Schulwechsel: Gymnasium.

Schulwechsel: Was Kinder jetzt brauchen

#Eltern-Gedöns Episode #EG073

Schulwechsel: Gymnasium.

Der Wechsel in eine weiterführende Schule ist eine Herausforderung für Kinder und Eltern. Was dein Kind herausfordert und wie du es dabei unterstützen kannst.

[Hörerfrage] Eine Hörerin schrieb mir letzte Woche, ob ihr Kind ein Entspannungskurs machen sollte – nach den ersten Tage am Gymnasium war der Junge sichtlich gestresst. Diese Frage hat mich inspiriert dazu diese Folge einzusprechen. 

Endlich zu den Großen zählen! Ja, viele Kinder freuen sich darauf, wenn sie die Schule wechseln. Jetzt haben sie die Grundschule hinter sich. Da macht sich oft ein Stück Aufbruch bemerkbar – zumindest vor den Ferien. Denn beim ersten Tag an der neuen Schule sieht manchmal schon alles ganz anders aus.

Wenn dann das Kind sichtbar unter dem Druck des Neuen leidet, überlegen manche Eltern, wie sie ihrem Kind helfen können. Nachhilfeunterricht oder die Konzentration üben oder Entspannung lernen?

Die inhaltlichen Anforderungen sind das eine, das andere sind die sozialen Herausforderungen. Wir Erwachsenen vergessen oft, dass diese soziale Lernen mindestens genauso anstrengend ist, wenn nicht sogar noch anstrengender.

Die neue Schule

Die Anforderungen an der neuen Schule sind vielleicht viel höher. Auf jeden Fall gibt es neue Mitschülerinnen und Mitschüler. Die neue Klasse muss sich erst finden – und das braucht Zeit. Aber nicht nur in der neuen Klasse müssen die Kinder jetzt sich zurechtfinden – nein, es gibt einen komplett neuen Kosmos an Schülerinnen und Schüler.

Der Wandel: Vom Größten zum Kleinsten

Wichtig ist auch zu verstehen: Bis vor den Ferien zählte unser Kind noch zu den Großen auf dem Schulhof. Jetzt hat sich das völlig gewandelt. Die 5-Klässler wirken winzig im Vergleich zu den 16- bis 18-Jährigen der oberen Stufen.

Viele Kinder sind zudem schlicht nicht gewohnt mit Jugendlichen umzugehen. In ihrem Freundeskreis und in der Grundschule kamen diese bisher nicht vor. An der weiterführenden Schule treffen Kinder und Jugendliche nun aufeinander.

Natürlich gibt es viele Kinder, denen das alles nichts ausmacht. Die sich vielmehr spielend in dem neuen Kosmos zurecht finden. Doch vielen anderen fällt das nicht so leicht. Ich glaube sogar: Es ist normal, wenn wir Zeit brauchen uns an eine neue Situation anzupassen.

Ein neuer Kosmos tut sich auf

Das ist noch nicht alles: Es gibt neue Räume, Strukturen, Fächer und Lehrerinnen und Lehrer. Die Anzahl der Fächer und damit der Bezugspersonen hat sich erhöht, meist auch die Stundenzahl.

Wie unterstütze ich mein Kind?

Schulwechsel fordert Kinder heraus. Was sie jetzt von ihren Eltern brauchen, ist Verständnis, Geduld und Halt. Verständnis, dass Veränderungen Zeit brauchen. Auch wir ach so Erwachsenen brauchen Zeit, bis wir uns in einer neuen Arbeitsstelle eingelebt haben.

Aus diesem Verständnis heraus kann Geduld erwachsen. Geduld, die wir brauchen, wenn unser Kind plötzlich schlecht gelaunt ist oder sich mit uns streitet. Vielleicht reißt sich das Kind in der Schule, in der Klasse, im Unterricht zusammen. Aber diese Anspannung braucht ein Ventil.

Wie lange dauert es denn?

Bis zu den Herbstferien würde ich meinem Kind auf jeden Fall Zeit geben, sich  an der neuen Schule zurecht zu finden. Häufig brauchen Kinder aber auch bis zu den Weihnachtsferien, um anzukommen. Und manchmal dauert es auch bis Ostern, bis neue Bekanntschaften entstanden sind (von Freundschaft will ich gar nicht erst reden).

Was hilft gegen die Anspannung?

Bevor ich zu einer Entspannungsmethode rate, würde ich es mit etwas klassischem Sport versuchen – einem Ball hinterherzujagen kann wundervoll entspannend sein. Hilfreich sind auch Angebote wie Pfadfinder, die gerade keinen Wettkampfcharakter haben. Hier geht es dann einfach darum, gemeinsam mit der Gruppe etwas Tolles zu erleben oder auf die Beine zu stellen.

Wie sieht es bei euch aus?

Und: Wie ist es deinem Kind an der neuen Schule ergangen? Schreib mir gerne in die Kommentare, wie es dir und deinem Kind nach dem Schulwechsel ergangen ist.

 


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