast gibt es einen Rabatt für versandkostenfreies Bestellen – Infos in der aktuellen Folge!


Online-Kurs: Halt und Vertrauen (START: 30. März)

In stürmischen Zeiten wie diesen fällt es uns häufig auch als Eltern schwer der Anker zu sein, der unser Kind hält. Ich möchte dir daher zeigen, wie ich Halt und Zuversicht finde:

7 Tage begleite ich dich – dich und deine Gefühle. Mein Ziel ist es, dass wir mehr Vertrauen und Halt gewinnen. Inneren Halt, den wir dann auch unseren Kindern geben können.

Start 30. März 2020!

Jetzt den 7-Tage-Online-Kurs Halt und Vertrauen starten

Corona: zwischen Angst und Vertrauen

#Eltern-Gedöns Episode #EG093

Corona: Zwischen Vertrauen und Angst

Was macht die Corona-Krise mit dir? Bewegt dich das – oder bleibst du unberührt? Bist du im Vertrauen und in der Zuversicht oder sind da Sorgen und Ängste? In dieser Episode erzähle ich, weshalb ich glaube, dass beides dazugehört, wie es mir geht und was du tun kannst. Vor allem wie du deinen Umgang mit der Angst verändern kannst.

Online-Kurs: Vertrauen und Halt

Wenn du informiert werden willst, wenn mein Online-Programm dazu startet, dann trag dich in meinen Newsletter ein. Ich sag dir in den nächsten Tagen Bescheid. Wenn du lieber eine Einzel-Sitzung (per Skype) buchen willst, weil du nicht weißt, wie du mit der Situation umgehen sollst, dann schreib mir eine E-Mail an info@christopher-end.de.

wenn die Angst sich zwischen Kinder & Eltern stellt

Inke Hummel hat auf Bindung(t)räume dazu einen Blogpost geschrieben: Vorsicht, wenn Angst sich unsichtbar zwischen uns stellt

 

 


Online-Kurs: Halt und Vertrauen (START: 30. März)

In stürmischen Zeiten wie diesen fällt es uns häufig auch als Eltern schwer der Anker zu sein, der unser Kind hält. Ich möchte dir daher zeigen, wie ich Halt und Zuversicht finde:

7 Tage begleite ich dich – dich und deine Gefühle. Mein Ziel ist es, dass wir mehr Vertrauen und Halt gewinnen. Inneren Halt, den wir dann auch unseren Kindern geben können.

Start 30. März 2020!

Jetzt den 7-Tage-Online-Kurs Halt und Vertrauen starten

Nils Pickert: Prinzessinnenjungs

#Eltern-Gedöns Episode #EG092

Nils Pickert mit Prinzessinnenjungs im Eltern-Gedöns-Podcast

Jungs brauchen unsere Unterstützung, sagt Nils Pickert – nur auf ganz andere Weise, als bisher gedacht. Was, das erklärt er in seinem Buch Prinzessinnenjungs und im Podcast-Interview.

Nils – der Vater eines Prinzessinenjungen

Nils Pickert ist Journalist, arbeitet für den Verein Pink Stinks und engagiert sich gegen Sexismus vor allem in der Werbung. Jetzt hat er ein Buch geschrieben über die geschlechtergerechte Erziehung von Jungen: Prinzessinnenjungs: Wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien (erscheint am 11. März 2020).

Wir lassen die Jungs allein …

Jungs brauchen mehr Räume, wo sie Jungs sein können. Wo sie raufen können, wo sie wild sein können, wo sie Grenzen austesten können – so das Credo vieler Jungen-Ratgeber der letzen Jahrzehnte. Stimmt nicht, sagt Nils. Obwohl: Die Jungs in der Krise sieht auch er. Nur ist die Lösung nicht mehr Auseinandersetzung und Ellenbogenausfahren …

… und wir muten ihnen zu viel zu

Klar, haben Jungs auch ein Bedürfnis nach Wildheit und Bewegung – doch dass es ihnen nicht gut geht, dass sie eher Schwierigkeiten haben, liegt nicht daran, dass sie nicht „hart“ genug sein dürfen. Ganz im Gegenteil – Nils sagt: Jungs dürfen vor allem nicht weich sein.

Jungs mit Rock, Mädchen, die boxen?

Auch 2020 ist es für viele Jungs alles andere als selbstverständlich zu weinen oder über Gefühle zu sprechen. Das wird Jungen auch heute noch verlässlich aberzogen. Denn Jungs sind weder von Geburt an das harte Geschlecht, noch Mädchen das weiche … dass das viel mit sozialer Prägung zu tun hat, erklärt Nils ausführlich in seinem neuen Buch Prinzessinnenjungs.

Nils führt aus, wie wir – häufig genug unbewusst – unseren Jungs die Interessen austreiben, die nicht unserem Bild entsprechen: mit Puppen spielen, die Farbe Rosa zu lieben oder Röcke zu tragen, um mal die Klischees zu bedienen …

Dass allerdings hat fatale Folgen: Für das einzelne Kind, das seine Bedürfnisse unterdrückt, und für die Gesellschaft, die im schlimmsten Fall am Ende vor rücksichtslosen Männer steht, die statt ihrer Bedürfnisse nur noch Härte oder Wut ausdrücken können.

Mehr von und zu Nils

Du findest Nils auf Twitter und mit seinen Artikeln auf Pink Stinks, dort erreichst du ihn auch über Mail, ansonsten schreibt er für viele Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein Buch Prinzessinnenjungs: Wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien (2020 Beltz) findest du ab morgen (11. März 2020) in der Buchhandlung deines Vertrauens.

„Dein Sohn hat die Fee verdient.“
Nils

Was ich Nils gefragt habe

  • Ob es die Unterschiede im Verhalten der Geschlechter nicht genetisch bedingt seien.
  • Was kann ich tun, um Weitergeben von klassischen Geschlechterrollen auszubrechen.
  • Wie ich meine eigenen – unbewussten – Vorurteile erkenne.
  • Was es mit den Masken der Jungs und der Männer auf sich hat.
  • Was tun, wenn Söhne in der Pubertät sich mehr nach ihrer Peergroup orientieren, die vielleicht manche toxische Verhaltensweisen an den Tag legt

 

Was du noch in dieser Episode lernst

  • Was Baby-X-Experimente sind
  • Wie früh und unbewusst Geschlechterrolle vermittelt werden
  • Wie ich meinem Sohn Geschlechter-Stereotypen aufgezwungen habe …
  • Wieso es keine gute Idee ist, diese Stereotypen weiterzugeben – auch nur um des lieben Friedens Willens!
  • Was die Aufgabe eines Vaters ist in einer Welt, die Jungs nicht sie so sein lässt, wie sie sind

 


Online-Kurs: Halt und Vertrauen (START: 30. März)

In stürmischen Zeiten wie diesen fällt es uns häufig auch als Eltern schwer der Anker zu sein, der unser Kind hält. Ich möchte dir daher zeigen, wie ich Halt und Zuversicht finde:

7 Tage begleite ich dich – dich und deine Gefühle. Mein Ziel ist es, dass wir mehr Vertrauen und Halt gewinnen. Inneren Halt, den wir dann auch unseren Kindern geben können.

Start 30. März 2020!

Jetzt den 7-Tage-Online-Kurs Halt und Vertrauen starten

 

Christian Gaca: Was Väter und ihre Kinder brauchen

#Eltern-Gedöns Episode #EG089

Christian Gaca im Interview im Eltern-Gedöns-Podcast

Was brauchen Väter und Kinder? Diese Frage geht Christian Gaca in seinem Buch Papipedia nach – und beantwortet sie in dieser Podcast-Folge.

Christian Gaca

Christian Gaca arbeitet als Redakteur und betreibt gemeinsam mit seiner Frau, der Hebamme Anja Constance Gaca, den Blog Von-Guten-Eltern. Beide sind verheiratet, Eltern von vier Kindern und leben in Berlin. Sein aktuelles Buch heißt „Papipedia: Alles, was Väter und ihre Kinder brauchen.“

„Familie ist nicht planbar wie ein Autokauf“

Das Wort Planung in Familienplanung findet Christian nicht angebracht – natürlich kann man sich entscheiden ein Kind zu zeugen. Aber: Ob es klappt, das liegt schlussendlich nicht in unserer Hand, meint er. So gibt es in fast jedem Freundeskreis ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch.

Kinderkriegen und auch das Leben mit Kinder ist nicht so plan- und machbar, meint Christian. Das kann herausfordernd sein für Menschen, die bisher die Erfahrung gemacht haben, dass alles planbar ist und auch erreichbar, wenn ich mich anstrenge. Diese Haltung stößt im Umgang mit Kinder, vor allem mit den eigenen Kindern schnell an ihre Grenzen.

Die Geburt und das erste Jahr

„Manchmal muss man sich auch anschreien lassen – 2 Stunden lang“, sagt Christian. Er ist überzeugt: Bei der Geburt stehen die Bedürfnisse der Frau an erster Stelle.

Was ich Christian gefragt habe

  • Was die großen Hürden sind, wenn man Vater wird.
  • Ob es eine typische männliche Eigenschaft das Elternsein zu unterschätzen.
  • Was die Rolle des Vaters bei der Geburt ist.
  • Was es mit ihm gemacht hat, Vater zu werden.

Was ich gelernt habe

  • Welche Bedeutung (Vor-)Bilder haben für unser Vatersein.
  • Wie wichtig die gemeinsame Zeit zwischen Vätern und Kindern ist.
  • Dass es in fast jedem Freundeskreis ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch gibt.
  • Was man tun kann, damit Partnerschaft und Familie gelingt.

Mehr von Christian

Christians aktuelle Buch heißt Papipedia: Alles, was Väter und ihre Kinder brauchen (erschienen bei GU). Darüber hinaus hat er mit seiner Frau Anja Constance Gaca das Buch Von guten Eltern … und glücklichen Paaren: Die Kinderjahre entspannt gemeinsam bewältigen. (Anja hat übrigens weitere Bücher zu Wochenbett, Schreibabys und Babyernährung geschrieben.) Viele Inhalte gibt es auf ihrem Blog vonguteneltern.de und den Social-Media-Kanälen Instagram Facebook, Pinterest oder YouTube.

 

 


Mit Kindern kommunizieren - bei Wutanfall

Tagesseminar Köln: Kommunizieren mit Kindern

Wie können wir zu unseren Kindern sprechen, ohne sie zu verletzen, sondern sie vielmehr zu stärken? Wie können wir sie begleiten in Stressphasen? Wie können wir uns mit ihnen gerade dann verbinden, wenn sie von großen Gefühlen überwältigt werden? In diesem Tagesseminar lernst du eine Methode kennen, mit deinem Kind neu zu kommunizieren. Weiter Infos und Anmeldung: Kinderzentrierte Kommunikation

Raus mit euch

#Eltern-Gedöns Episode #EG088

Raus mit euch – 5 Gründe fürs Draußensein – Eltern-Gedöns-Podcast

Kinder verbringen immer mehr Zeit drinnen – dabei profitieren Kinder (wie Erwachsene) vom Aufenthalt unter freiem Himmel. In dieser Folge nenne ich dir fünf Gründe, warum du deinem Kind und dir (!) einen Gefallen tust, wenn ihr möglichst viel und regelmäßig draußen seid.

 

 


Mit Kindern kommunizieren - bei Wutanfall

Tagesseminar Köln: Kommunizieren mit Kindern

Wie können wir zu unseren Kindern sprechen, ohne sie zu verletzen, sondern sie vielmehr zu stärken? Wie können wir sie begleiten in Stressphasen? Wie können wir uns mit ihnen gerade dann verbinden, wenn sie von großen Gefühlen überwältigt werden? In diesem Tagesseminar lernst du eine Methode kennen, mit deinem Kind neu zu kommunizieren. Weiter Infos und Anmeldung: Kinderzentrierte Kommunikation

 

André Stern: Wie Liebe unsere Kinder und die Welt verändert

#Eltern-Gedöns Episode #EG087

André Stern: Eltern-Gedöns

Undenkbar hierzulande heutzutage: Ohne Schule aufwachsen. Der Autor André Stern hat genau das erlebt und ist dafür dankbar. Er spricht darüber, wie lernen wirklich funktioniert, was Kinder brauchen und was der eine Satz ist, der alles im Leben von Eltern und Kindern verändern kann.

 

André Stern

Er ist ohne Schule aufgewachsen und spricht heute vor vielen Menschen über das Lernen aus Begeisterung: André Stern. Protagonist des Filmes Alphabet, Autor von Büchern wie „.. und ich war nie in der Schule“ oder „Begeisterung: Die Energie der Kindheit wiederfinden„, Vater von zwei Kindern. Zusammen mit seinem Vater Arno Stern hat er  „Mein Vater, mein Freund“ geschrieben und mit Gerald Hüther „Was schenken wir unseren Kindern?: Eine Entscheidungshilfe„. Ich traf ihn auf der FEBub 2019.

 

„Wir kennen als Gesellschaft die Kindheit nicht“

Wir ersetzen das, was Kindheit sein könnte, ständig mit unserem Konzept, was eine Kindheit sein sollte. André sieht uns alle in einem Dampfkessel der Erwartungen. Der Dampfkessel mit zugedrehtem Deckel. Seine Einladung: Ein wenig Druck ablassen.

Die Folge von Erwartungen ist sich André sicher: Das Kind verliert seine Natürlichkeit, seine Lebendigkeit.

„Ich habe dich lieb, weil du bist, wie du bist.“
André Stern

Dabei gibt es einen einfachen Weg aus diesem „Dampfkessel der Erwartungen“: Das Kind annehmen, wie es ist. Der zentrale Satz für André ist: „Ich habe dich lieb, weil du bist, wie du bist.“ Die absolute Annahme des anderen.

„Wir wissen nicht, was das Kind braucht“

Was Kinder brauchen, wissen wir nicht, sagt André. Denn jedes Kind ist anders. Wir können aber beobachten, was sie suchen: Den sicheren Hafen. Diesen sicheren Hafen hat das Kind neun Monate lang im Bauch der Mutter erlebt.

Der sichere Hafen

Die erste Erfahrung, die ein Kind im Mutterleib macht, ist: Meine Autonomie, mein Wachsen wurzelt in der Verbundenheit. Der sichere Hafen ist also der ungeografische Ort, so sagt André, an dem du erfahren hast: Du bist geliebt, so wie du bist.

„Willst du ein Kind, das autonom ist, dann gebe deinem Kind so viel Verbundenheit wie möglich.“
André Stern

Was ich André gefragt habe:

  • Wie wir als Eltern den Druck auf unsere Kinder reduzieren können
  • Wie ich das natürliche Lernen als Erwachsener wieder finden kann
  • Wie ich mit meinem Anspruch als Eltern umgehe perfekt zu sein

Was ich in dieser Episode gelernt habe:

  • Was die Systeme der Lebendigkeit benötigen zum Überleben
  • Was die Geburt seines Sohnes für André bedeutet hat
  • Wie wir eigentlich lernen
  • Wie die Haltung alles verändert

 

André Stern im Netz

Shownotes

Die FEBuB – Familienkonferenz für Elternschaft, Bindung und Beziehung

 


Mit Kindern kommunizieren - bei Wutanfall

Tagesseminar Köln: Kommunizieren mit Kindern

Wie können wir zu unseren Kindern sprechen, ohne sie zu verletzen, sondern sie vielmehr zu stärken? Wie können wir sie begleiten in Stressphasen? Wie können wir uns mit ihnen gerade dann verbinden, wenn sie von großen Gefühlen überwältigt werden? In diesem Tagesseminar lernst du eine Methode kennen, mit deinem Kind neu zu kommunizieren. Weiter Infos und Anmeldung: Kinderzentrierte Kommunikation

So leitet dich deine Familien-Vision

#Eltern-Gedöns Episode #EG086

Vision als Familie: Wie willst du das nächste Jahr(zehnt) leben?

Eine Vision, ein Bild kann uns leiten – auch dich als Mutter oder Vater, euch als Familie. So wie wir uns ein neues Zuhause wünschen, dann planen und schließlich erschaffen, so können wir auch unser Zusammenleben erschaffen. Ich finde es ist sogar viel wichtiger, viel elementarer: Dieses Wie leben wir zusammen?

 

 


Mit Kindern kommunizieren - bei Wutanfall

Tagesseminar Köln: Kommunizieren mit Kindern

Wie können wir zu unseren Kindern sprechen, ohne sie zu verletzen, sondern sie vielmehr zu stärken? Wie können wir sie begleiten in Stressphasen? Wie können wir uns mit ihnen gerade dann verbinden, wenn sie von großen Gefühlen überwältigt werden? In diesem Tagesseminar lernst du eine Methode kennen, mit deinem Kind neu zu kommunizieren. Weiter Infos und Anmeldung: Kinderzentrierte Kommunikation

Katharina Grünewald: Selbstliebe & Familienfeste

#Eltern-Gedöns Episode #EG084

Katharina Grünewald: Selbstliebe zu Weihnachten

In ihrem neuen Buch Herzzeit! 5 Minuten für mehr Selbstliebe, erklärt die Diplom-Psychologin Katharina Grünewald, wie wir uns in Selbstliebe schulen. Und in dieser Podcast-Folge besprechen wir, wie das zur Weihnachtszeit in Familien geht.

Selbstliebe – darf man das ?

Selbstliebe – ist das nicht egoistisch oder narzisstisch? Nein, sagt Katharina – ganz im Gegenteil: Selbstliebe ist die Voraussetzung, dass wir überhaupt Liebe für andere fühlen und ausdrücken können. Selbstliebe bedeutet, ich kann mich soweit sehen und annehmen, dass ich auch damit zurecht komme, wenn der andere etwas anderes will – als ich. Der Narzisst ist vielmehr damit beschäftigt seine Sicht durchzusetzen und notfalls den anderen abzuwerten, um sich aufzuwerten.

Schon das Wort Selbstliebe ist also gar nicht so einfach – vielmehr ist es negativ besetzt. Dabei ist es wie gesagt die Grundlage für die Liebe zu anderen. Schon in der Bibel heißt es: Liebe deinen Nächsten wie DICH SELBST!

Selbstliebe am Fest der Liebe?!

Paradoxerweise wird es mit der Liebe aber ganz dünn gerade zum Fest der Liebe:  Weihnachten ist für viele Familien die stressigste Zeit im ganzen Jahr. Mit Stress,  handfestem Krach und schlechtem Gewissen verbunden …

Doch das muss nicht sein. Wie es anders gehen kann, besprechen wir in dieser Podcast-Folge.

Mehr zu Katharina

Katharina Grünewald ist Diplom Psychologin und Expertin für Patchwork-Familien und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch: Sie lebt selbst in einer Patchwork-Familie. Oder wie sie es sagt: „Ich habe zwei bis vier Kinder.“ Ausführlich habe ich bereits in dieser vergangenen Episode mit Katharina über Patchwork-Familien gesprochen.

Katharina Grünewald berät betroffene Eltern in ihrer Kölner Praxis  sowie auch telefonisch, gibt Workshops für Eltern und Weiterbildungen für andere Berater und Therapeuten. Neben ihrem aktuellen Buch Herzzeit – 5 Minuten für mehr Selbstliebe hat sie das Buch Glückliche Stiefmutter – gut zusammenleben in Patchworkfamilien geschrieben. Du erreichst sie entweder über ihre Webseite patchworkfamilien.com oder über ihre Facebook-Seite.

Was du sonst noch in dieser Episode lernst

  • Konkrete Tipps und Anleitungen, wie du mehr Selbstliebe in dein Leben holst
  • was dir zu einem entspannten Weihnachten verhelfen kann
  • wieso unsere Sorge die Entwicklung unseres Kindes behindern kann
  • wie ich loslassen lerne
  • wie unser Gegenüber von unserer Selbstliebe profitiert
  • wie du deinen Herzensraum schulen kannst
  • wieso Annehmen die Lösung ist und nicht Kontrolle

Shownotes

Geschichte: Weihnachtswichtel

Hier findest du die neuste Geschichte um Ribbelwitsch, den tollpatschigen Weihnachtswichtel– als kostenloses Hörbuch.

Mini-Coachings

Du brauchst noch ganz schnell Unterstützung oder Beratung? Dann sichere dir eins meiner Mini-Coachings am Freitag, den 20. Dezember.

Seminar: Kommunizieren mit Kindern

In diesem Tageseminar üben wir kinderzentrierte Kommunikation: Wie können wir unsere Kinder begleiten, so dass sie zu selbstbewussten und emphatischen Erwachsenen werden? Unterstützt durch Mediation und Achtsamkeitsübungen begeben wir uns dabei auf eine liebevolle Reise zu uns selbst. Tages-Seminar Kommunikation mit Kindern. EARLY BIRD bis Ende Dezember!

Katharina Grünewald im Podcast zu Patchwork

Ausführlich habe ich hier schon mit Katharina über Patchwork-Familien gesprochen.

 

 


Mit Kindern kommunizieren - bei Wutanfall

Tagesseminar Köln: Kommunizieren mit Kindern

Wie können wir zu unseren Kindern sprechen, ohne sie zu verletzen, sondern sie vielmehr zu stärken? Wie können wir sie begleiten in Stressphasen? Wie können wir uns mit ihnen gerade dann verbinden, wenn sie von großen Gefühlen überwältigt werden? In diesem Tagesseminar lernst du eine Methode kennen, mit deinem Kind neu zu kommunizieren. Weiter Infos und Anmeldung: Kinderzentrierte Kommunikation

Was passiert, wenn ich auf Augenhöhe erziehe

Erziehen auf Augenhöhe
Führt das Erziehen auf Augenhöhe nicht dazu, dass wir kleine Prinzessinnen und Prinzen heranziehen? Menschen, die keinen Respekt mehr kennen? Was wirklich passiert, wenn ich Kindern auf Augenhöhe begegne.

In diesem WDR aktuell Beitrag sieht die Trainierin Astrid Meier-Krei die Ursache für mangelnden Respekt in der Erziehung – und zwar in dem Erziehen auf Augenhöhe. Das mag unglücklich ausgedrückt oder geschnitten sein, setzt so aber ein fatales Zeichen. Folgende alte verquere Idee scheint hier durch : Wenn ich auf Augenhöhe erziehe, dann kämen Menschen „heraus“, die keinen Respekt mehr haben.

 

Doch andersherum wird ein Schuh draus: Wer als Kind auf Augenhöhe behandelt wird, behandelt auch andere später auf Augenhöhe.

Auf Augenhöhe und Grenzen

Und ja, auch wenn ich mit meinen Kindern auf Augenhöhe kommuniziere, kann ich ihnen dabei Grenzen setzen. (Denn diese Befürchtung taucht dann häufig auf … ) Natürlich setze ich Grenzen, sorge ich für meine Grenzen und die der anderen, sorge für die Sicherheit meiner Kinder, führe sie an soziale Regeln heran – schließlich bin ich der Erwachsene. Der, der die Verantwortung trägt.

Verantwortung und Verbundenheit

Aber ich tue das aus einem Gefühl der tiefen Verantwortung und Verbindung heraus. Dieses Gefühl des absoluten Angenommenseins ist mein Ziel. Das ist es, was meine Kinder spüren. Und das ist es auch, was sie übernehmen in ihre innere Haltung. So begegnen sie anderen Menschen – und da ist es völlig egal, ob dieser andere Mensch ein Polizist, ein Obdachloser, ein Lehrer, ein Mensch mit Behinderung, ein Sanitäter, ein Mensch mit einer anderen Hautfarbe ist oder jemand, den sie nicht mögen.

Das Kind lernt den Respekt von respektvollen Eltern

Das Kind lernt am Vorbild. Sind meine Eltern mir als Kind (!) und anderen gegenüber respektvoll, dann lerne ich, wie ich mich genauso verhalte.

Mangelnde Nähe fördert Respektlosigkeit

Hingegen ist es unglaublich verletzend für mich als Kind, wenn ich nicht respektvoll von meinen nächsten Bezugspersonen behandelt werde. Wenn Nähe und Zuwendung fehlen. Und wenn Grenzen fehlen.

Verletzten ist vor allem wenn die eigenen Eltern oder engsten Bindungspersonene respektlos gegenüber dem Kind auftreten. Sich über das Kind lustig machen. Es anschreien, schneiden, bestrafen oder ihm die kalte Schulter zeigen. Denn das Kind übernimmt die Sichtweise der Eltern auf sich und die Welt.

Deine Sicht wird meine Sicht

Diese äußeren Zuschreibungen der Eltern werden dann zu innern Zuschreibungen des Kindes. In dem Fall zum Beispiel das Muster „ich bin nichts wert“ oder „so respektlos behandelt man andere“. Das respektlose Verhalten im erwachsenen Alter gegenüber beispielsweise sogenannten Respektspersonen wie Polizistinnen, Sanitäter oder Lehrerinnen ist dann vielmehr eine Folge der eigenen Erfahrung von respektlosem Umgang in der Kindheit.

Seminar: auf Augenhöhe mit Kindern kommunizieren

Wenn du lernen möchtest, auf Augenhöhe mit deinem Kind zu kommunizieren, dann ist vielleicht dieses Tagesseminar etwas für dich: Am 25. April bietet ich mit meiner lieben Kollegin Yvonne ein Seminar zum achtsamen Kommunizieren mit Kindern an. Uns geht es vor allem um unsere innere Haltung. Denn die ist die Grundlage, aus der sich unser Verhalten speist. Der Tag wird für dich auch eine kleine Auszeit vom Alltag werden. Uns ist Entschleunigung wichtig. Denn entspannt lernt es sich nun mal viel besser. Und wir wollen, dass ihr etwas lernen könnt – neben dieser inneren Haltung zeigen wir euch eine Methode, die aus der humanistischen Therapie stammt: Dort heißt sie klientenzentrierte Gesprächsführung (nach Carl Rogers). Wir haben sie etwas ergänzt und nennen sie kinderzentrierte Kommunikation.

Erste Infos und die Anmeldung gibt es hier Seminar Kommunizieren mit Kindern.