PDA steht für Pathological Demand Avoidance und beschreibt ein Profil im Autismus-Spektrum, bei dem Kinder Anforderungen extrem schwer aushalten können. Schon scheinbar kleine Aufforderungen – etwa „Zieh bitte deine Schuhe an“ oder „Komm jetzt zum Essen“ – können starken inneren Stress auslösen.
Für das Kind fühlt sich eine Anforderung dann nicht einfach wie eine Aufgabe an, sondern wie eine Bedrohung und nicht für ihre Selbstbestimmung, sondern wie eine reale Bedrohung. Deshalb reagieren Kinder mit PDA oft mit Vermeidung, Widerstand oder starken emotionalen Ausbrüchen.
Wichtig ist: In diesen Momenten geht es meist nicht um ein „Nicht-Wollen“, sondern um ein „Nicht-Können“ – das Nervensystem ist im Alarmzustand.
Neben der ursprünglichen Bedeutung wird die Abkürzung PDA heute auch oft anders übersetzt: Pervasive Drive for Autonomy – also der alltägliche, allgegenwärtige Drang nach Autonomie. Diese Perspektive beschreibt gut, warum Anforderungen für betroffene Kinder so schwierig sein können: Ihr Bedürfnis nach Selbstbestimmung ist besonders stark.
Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest: In Folge EG407 habe ich bereits ausführlich mit Mark darüber gesprochen, was PDA eigentlich ist: PDA: Wenn Anforderungen zur Gefahr werden