Was tun: Unser Kind geht in die Welt – und leidet

#Eltern-Gedöns Episode #EG057

Wenn unser Kind in den Kindergarten oder die Schule geht, nimmt unser Einfluß ab. Was tun, wenn es unserem Kind dort nicht gut geht?

Das Loslassen ist ein Riesenschritt – vor allem für uns Eltern. Und die Kinder gehen schneller in die Welt, als uns manchmal lieb ist: Sie kommen zur Tagesmutter oder früh in die Kita und irgendwann in die Schule.

Loslassen und Vertrauen

Unser Einfluß dort draußen auf unsere Kinder ist begrenzt und plötzlich nur noch mittelbar. Wir erreichen sie nicht mehr direkt. Das erfordert von uns viel Vertrauen. Vertrauen in die anderen Menschen. Vertrauen in unser Kind.

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr

Das ist die eine Seite, das Loslassen und Vertrauen – und das kann schon herausfordernd sein. Doch es gibt auch noch eine andere Seite.

Wenn unser Kind nicht zurecht kommt …

Was wenn wir das Gefühl haben, unser Kind kommt da draußen nicht zurecht? Wenn wir spüren, dass es leidet? Was dann?

Ich finde das einen schwierigen Punkt zu schreiben oder zu sagen, was richtig ist.

Denn manchmal ist es angebracht, dass wir uns einmischen, dass wir uns schützend vor unser Kind stellen. Manchmal ist es aber auch angebracht, dass wir unserem Kind den Rücken stärken.

Wann was angemessen ist, muss und kann nur jeder selbst herausfinden.

Die drei Angelegenheiten nach Byron Katie

Mir hilft dabei manchmal das Konzept der drei Angelegenheiten nach Byron Katie. Sie unterscheidet in folgende Angelegenheiten:

  1. Meine Angelegenheiten
  2. Die Angelegenheit der anderen
  3. Die Angelegenheiten Gottes

Die drei Angelegenheiten sind wie ein Prüfinstrument. Wie ein Sieb, durch das ich alles schütten kann, was mich bewegt oder ärgert. Wenn ich mich nämlich auf die Dinge konzentriere, die meine Angelegenheiten sind, dann komme ich zu den Dingen, die ich auch selber kontrollieren kann.

Ich ärgere mich zum Beispiel häufig im Straßenverkehr über andere Verkehrsteilnehmer – doch deren Verhalten ist etwas, das ich nicht ändern kann. Ihr Verhalten ist nicht meine Angelegenheit. (Außer ich wäre Polizist oder beim Ordnungsamt ;-)). Meine Angelegenheit ist nur mein Umgang damit. Also wie ich reagiere, wenn jemand auf dem Radweg parkt oder bei Rot über die Ampel fährt.

In der Podcast-Folge erkläre ich das noch mal an dem Beispiel einer Mutter, deren Kind in der Schule eine schwere Zeit hat, da ein anderes Kind dort die Mitschülerinnen und Mitschüler ärgert und drangsaliert.

 


Der Kreis der Väter

Wir, Christoph und Christopher, sehen unser Vatersein als Weg an. Ein Weg, der sich entwickelt und auf dem wir laufend lernen. Wir lassen uns dabei von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl leiten. Wir erleben, wie so Bindung und Nähe zu unseren Kinder entsteht. Und wir sehen, wie das unsere Beziehung und Partnerschaft nährt.

In dieser Gesellschaft fehlt oft der Platz für einen solchen Austausch – so wie es in den alten Kulturen noch gab. Wir wollen so einen Ort für euch kreieren.

Alle Infos zum Kreis der Väter und zur Online-Anmeldung. 

 

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