Buchtipp: Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren

Buchtipp: Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren Rezension

Westliche Wissenschaft meets fernöstliche Weisheit

Neurowissenschaft und Psychologie bestätigen Erkenntnisse aus jahrtausendalter Meditationpraxis und dem Buddhismus. Das ist mein Buch, dachte ich! Doch die Begeisterung blieb beim Lesen erstmal aus – bis ich etwas Wichtiges begriff und lernte das Buch wirklich wertzuschätzen. Doch der Reihe nach.

In „Die Hirnforschugn auf Buddhas Spuren“ beschreibt der britische Wissenschaftsjournalist James Kingsland, wie sich Wissenschaft und Medizin auf der einen Seite und Meditation und Achtsamkeitsübungen auf der anderen Seite annähern.

Vergangenheit und Gegenwart

Den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart schlägt Kingsland dabei in jedem einzelnen Kapitel immer wieder neu: Er beginnt mit einer Geschichte, oft genug aus dem Leben von Siddartha Gautama (Buddha), und führt diesen Aspekt von Meditation in einer verständlichen wissenschaftlichen Erklärung aus.

Viele Kapitel enden darüber hinaus mit einer praktischen Anleitung einer Meditation oder Achtsamkeitsübung. Großartig: Denn so kann die theoretische Erkenntnis sofort in der Praxis erfahren werden!

Die Meditationsforschung

Nebenbei beschreibt Kingsland auch die Geschichte der Meditationsforschung: Von Herbert Benson, der Ende der 60er Jahre als einer der ersten die Wirkung von Meditation erforschte, über Jon Kabat-Zinn, der Ende der 70er Jahre die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) entwickelte, bis hin zur Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) in den 90er Jahren.

Hört sich immer noch alles toll an? Ja, ist es auch. Und dennoch hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Ich kam einfach nicht vorwärts, war mein Gefühl. Ich las ein paar Seiten, dann las ich sie noch einmal. Ich legte das Buch weg, las die gleiche Stelle Tage oder Wochen später ein drittes Mal. Immer wieder fragte ich mich: Wieso komme ich nicht weiter?

Kein Buch zum „Runterlesen“

Die Antwort lieferte mir ein Bekannter: Das Buch ist schlicht weg nicht zum Runtergelesen gedacht. Es ist vielmehr wie ein Nachschlagewerk. Oder ein großes Kompendium. Auch wenn die einzelnen Kapitel überschaubar und gut lesbar erscheinen, so haben es die Informationen dahinter in sich.

Jedes Kapitel ist wie ein langer Artikel in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Voller Informationen und wunderbar geschrieben. Doch mehr als einen auf einmal schaffe ich selten.

Wie ich das Buch lese und schätze

Das Buch ist für mich jetzt ein lockerer Begleiter geworden. Immer mal wieder greife ich nach ihm. Tauche in eine Geschichte und die medizinischen Hintergründe ein. Lass mich von Siddarthas Reise verzaubern, von wissenschaftlichen Erläuterungen erhellen und von den Übungen verführen.

Die Antwort: Das Buch ist ein Schatz, der langsam entdeckt werden will – genau wie Meditation.

Buchcover: Die Hirnforschung auf Buddhas SpurenDie Hirnforschung auf Buddhas Spuren – Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändret

Autor: James Kingsland

331 Seiten, gebunden
BELTZ
ISBN 978-3-407-86444-4
19,95 EUR

Die Buch-Seite des Verlags.

 

 

Info: Der Beltz Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Besprechung überlassen.

Hacks für #fauleEltern

Faule Eltern

Unter dem Hashtag #fauleEltern posten Eltern gerade auf Twitter Tipps & Eingeständnisse, wie sie sich das Leben mit Kindern vereinfachen. Ein Überblick über meine Lieblings-Eltern-Hacks.

Aufgerufen hat zu der ungewöhnlichen wie kreativen Challenge die Twittererin @das_weib. Danke.

Motivation fürs Familienbett

Smartphone als Ausschlaf-Retter (den Hack kenn ich auch ;-))

Gelerntes einfach neu leben

Großzügig sein vermeidet Streit

Tragehilfe

Einfach ehrlich sein

Einfach bügeln sein lassen
(Ach ja: ich bezweifle, dass unsere Kinder wissen, was Bügeln überhaupt ist ;-))

Aus der Not eine Tugend machen: Stillvoll bunt

Tagesmutter

Zum Teufel mit Ernährungspyramiden

Radikal abkürzen und vereinfachen

Geld: Gleich lernen zu vertrauen

So geht intelligentes Aufräumen

Und: Was sind deine #fauleEltern-Hacks? Wie machst du dir das Leben einfach?

Ich finde das eine herrliche Ideenoch mehr Lieblings-Twitter gibt es übrigens drüben bei Béa, die mich erst auf die Idee mit der Übersicht brachte.

Ach ja: Der ein oder die andere fühlte sich tatsächlich auf den Schlips getreten, weil faule Eltern und so. Wie die Initiatorin erklärt hat, ist das alles andere als abwertend gemeint. Da fällt mir ein: Es gibt auch ein passendes Buch zum Thema – Leitfaden für faule Eltern von Tom Hodgkinson, ein bisschen amerikanisch, aber unterhaltsam und an vielen Stellen fürs Umdenken gut.

Bildnachweis: Photo by Hutomo Abrianto on Unsplash

 

 

 

 

Nicola Schmidt (artgerecht): Geschwister als Team

#Eltern-Gedöns Episode #EG043

Nicola Schmidt (Artgerecht): Geschwister als Team

 

Wie wachsen Geschwister zusammen? Nicola Schmidt (Artgerecht Projekt) beschreibt in ihrem Buch „Geschwister als Team“, wie Geschwisterbeziehungen gelingen.

Nicola Schmidt

Nicola Schmidt ist Buchautorin und Gründerin des Artgerecht Projektes. Angefangen hatte alles damit, dass Nicolas erstes Kind etwas früher als erwartet zur Welt kam und ein Großteil der Babyausstattung noch nicht eingekauft war. Nicola improvisierte und merkte, dass sie vieles von dem gar nicht brauchte, was als unabdingbar fürs Kindergroßziehen propagiert wurde.

Bleib im Herzen im Kontakt mit deinem Kind.
Nicola Schmidt

Die Wissenschaftsjournalisten wollte es genauer wissen und forschte nach: In Studien fand sie sich und ihre Art des Umgangs mit dem Baby bestätigt. Sie fing an darüber zu bloggen, die Community wuchs und Nicola rief das Artgerecht Projekt ins Leben, um der Frage nachzugehen: Was ist artgerecht für Babys?

Auf jeden Fall artgerecht für Kinder ist draußen zu sein in der Natur.

Das macht Natur mit Kindern

Die Natur tonisiert Kinder, sag Nicola. Sehr aufgeregte Kinder werden ruhig. Kinder, die starke Gefühle haben, entspannen sich. Kinder, die schüchtern sind, lernen Vertrauen zu anderen und werden mutiger. Deswegen finden die Artgerecht-Camps auch unter freiem Himmel statt – gelebt und geschalten wird in Tippis.

Konflikte sind normal

Ob Geschwister, Freunde oder Eltern Konflikte sind normal, sagt Nicola. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen – oder behindern.

Wie ich die Geschwisterbeziehung zerstören

Es gibt grob gesagt drei Verhaltensweisen von Eltern, die der Geschwisterbeziehung eher schaden:

  • bewerten
  • Detektiv spielen
  • Schiedsrichter sein

Geschwister als Team

Eigentlich ist es einfach: Aufhören zu bewerten, Detektiv zu spielen und Schiedsrichter zu sein. Stattdessen sollten Eltern ihre Kinder spiegeln und ihnen helfen andere Menschen zu verstehen.

Kinder verstehen: Empathie ist zu lernen

Empathie entwickelt sich erst ab dem 3. Lebensjahr. Vorher können Kinder zwar kooperieren, aber Empathie und Gerechtigkeitssinn entwickelt sich erst zwischen drei und sechs. Doch das reicht nicht! Es fehlt noch die Impulskontrolle.

Um Impulse zu kontrollieren das kann locker bis zur Pubertät dauern. Wichtig ist es zu trainieren und üben, meint Nicola.

Dieser Satz verändert alles

Im Podcast verrät dir Nicola eine ganze Menge mehr, unter anderem wieso in ihrer Familie gilt Wer schreit hat recht und außerdem, was du deinem Kind jeden Tag sagen solltest. Denn das ist der eine Satz, der alles verändern kann!

Shownotes

Nicola hat im Podcast das Buch Hilfe, meine Kinder streiten von Adele Faber und Elaine Mazlish erwähnt.

Mehr über Nicola

Nicola hat etliche Bücher geschrieben, die wichtigsten sind wohl Artgerecht – das andere Baby-Buch, Artgerecht – das andere Kleinkinderbuch, Slow Family und Mut: Wie Kinder über sich hinauswachsen– außerdem gibt es sogar einen artgerecht – Der andere Familienkalender.

Du erfährst mehr über Nicola auf nicolaschmidt.de, hier findest du alle Termine über Vorträge. Mehr zum Artgerecht Projekt gibt es auf artgerecht-projekt.de, aktuelles Infos, Anregungen und Termine auf FacebookTwitter, Instagram und YouTube.

 


 

Der Kreis der Väter

Der Spagat zwischen Familie und Beruf verlangt auch Männern einiges ab. Doch wie kann es anders gehen? Dazu fehlt es häufig an Vorbildern und ehrlichem Austausch. Denn wer gibt als Vater schon gerne zu, dass er mit dem Familienleben überfordert ist? Im Kreis der Väter begleiten wir, Christoph Kraus und ich, eine feste Gruppe Väter ein halbes Jahr lang. An sechs Abendseminaren geht es um Fragen wie: Wodurch wird mein Vatersein gespeist, was davon tut mir und meiner Familie gut und was ist eher störend? Und vor allem: Wie kann es anders gehen?

Du willst beim nächsten Kreis der Väter dabei sein? Hier findest du alle Infos, Videos und Audios mit Christoph und mir, und die Online-Anmeldung.

 

Grenzen in der Erziehung: ja oder nein?

#Eltern-Gedöns Episode #EG042

Erziehung: Kindern Grenzen setzen? Ja oder nein? | Eltern-Gedöns-Podcast mit christopher End

Zwischen „Kinder brauchen Grenzen“ und „Kinder brauchen keine Grenzen“ (bis hin zu „Es gibt keine natürlichen Grenzen in der Erziehung“) verläuft der Graben, die Grenze (;-)) in der Debatte um das Leben mit Kindern. Dabei sind Grenzen weder unnatürlich, wie die einen vermuten, noch sind sie starr, wie die anderen annehmen. Grenzen sind Teil des Lebens – und haben als diese überraschende Qualitäten. Eine Einladung zu einem Perspektivwechsel in Sachen Grenzen.

Meine Grenzen

Schon rein biologisch betrachte habe ich unter anderem eine wichtige Grenze: Meine Haut. Sie begrenzt meinen Körper. An ihr spüre ich mich – und das Außen.

Unsere Vorstellung von Grenzen

Viele assoziieren mit Grenzen eine Härte und eine Undurchlässigkeit. Wenn wir an Grenzen denken, kommen uns häufig nationalstaatliche Grenzen in den Sinn. Doch selbst die Grenze zwischen der BRD und DDR war – trotz aller Sicherungsmaßnahmen – nie hundertprozentig dicht – geschweige denn, dass sie für alle Zeiten Bestand hatte (zum Glück …).

Grenzen in der Natur

Grenzen in der Natur sind aber anders. Zum Beispiel bei Landschaften: Der Übergang von Wald zum Feld ist nicht mit einem Lineal gezogen, der Waldrand ist eher unscharf und er ist durchlässig.  (Übrigens: Grenzen von Herrschaftsgebieten folgten früher häufig Landschaften und Landschaftsmerkmalen – also dem Wald, dem Fluss etc.). Außerdem sind natürliche Grenzen in Bewegung – sie sind flexibel, verändern sich.

Grunderfahrungen des Embryos

Die beiden Grunderfahrungen, die uns Menschen als Embryo prägen und bis heute begleiten, seien Verbindung und Wachstum – so habe ich das mal bei Gerhard Hüther gehört. Im Bauch der Mutter ist das Kind immer verbunden und wächst gleichzeitig seinem eigenen Impuls folgend. Dabei ist es auch von der Fruchtblase, vom Bauch der Mutter begrenzt. Eine Grenze, die das Kind hält.

Grenzen sind anders, sind wichtig

Grenzen in der Natur sind durchlässig und flexibel – und manchmal sogar unscharf. Grenzen sind Teil unserer Erfahrung und Teil unseres Menschseins.

Wie wir damit konkret umgehen im Leben mit Kindern, in einer der nächsten Folgen.

Die Reihe zu Grenzen setzen

Die zweite Folge dieser Reihe heißt Grenzen setzen und das innere Kind.

 


 

Der Kreis der Väter

Der Spagat zwischen Familie und Beruf verlangt auch Männern einiges ab. Doch wie kann es anders gehen? Dazu fehlt es häufig an Vorbildern und ehrlichem Austausch. Denn wer gibt als Vater schon gerne zu, dass er mit dem Familienleben überfordert ist? Im Kreis der Väter begleiten wir, Christoph Kraus und ich, eine feste Gruppe Väter ein halbes Jahr lang. An sechs Abendseminaren geht es um Fragen wie: Wodurch wird mein Vatersein gespeist, was davon tut mir und meiner Familie gut und was ist eher störend? Und vor allem: Wie kann es anders gehen?

Du willst beim nächsten Kreis der Väter dabei sein? Hier findest du alle Infos, Videos und Audios mit Christoph und mir, und die Online-Anmeldung.

 

Hörerfrage: Mein Sohn (3) beschimpft mich übelst

#Eltern-Gedöns Episode #040

Schimpfen und Schreien in der Trotzphase | Podcast Eltern-Gedöns

Ein Vater weiß nicht weiter: Plötzlich fängt der bis dahin so liebevolle 3-Jährige an zu schimpfen und zu schreien – und das mit Einschlafen klappt auch nicht mehr. Dabei ist die Mutter auch nicht mehr so belastbar, schließlich ist sie im achten Monat schwanger. Meine Antwort auf diese Hörerfrage.

Folgende Mail eines besorgten Vaters erreichte mich letztens:

Lieber Christopher!

Ich werde bald glücklicher Vater von zwei Kindern sein. Prinzipiell läuft alles sehr gut, aber unser Sohn (3Jahre alt) ist im Moment schwer zu bändigen.

Wenn er etwas nicht schafft, schreit er und schimpft. Leider hat er übelste Schimpfworte – unflätigen Ausdrücke wie „Arschloch“ und „Scheiße – aufgeschnappt, die er nun regelmäßig verwendet. Er schreit und tobt, es hilft kein Ignorieren, noch ein Loben des richtigen Verhaltens. Er beschimpft mich, seine Mutter (meine Frau) und ist trotz alledem von seinem Grundwesen ein liebevolles Kind. Leider werden seine Anfälle oder Ausbrüche in den letzten drei Wochen schlimmer. Meine Frau ist im achten Monat schwanger und auch nicht mehr so belastbar …

Die Aussage, dass die Mutter im achten Monat schwanger ist, also die Geburt eines Geschwisters unmittelbar bevorsteht, finde ich hoch interessant. Sie gibt einen Hinweis, weshalb der Junge so „außer Rand und Band“ erscheint.

Veränderung kann Angst machen

Ein neues Kind bedeutet eine unglaubliche Veränderung für ein Familiensystem. Und die Kleinsten heißen diese Veränderung nicht automatisch gut. Oder nicht überwiegend gut. Sie spüren diese nahende Veränderung deutlich und im achten Monat der Schwangerschaft ist sie auch für jeden sichtbar.

Überfordert von Gefühlen

Selbst wenn sich ein Kind über ein Geschwisterchen freuen sollte, herrschen neben der Freude häufig noch andere Gefühle wie Angst oder Unsicherheit oder Wut vor. Solche starken Gefühle oder sogar ein  Mischmasch an starken Gefühlen kann ein Kind in diesem Alter in der Regel noch nicht regulieren.

Die Gefühlsregungen platzen dann regelrecht aus dem Kind heraus. Das Kind beginnt gerade erst zu lernen Gefühle zu regulieren.

 

Das Kind kann gar nicht anders als „auszurasten“.

Der erste Schritt ist also die Erkenntnis: Das Kind kann nicht anders! Es tut diese Dinge nicht absichtlich. Das Kind ist vielmehr überfordert. Und wenn Menschen überfordert sind, und das gilt umso mehr für sehr kleine Menschen, dann brauchen sie Unterstützung! Im Falle von unseren Kindern ist das unsere Unterstützung als Eltern.

Das brauchen Kinder jetzt!

Der zweite Schritt ist das Kind mit seinen Gefühlen und seinem Ausdruck anzunehmen. Der dritte Schritt ist das Kind mit seinen Gefühlen und seinem Ausdruck zu halten. Dann bekommt das Kind das Gefühl gehalten zu sein.

Mehr und ausführlicher dazu im Podcast.

Shownotes: Links und Hinweis

In der letzten Folge ging es  bereits um Geschwister: Nadine Hilmar, Autorin des Geschwisterbuches „Hand in Hand“, erklärt im Eltern-Gedöns-Interview ausführlich, wie das mit dem Leben mit mehreren Kindern geht.

Ausführlicher hatte ich auch schon vor geraumer Zeit hier über die Trotz- oder Autonomiephase geschrieben und in dieser Eltern-Gedöns-Folge habe ich darüber gesprochen, was du mit einem wütenden Kind tun kannst.

PS: Das Wort Regression gibt es übrigens nicht als Verb „regressieren“, wie ich es im Podcast verwendet habe. Asche über mein Haupt. (Regression bedeutet das Zurückfallen in kindliche Verhaltensmuster oder Verhaltensmuster einer früheren Entwicklungsstufe.)

 


 

Der Kreis der Väter

Der Spagat zwischen Familie und Beruf verlangt auch Männern einiges ab. Doch wie kann es anders gehen? Dazu fehlt es häufig an Vorbildern und ehrlichem Austausch. Denn wer gibt als Vater schon gerne zu, dass er mit dem Familienleben überfordert ist? Im Kreis der Väter begleiten wir, Christoph Kraus und ich, eine feste Gruppe Väter ein halbes Jahr lang. An sechs Abendseminaren geht es um Fragen wie: Wodurch wird mein Vatersein gespeist, was davon tut mir und meiner Familie gut und was ist eher störend? Und vor allem: Wie kann es anders gehen?

Du willst beim nächsten Kreis der Väter dabei sein? Hier findest du alle Infos, Videos und Audios mit Christoph und mir, und die Online-Anmeldung.

Nadine Hilmar: Geschwister

#Eltern-Gedöns Episode #039

Nadine Hilmar: Geschwisterliebe | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

 

Geschwister – kaum jemand ist uns so nahe, kennt uns so gut. Doch das ist keine Garantie für Harmonie, ganz im Gegenteil. Wie es sich mit Geschwistern lebt, erklärt Nadine Hilmar in diesem Interview.  Im Interview verrät Nadine Hilmar (Autorin des Buches „Hand in Hand“), wie Eltern das Leben mit Geschwisterkindern gestalten können, wie sie Geschwisterkinder unterstützen können – und was tun beim Geschwisterstreit.

Nadine Hilmar

Nadine ist Buchautorin, Bloggerin und Mutter von drei Kindern – seit neun (!) Jahren schreibt sie auf ihren Blog buntraum.at über Familienthemen, über entschleunigtes und achtsames Wachsen miteinander und aneinander. Ihr Buch Hand in Hand. Wie Geschwisterliebe wachsen kann ist Ende 2018 in der zweiten Auflage erschienen.

Gar nicht viel tun, mehr sein lassen.

Nadine Hilmar

Was tun bei Geschwisterstreit?

Nadine hat eine ganze Reihe von Ansätzen, die vor allem eins gemeinsam haben: Entschleunigen und verbinden. Wenn zwei (oder mehr sich streiten) geht Nadine wie folgt vor:

  1. Beobachten
  2. Zeit lassen
  3. Nichts erwarten
  4. Spiegeln
  5. Lösungen suchen lassen – oder vorschlagen

Geschwistersein fängt an, bevor das Geschwister da ist

Es gibt Kinder, die freuen sich auf die kleine Schwester oder den kleinen Bruder, und es gibt Kinder, andere sind nicht so euphorisch. Nadine empfiehlt genau auf das eigene Kind zu schauen: Was macht die Schwangerschaft der Mutter mit ihm? Was braucht das Kind jetzt?

Wenn das Geschwisterlichen da ist

In die erste Begegnung mit dem neuen Familienmitglied sollten Eltern nicht zu viel hineininterpretieren, meint Nadine. So etwas sei schlicht und einfach oft überwältigend. Die Freude kleiner Kinder richte sich dann häufig nur auf das Wiedersehen mit der Mama. Auch hier: Gut auf das Kind schauen und Geduld haben.

Das und viel mehr im ausführlichen Interview in dieser Episode.

Mehr über Nadine

Nadine bloggt unter buntraum.at, dort findest du auch ihr Geschwister-Buch „Hand in Hand“ und ihre Online-Kurs. Ansonsten ist sie auf Facebook aktiv.

 


 

Der Kreis der Väter

Der Spagat zwischen Familie und Beruf verlangt auch Männern einiges ab. Doch wie kann es anders gehen? Dazu fehlt es häufig an Vorbildern und ehrlichem Austausch. Denn wer gibt als Vater schon gerne zu, dass er mit dem Familienleben überfordert ist? Im Kreis der Väter begleiten wir, Christoph Kraus und ich, eine feste Gruppe Väter ein halbes Jahr lang. An sechs Abendseminaren geht es um Fragen wie: Wodurch wird mein Vatersein gespeist, was davon tut mir und meiner Familie gut und was ist eher störend? Und vor allem: Wie kann es anders gehen?

Du willst beim nächsten Kreis der Väter dabei sein? Hier findest du alle Infos, Videos und Audios mit Christoph und mir, und die Online-Anmeldung.

 

Für Weihnachtswichtel: Zutritt verboten

#Eltern-Gedöns Episode #036

Hörbuch: Für Frohe Weihnachten | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End Weihnachtswichtel verboten | Eine Geschichte geschrieben und gesprochen von Christopher End

Seit drei Jahren schreibe ich zu Weihnachten eine Geschichte um den tollpatschigen Weihnachtswichtel Ribbelwitsch. So auch in diesem Jahr. Die Geschichte lese ich im Podcast – und du kannst sie hier als Audio-Datei runterladen.

Diesmal hat der Weihnachtswichtel Ribbelwitsch eine Verabredung und die hat es in sich. Denn sie ist streng verboten. Strengstens verboten. Sogar allerstrengstens verboten! Wenn das mal nicht schief geht so kurz vor Weihnachten …

Ribbelwitsch, der Weihnachtswichtel

Ribbelwitsch war ein Weihnachtswichtel und er liebte seine Aufgabe. Wie jeder weiß sind Weihnachtswichtel die Helfer des Weihnachtsmannes. Sie kommen zu den Familien ins Haus und segnen den Weihnachtsbaum – und verteilen die Geschenke.

Die bisherigen Abenteuer von Ribbelwitsch

Vor Jahren war Ribbelwitsch dabei ein großes Unglück widerfahren (Das kannst du in der ersten Geschichte Das Unglück am Weihnachtsabend hören). Denn der Wichtel war leider etwas tollpatschig. Nun, die meisten Wichtel würden soweit gehen zu sagen, dass Ribbelwitsch der tollpatschigste Wichtel war, den es je gegeben hätte.

Ein Weihnachtswichtel im Sommerurlaub

Leider haben Weihnachtswichtel nur an Weihnachten wirklich etwas zu tun, weswegen Ribbelwitsch einmal beschloss in den Urlaub zu fahren – na ja, was dabei rausgekommen ist, kannst du dir sicherlich denken. Wenn nicht, dann hör dir doch einfach die Geschichte Ein Weihnachtswichtel im Sommerurlaub dazu an.

Ein ungebetener Gast am Weihnachtsabend

Letztes Jahr wollte der kleine Wichtel endlich alles richtig machen – schließlich stand nach dem Unglück am Weihnachtsabend seine Karriere als Weihnachtswichtel auf der Kippe. Es wäre sicherlich auch alles gut gegangen dieses Mal, wenn nicht, ja wenn nicht ein ungebetener Gast am Weihnachtsabend aufgetaucht wäre.

Das Hörbuch als Audio-Datei runterladen

Du brauchst eine halbe Stunde Auszeit für die letzten Weihnachtsvorbereitungen? Vielleicht ist die Audio-Datei mit dem diesjährigen Abenteuer des Weihnachtswichtel Ribbelwitsch deine Rettung 😉
Wie dem auch sei, hier kannst du dir die MP3-Datei zum Hörbuch Für Weihnachtswichtel: Zutritt verboten runterladen

Newsletter für Eltern

Wenn ich dir Bescheid sagen soll, wenn neue Geschichten von Ribbelwitsch und neue Podcast-Folgen von Eltern-Gedöns erscheinen, dann trag dich hier in den Newsletter ein.

 

Daniela Heiser: Hochbegabte Kinder und ihre Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #029

Daniela Heiser: Hochbegabung | Eltern-Gedöns-Podcast

Daniela Heiser ist Fachfrau für Hochbegabung – im Podcast-Interview verrät sie 8 Merkmale, die auf Hochbegabung hinweisen können. Außerdem erklärt sie, wieso die Hochbegabung so eine Herausforderung ist und wie Eltern ihre Kindern am besten unterstützen.

Daniela Heiser

Daniela ist Erzieherin, Fachwirtin für Organisation und Führung/Sozialwesen, Begabungspädagogin und vieles mehr. Vor allem ist sie Expertin für Hochbegabung. Sie berät Eltern zum Thema Hochbegabung und begleitet sie bei den Herausforderungen, die ein hochbetagtes Kind mit sich bringt.

Hochbegabung: häufig anders als gedacht

Hochbegabte Kinder ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit guten oder gar sehr guten Noten. Häufig ecken hochbegabte Kinder viel mehr an oder stechen heraus und das sorgt nicht selten für Ärger. So weigern sich viele Kinder schlichtweg in der Kindertagesstätte zu malen. Der Grund: Ihr hoher Perfektionismus hält sie davon ab.

Die Fünfjährige sieht zum Beispiel den Baum mit den Augen eines Siebenjährigen – weiß aber gleichzeitig, dass sie (noch) nicht die zeichnerischen Fähigkeiten hat,  den Baum so auf das Blatt zu bringen. Die Folge: Dann lässt sie es lieber ganz bleiben.

ADHS oder hochbegabt?

Wenn Kinder also anecken oder sich schwer tun am Kindergarten- oder Schulablauf teilzuhaben, wie das von ihnen erwartet wird, kann dahinter auch eine Hochbegabung stecken.

8 Merkmale für Hochbegabung

Daniela beschreibt im Podcast-Interview ausführlich Merkmale, die auf eine Hochbegabung hinweisen können – diese Merkmale müssen nicht alle gleichzeitig auftreten. Und: Sie ersetzen nicht den IQ-Test, der zum Beispiel von einem Psychologen durchgeführt wird.

  1. gute Merkfähigkeit
  2. lernt selbständig
  3. frühe Zuwendung zu Wissen wie z.B. Zahlen
  4. logische und analytisches Denken
  5. empathiefähig
  6. früher Spracherwerb (schnell flüssiges Sprechen, extreme Ausdrucksfähigkeit etc.)
  7. Perfektionismus
  8. großes Autonomiebestreben

So erreichst du Daniela

Du findest Daniela und ihre Angebot im Netz auf ihrer Webseite
danielaheiser.de – unter anderem mit Blog und Online-Kursen. Oder du folgst Daniela auf Ihrer Facebook-Seite „Konezpte für Begabte“.

Webinar zur Hochbegabung

Daniela bietet ein Webinar für Eltern, Erzieher und Lehrer an. Darin geht es darum, welche Auffälligkeiten, Merkmale und Besonderheiten hochbegabte oder unterforderte Kinder mit sich bringen. Du kannst dich zum Webinar hier anmelden.

 

Eine Übung im Zuhören – für uns Eltern

#Eltern-Gedöns Episode #028

Übung im Zuhörern für Eltern – eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Wenn wir einfach nur zuhören, ohne zu kommentieren, ohne zu antworten, ohne in die Wertung zu gehen, dann verändert das etwas. In dieser kleinen einfachen Übung kannst du etwas über dich und dein Kind herausfinden. Wie du Zuhören neu erfahren kannst, was Zuhören für dich bedeutet und was es mit deinem Kind macht.

Einfach zuzuhören, Zeuge sein dessen, was dein Kind sagt, einfach dazusein für dein Kind – dazu lade ich dich in dieser Übung ein. Wenn du zuhörst, dann hat das eine Wirkung auf dein Kind (und jeden anderen Menschen): Es fühlt sich gehört und gesehen – und es fühlt sich so angenommen.

Zuhör-Übung: Und so geht’s

Nimm diese Übung als Einladung, als spielerischen Versuch etwas über dich und dein Kind herauszufinden. Dazu gehst du wie folgt vor:

  1. Nimm dir Zeit: Oft passt der Wunsch des Kindes sich mitzuteilen und die Bereitschaft der Eltern zuzuhören zeitlich nicht übereinander. Deswegen: Plane diese Woche Zeit ein, deinem Kind zuzuhören. Hilfreich ist dir zu überlegen, wann dein Kind gerne erzählt. Unseres kommt liebend gerne eine Stunde nach dem Schlafengehen, wenn wir gerade irgendetwas nicht-kind-gerechtes wie Game of Thrones gucken 😉
  2.  Höre mit dem Herzen zu: Es hilft wirklich dir bildlich vorzustellen, dass du mit deinem Herzen zuhörst.
  3. Verzichte auf Kommentare – sowohl laute als auch leise. Leider neigt unser Verstand dazu alles und jedes zu kommentieren. Lass die Kommentare innerlich an dir vorbeiziehen …
  4. Nimm auf: Höre einfach, was gesagt wird. Es braucht nicht mehr.
  5. Beobachte dich: Was macht es mit dir, wenn ein Impuls aufsteigt etwas zu kommentieren, eine Frage zu beantworten, zu trösten oder sonstige etwas zu machen? Wieso tust du das und welche Funktion hat das für dich?
  6. Wenn Fragen kommen: Falls dich dein Kind etwas fragt, dann prüf das. Nimm dir einen Moment Zeit: Braucht diese Frage eine Antwort? Oder könnte das Kind sie selbst finden? Sollt dich dein Kind fragen, ob du überhaupt zuhörst, dann  sag ihm die Wahrheit, dass du gerade übst noch besser zuzuhören.

Und: Wie war es?

Jetzt bin ich gespannt, wie die Übung für dich war? Schreib mir doch an info@christohper-end.de oder gleich hier in die Kommentare. Ich höre dir gerne zu.

 

Erholung statt Familienstress im Urlaub

Strandbild mit Sonnenschirmen. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln
Ferienzeit = Familienzeit = Familienstreit? Wir sehnen uns oft ein ganze Jahr danach endlich in den Urlaub zu fahren, nur um dann festzustellen, dass am Urlaubsort der Streit bereits auf uns wartet. Woran liegt das – und viel wichtiger: Wie geht es anders?

Die Gründe für den Familienstreit im Urlaub sind vielfältig, ganz grundlegend würde ich sagen: Wer den Stress miteinpackt, darf sich nicht wundern, wenn er ihn am Urlaubsort wieder auspackt. Das heißt Familien, die eh schon dauergestresst sind, laufen eher Gefahr, dass auch im Urlaub Stress und Streit sie begleitet. Das soll keine Vorwurf sein, ich habe wirklich viel Mitgefühl mit Familien – denn die haben heutzutage einfach viel zu schultern …

Viele Gründe für Stress im Urlaub …

Gerade wenn der berufliche und familiäre Alltag stressig ist, sehnen wir uns nach Erholung. Dann sparen wir uns quasi unser Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Harmonie für den Urlaub auf. Nach dem Motto: Jetzt beiße ich die Zähen zusammen– bald kann ich entspannen. Das kreiert jedoch zwei Probleme: Zum einen ändern wir nichts am grundlegenden Stressmodell, was uns langfristig schaden kann, und zum anderen bauen wir so hohe Erwartungen auf, die uns kurzfristig den Urlaub versauen können.

Hotelpool. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln

Auf der Hotel-Webseite sieht alles so friedlich und harmonisch aus – die eigene Familie kann den Streit selbst ins Urlaubs-Paradies tragen 😉

Hohe Erwartungen

In den hohen Erwartungen, dass im Urlaub alles anders wird, liegt eine Gefahr: Wenn wir als Eltern nicht etwas anders machen, kann uns das Ganze um die Ohren fliegen – der angestaute Stress plus die Erwartungen. Kinder können sehr sensible auf Erwartungen reagieren. Dass sie so sein sollen und nicht so, wie sie gerade sind, bedeutet für sie nämlich Stress und schon fliegen die Fetzen …

Das Gleiche machen oder zu viel …

Wer ein durchgetaktes Leben führt und diese hohe Schlagzahl mit in den Urlaub nimmt, darf sich nicht wundern, wenn die Erholung ausbleibt. Wir Menschen regenerieren jeden Tag im Schlaf, im Nichtstun. Genauso brauchen wir auch im Jahresrhythmus das Nichtstun. Deswegen plädiere ich für Pause machen– das heißt nicht, dass ich unbedingt den ganzen Tag verschlafen muss (auch wenn das für den ein oder anderen wirklich angebracht ist). Pause machen heißt, etwas anders zu machen. Das bisherige Tun zu unterbrechen.

Zeit für ungeklärte Konflikte und Gefühle

Doch selbst wenn es mir gelingt, den Urlaub nicht zu überfrachten und als Pause einzurichten, knallt es in manchen Familien. Manchmal liegt das schlicht daran, dass jetzt Zeit für alles das ist, für das bisher keine Zeit war. Das können leider auch ungeklärte Konflikte oder angestaute Gefühle sein. Manchmal fällt von uns schlicht die Last des Alltags ab. Das kann uns erschöpfen. So wie manche am Samstag Kopfschmerzen bekommen oder erst in den Ferien krank werden. Bis dahin hatten wir uns ja zusammengerissen …

Wenn das Zusammensein ungewohnt ist …

In Familien, in denen sehr viel gearbeitet wird und Kinder und Eltern sich nur selten sehen, kann noch eine andere Herausforderung dazu kommen: Die Familie ist es unter Umständen gar nicht gewohnt so viel Zeit miteinander zu verbringen. Je dichter dieses Zusammensein im Urlaub jetzt wird – und auch noch harmonisch und erholsam verlaufen soll, desto eher knallt es. Was tun?

 

3 Lösungsansätze für harmonische Urlaube

Die Lösungen klangen natürlich ein stückweit schon in der Beschreibung der Ursachen an. Ich empfehle im Wesentlichen drei Ansätze:

  1. Etwas anders machen
  2. Weniger machen
  3. Für jeden sorgen

Anders machen

Der große Paul Watzlawick sagte schon, dass „mehr desselben“ das Problem zementiert statt zu lösen. Wer dazu neigt, viel zu machen, zu organisieren und zu erreichen, könnte vielleicht mal probieren dieses Tun loszulassen. Am Beispiel eines Besuchs in Paris könnte das heißen, statt möglichst viele „wichtige“ Sehenswürdigkeiten wie den Eifelturm oder den Louvre abzuhaken, sich einfach mal treiben zu lassen: An der Seine spazieren gehen und sich spontan in ein Café setzen.

Stein am Strand. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln

Sich in der Betrachtung eines Steines am Strandes zu versenken, kann unglaublich entspannend sein – vorausgesetzt wir stellen vorher die richtigen Weichen …

Wenn weniger mehr ist

Oder direkt auf den Abstecher in die große Stadt verzichten und lieber einen Tag mehr am Strand verbringen. Die Zahl der Ausflüge reduzieren. Sich mehr Zeit lassenfür ganz grundlegende Dinge wie Einkaufen, Kochen und gemeinsam Essen.

Der Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres sein – eigentlich. Nicht selten gibt es jedoch Zoff.

Es ist oben schon mal angeklungen, aber ich betone es hier nochmal: Weniger Erwartungen bedeuten häufig auch mehr Harmonie. Dazu kann es tatsächlich hilfreich sein, sich erst einmal von der Vorstellung eines harmonischen Urlaubs zu verabschieden. Hört sich paradox an. Also den Streit miteinzukalkulieren. Wenn nämlich gestritten werden darf, entspannt das gerade Kinder. Denn jetzt müssen sie gar nicht „lieb“ sein. Und entspannte Kinder fördern die Harmonie ungemein …

Für jeden sorgen

Gerade bei Familien ist es hilfreich, wenn die Bedürfnisse von allen erfüllt werden: Weder dient es der Harmonie, wenn die Eltern ihr Programm durchziehen und die Kinder gegen ihren Willen mitschleifen. Noch können die Eltern entspannen, wenn sich alles nur um die Wünsche der Kinder dreht. Ich finde es wichtig und richtig, wenn für jeden etwas dabei ist: Mama wünscht sich einen Museumsbesuch? Papa einen Vormittag im Liegestuhl? Die Tochter einen Tag planschen im See? Wie kann für alle gesorgt werden?

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen, entspannten Urlaub – mit nicht zu viel Harmonie ;-)!

 

PS: Die Bilder sind 2016 auf Kreta entstanden – traumhafter Ort.

 

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