Eltern-Gedöns Episode #EG411
Wut ist eine elementare Kraft. Doch wenn sie uns überrollt, kann sie zerstörerisch wirken – für unsere Kinder, unsere Beziehungen und uns selbst. Vielleicht kennst du das: ein Moment der Überforderung, ein verletzendes Wort, ein Ausbruch, den du bereust. Oder die angestaute Anspannung, die dich nachts nicht schlafen lässt. In dieser Episode spreche ich über die beiden Gesichter der Wut, die Falle von Schuld und Scham – und darüber, wie du deine Wutkraft verwandeln kannst: in Klarheit, Mut und gesunde Grenzen.
Wenn die Wut dich überrollt
Du fährst dein Kind an, schreist es an. Mit einem Mal bricht es aus dir heraus. Nein, das ist nicht das, was du willst. Aber du kannst nicht anders. Es ist, als wärst du nicht mehr du selbst – und gleichzeitig siehst du, was in deinem Kind passiert: der Schmerz, die Angst, das Zurückziehen.
In dieser Folge geht es um die eigene Wut, unsere elterliche Wut – wenn sie zerstörerisch ist. Und darum, wie du da wieder herausfinden kannst.
Explosion oder Implosion
Wenn Wut übermächtig wird, zeigt sie sich oft in zwei Extremen. Die eine Seite kennen die meisten: die Explosion. Wir schreien, drohen, werten ab. Worte kommen über unsere Lippen, die wir nie sagen wollten. Das verletzt – unser Kind, unsere Beziehung, uns selbst.
Die andere Seite ist die Implosion. Wir halten die Wut in uns. Nach außen sieht man vielleicht nichts. Aber innen brodelt es. Schlaflose Nächte. Grübeln. Daueranspannung. Auch das ist schädlich – für dich, deine Kinder, deine Partnerschaft.