• Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Rss dieser Seite
Kostenloser Orientierungs-Call
Eltern-Coach Christopher End
  • Wut
    • Kostenloses Orientierungsgespräch
    • 12 Wochen Programm: Wutanfälle gelassen begleiten [Jetzt einsteigen]
    • Das Wut-E-Book (kostenlos)
    • Buch „UPS, ich bin wütend“
  • Bücher
    • UPS, ich bin wütend
    • Lily & Tom-Reihe: Meditieren mit Kindern
    • Elternsein als Weg – Das Buch
    • Weihnachtswichtel E-Book & Hörbuch
    • Das Wut-E-Book (kostenlos)
  • Kurse
    • Wut: Kostenloses Orientierungsgespräch
    • Wutanfälle gelassen begleiten – 12-Wochen-Programm [jetzt einsteigen]
    • Termine
  • Podcast
    • Die Folgen
    • Sponsoring
  • Kostenlos
    • Das Wut-E-Book
    • Podcast
    • Newsletter
  • Über mich
    • Über
    • Vorträge, Workshops & Webinare
    • Presse
    • Newsletter
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Gastbeitrag: Wie Familienkonferenzen helfen, dass unsere Kinder kooperieren!

September 28, 2017/in Eltern, Kommunikation/von Annamaria Fisler

Zeichnung einer Familie. Text: Familienkonferenz

Gastbeitrag von Annamaria Fisler

Die Familienkonferenz, auch Familienrat genannt, ist eine Möglichkeit, die Kooperationsbereitschaft in der Familie zu fördern. Sie hilft der Familie, über Gefühle zu sprechen, diese mitzuteilen, sich als Team zu fühlen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich gemeinsam auf den Lösungsweg zu begeben. Familienkonferenzen sind für alle Arten von Familien geeignet.

Vielleicht fragen Sie sich, ob eine Familienkonferenz helfen kann, unsere Kinder zur Kooperation zu bringen? Ich kann Sie nur dazu ermutigen, sich auf dieses Experiment einzulassen und sich gemeinsam mit Ihren Kindern auf diesen Weg zu begeben. Sie werden erstaunt sein, wie kooperationsfähig Ihre Kinder sein können.

Die Wirkung einer Familienkonferenz

Die Familienkonferenz bietet einen Rahmen, in dem die Kinder (an-)gehört werden.

Die Familienkonferenz …

  • … gibt jedem die Möglichkeit, über Gefühle zu sprechen und mitzuteilen
  • … gibt der Familie die Möglichkeit, sich als ein Team zu fühlen
  • … fördert den Gemeinschaftssinn, alle unterstützen sich gegenseitig
  • … vermittelt Kindern Respekt
  • … hilft Lösungswege gemeinsam zu finden
  • … bietet Kindern Gelegenheit, sich gehört und geliebt zu fühlen
  • … hilft Eltern, welche schreien oder gar schlagen, damit aufzuhören
  • … gibt der Familie die Möglichkeit, miteinander Spaß zu haben.

Zeichnung einer Familie um einen Tisch mit Fragezeichen

Der Wegweiser für Familienkonferenzen

Wie vieles andere braucht auch die Familienkonferenz Zeit und Geduld, damit sie zu einem Ritual, zu einer Gewohnheit wird. Das heißt, dass wir als Eltern uns Mühe geben müssen, wenn wir wollen, dass sich einerseits etwas verändert und andererseits, dass unsere Kinder kooperieren.

Immer zur gleichen Zeit

Eine Familienkonferenz sollte regelmässig abgehalten werden, idealerweise einmal wöchentlich, immer zur gleichen Zeit und zum gleichen Wochentag. Sie dauert zwischen 20 und 30 Minuten.

„Wir müssen dem Kind dabei helfen, selbst zu handeln, selbst zu wollen, selbst zu denken.“

Dr. Maria Montessori

Auf das Alter der Kinder sollten Sie unbedingt Rücksicht nehmen. Mit Kleinkindern dauert die Konferenz eher kurz und vielleicht genügt es auch alle zwei Wochen, mit Teenagern kann man bis zu 60 Minuten einplanen, hier sind wöchentliche Treffen sicherlich von Vorteil.

Liste/Plakat/Agenda der anfallenden Themen

Wir machen eine Themenliste. Vielleicht ist eines Ihrer Kinder besonders kreativ und möchte diese Aufgabe übernehmen, oder Sie gestalten gemeinsam mit der ganzen Familie die Themenliste.

Wir hängen die Themenliste an einen sichtbaren Ort auf, so können alle Familienmitglieder während der Tage vor der Konferenz Besprechungspunkte hinzufügen. Somit wissen wir auch, was anderen Familienmitgliedern auf dem Herzen liegt. In dieser Phase der Entstehung kommentieren wir die Punkte der anderen nicht!

Die Themen könnten aber auch gemeinsam mit der ganzen Familie während des Abendessens besprochen und festgehalten werden. Ein Familienmitglied übernimmt das Notieren.

Hier ein paar mögliche Themen für die Familienkonferenz:

  • Hausaufgaben
  • Taschengeld
  • Mithilfe im Haushalt
  • Pflege der Haustiere
  • Hausregeln
  • Regeln wenn Freunde zu Besuch sind
  • TV, Computer, Handy

Zeitplanung

Anfangs müssen wir als Eltern die Zeitplanung übernehmen und einführen. Wir schauen uns die Themenliste an und entscheiden, mit welchen Themen wir uns in den ersten Familienkonferenzen beschäftigen können. Um Alternativmöglichkeiten zu erforschen und Entscheidungen treffen zu können, planen wir genug Zeit ein. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es gerade bei der Einführung der Familienkonferenz sinnvoll ist, mit positiven Themen zu beginnen.

Positive Themen einer Familienkonferenz können sein:

  • über gute und schöne Erfahrungen sprechen
  • sich bei einem Familienmitglied bedanken, das in der Woche geholfen hat

Wir geben allen die Möglichkeit, über etwas zu berichten, was gut für sie läuft.

Die Familienkonferenz fördert den Gemeinschaftssinn in der Familie.

Click To Tweet

Denken Sie daran, dass die Familienkonferenz für Ihre Kinder etwas Neues ist, sie wissen nicht was auf sie zukommt. Mit positiven Themen zu beginnen, erleichtert Ihnen und der ganzen Familie den Einstieg. So schaffen Sie eine gute Atmosphäre. Das ist eine solide Grundlage, um später auch mal schwierigere Themen zu besprechen.

Zeichnung einer Familie um einen Tisch mit Ausrufezeichen

Abwechselnd Aufgaben erfüllen

Wenn sich das Ritual „Familienkonferenz/Familienrat“ eingespielt hat, sollen die Aufgaben abwechselnd übernommen werden. Die Konferenz wird von einem Familienmitglied geleitet. Dieses liest die Themenliste und achtet darauf, dass nicht von den Themen abgewichen wird. Jedes Familienmitglied sollte die Chance bekommen, einmal die Konferenz zu leiten. Jüngere Kinder werden dafür etwas Hilfe benötigen – das ist völlig in Ordnung. Übrigens: ältere Geschwister übernehmen diese Rolle gerne.

Notizen

Die getroffenen Vereinbarungen werden von einem anderen Familienmitglied schriftlich festgehalten. Auf diese Weise wird niemand etwas vergessen oder sich über etwas im Unklaren sein. Auch dies ist eine Aufgabe, die immer wieder jemand anderes übernehmen sollte. Auch hier können die älteren Geschwister den jüngeren helfen, zum Beispiel indem sie die Notizen vorlesen, wenn die jüngeren Kinder noch nicht lesen können. Jüngere Kinder können die Vereinbarung auch anhand einer Zeichnung festhalten.

Haltung und Regeln bei der Familienkonferenz

Wir lassen jeden zu Wort kommen

Wir lassen zuerst unsere Kinder zu Wort kommen, wenn wir die Themenliste besprechen. Das hilft Kindern, sich verantwortlich zu fühlen. Wenn Sie merken, dass eines Ihrer Kinder nicht zu Wort gekommen ist oder sich nicht traut, fragen wir nach: „Und was meinst du?“

Sind wir der Meinung, dass ein Kind zu viel redet, bleiben wir respektvoll und sagen etwas wie: „Das scheint für dich sehr wichtig zu sein. Wir müssen jetzt aber auch hören, was die anderen darüber denken.“

„Die Familienkonferenz bietet Kindern Gelegenheit, sich gehört und geliebt zu fühlen.“

Annamaria Fisler

Wenn jemand keinen Respekt zeigt, benutzen wir ICH-Aussagen und keine DU-Aussagen, da Du-Aussagen wie Beschuldigungen wirken. Zum Beispiel würde ich sagen: „Wenn ich Beschimpfungen höre, fürchte ich, dass wir keinen gemeinsamen Weg finden werden, um zusammenzuarbeiten.“

Das Maß der Klagen begrenzen

Wir begrenzen das Ausmaß der vorgebrachten Klagen, da diese die Familienkonferenz in eine unerfreuliche Angelegenheit verwandeln. Durch Klagen werden keine Probleme gelöst und der Familie wird nicht geholfen. Das Ziel, miteinander Spass zu haben sollte an erster Stelle stehen. Wenn Klagen ein Problem sind, fragen wir: „Was können wir daran ändern?“, „Wie könnten wir das Problem lösen?“ oder „Hat jemand eine Idee?“ Wir helfen so unseren Kindern aus dem Problemfokus einen Lösungsfokus zu entwickeln.

Wir Eltern kooperieren und gehen mit gutem Vorbild voran

Wir alle wissen, dass bestimmte häusliche Arbeiten nicht gerne erledigt werden. Als Eltern zeigen wir uns daher kooperativ und können uns bei den Aufgaben, die niemand gerne macht, freiwillig melden. Wir könnten sagen: „Ich übernehme das Staubsaugen und das Sauber machen des Badezimmers. Wer übernimmt es, das Altpapier und Glas zu entsorgen?“ Mit der Zeit werden Sie die Erfahrung machen, dass auch die anderen Familienmitglieder einige der unbeliebten Aufgaben übernehmen.

Wir halten uns an die getroffenen Vereinbarungen

Alle Familienmitglieder halten sich bis zur nächsten Konferenz an die Vereinbarungen. Möchte ein Familienmitglied eine Vereinbarung ändern, wird dies nicht geduldet und muss bis zur nächsten Sitzung warten. Es kann auch vorkommen, dass man eine Vereinbarung nicht einhalten kann, weil zum Beispiel an einem Tag die Zeit dafür fehlt. Das könnte übrigens auch einem Kind passieren. Wichtig ist hier, dass man dies der Familie kommuniziert und mitteilt, dass man darum bemüht ist, es besser zu machen. Niemand ist perfekt!

Viel Glück, bei der Umsetzung und erlebnisreiche Stunden wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie von Herzen!

 

Foto Annamaria FislerAnnamaria Fisler
Die Schweizer Dipl. Erziehungsberaterin/Elterncoach und Dipl. Montessori-Pädagogin steht Eltern zur Seite, welche verunsichert, entmutigt, verzweifelt, müde oder gar genervt sind.

https://christopher-end.de/wp-content/uploads/2017/09/Familienkonferenz-preview.jpg 225 400 Annamaria Fisler https://christopher-end.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Wortmarke-Christopher-End-Lang-Gruen.png Annamaria Fisler2017-09-28 14:42:312018-11-02 12:54:52Gastbeitrag: Wie Familienkonferenzen helfen, dass unsere Kinder kooperieren!

„Kinder brauchen eine Hand, die sie hält – und loslässt.“

Wie können wir bewusst das Leben mit unseren Kindern gestalten? Zu dieser Frage bring ich dir jede Woche entweder ein Interview mit einem Gast oder einen Tipp zum achtsamen Elternsein.

Hi – ich bin Christopher

Eltern-Coach Christopher End

Entspannung lernen

Jede Woche ein Live-Webinar: Eine Stunde Zeit für dich, um bei dir anzukommen. Ich zeige dir einfach zu lernende Techniken und Meditationen, die wir gemeinsam üben, erkläre dir Grundlagen der Meditation und beantworte Fragen.

4-Wochen-Online-Kurs
Start: 20. August
Infos & Anmeldung

Der Kreis der Väter

Triff andere Väter, tausch dich aus und finde Lösungen für deinen Weg als Vater.
Der nächste Kreis der Väter startet am 18. August.

Der Kreis der Väter in Köln

Deine Fragen

Wenn dir ein bestimmtes Thema unter den Fingern brennt, du dir einen besonderen Interviewgast wünscht oder du eine ganz konkrete Frage zum Leben mit Kindern hast, dann schreib mir:

info@christopher-end.de.

Die letzten 8 Episoden

  • Porträt Nora Imlau lachend auf einer BankNessi Gassmann
    Wenn dein Kind anders ist – Erwartungen loslassen | Nora ImlauSeptember 8, 2026 - 7:53 a.m.
  • Porträtfoto von Christopher End, lachend, in die Kamera schauendMona Dadari
    5 Kinder- & Jugendbücher, die diesen Sommer bleibenJuli 14, 2026 - 12:06 p.m.
  • 5 Bilderbücher & Kinder-Comics, die Kinder liebenJuli 10, 2026 - 5:14 p.m.
  • Nina Grimm (Autorin von Hätte, müsste, sollte) im Eltern-Gedöns-PodcastDominik Pfau
    Ihr streitet nicht über Erziehung | Nina GrimmJuni 30, 2026 - 4:36 p.m.
  • Kiran Deuretzbacher vor einer bunten Wand voller GraffitiSam Green
    Abschied aus der Kita | Kiran DeuretzbacherJuni 23, 2026 - 5:00 a.m.
  • Porträtfoto Katharina Spangler, blickt lachend in die KameraMelanie Sedlacheck
    Enstspannt Urlaub mit Kindern: Weniger Erwartungen, mehr Erholung | Katharina SpanglerJuni 16, 2026 - 10:26 a.m.
  • Porträt: Barbara Weber-EisenmannBarbara Weber-Eisenmann
    Wie Kinder Haltung entwickeln – Demokratie lernen in der Familie | Barbara Weber-EisenmannJuni 9, 2026 - 5:00 a.m.
  • Christopher End läuft durch eine StraßeMona Dadari
    Du weißt es längst – warum sich trotzdem nichts ändertJuni 5, 2026 - 9:29 a.m.

Mein Anliegen

Ich unterstütze Eltern darin ihre eigene Lösungen zu finden und die Verbindung zu ihrem Kind zu stärken.

Christopher End

Heilpraktiker (Psychotherapie)
Praxis für Therapie, Coaching & Achtsamkeit
Neuenhöfer Allee 82
50935 Köln

Kontakt

Kostenloser Orientierungs-Call

info@christopher-end.de

  • Impressum
  • Datenschutz
© Copyright - Christopher End - Enfold WordPress Theme by Kriesi
Link to: Probleme beim Schulanfang: Neue Anforderungen und Freunde Link to: Probleme beim Schulanfang: Neue Anforderungen und Freunde Probleme beim Schulanfang: Neue Anforderungen und Freunde Link to: Überforderte Eltern: Was mache ich, wenn nichts mehr geht? Link to: Überforderte Eltern: Was mache ich, wenn nichts mehr geht? Überforderte Eltern – Was hilft, wenn nichts mehr hilftÜberforderte Eltern: Was mache ich, wenn nichts mehr geht?
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen