• Mein Kind will nicht? Es kann nicht! PDA verstehen | Mark Leonard

Eltern-Gedöns Episode #EG465

Manche Kinder scheinen sich gegen jede noch so kleine Aufforderung zu wehren. Schuhe anziehen. Zähne putzen. Losgehen. Und plötzlich eskaliert alles.

Doch was, wenn hinter diesem Verhalten Überlebensstress stecken würde? In dieser Podcastfolge spreche ich mit Mark Leonard über PDA (Pathological Demand Avoidance), eine noch wenig bekannte Form von Autismus.

Wir sprechen darüber, warum Anforderungen für diese Kinder existenziell bedrohlich wirken können – und welche Haltung Eltern wirklich hilft.

Mark Leonard

Mark Leonard ist Autor, Berater und Vater eines Kindes mit PDA.
Auf Instagram und in seiner Arbeit macht er auf die wenig bekannte Autismus-Variante Pathological Demand Avoidance aufmerksam.

In seinem Buch Mein einzigartiges Panda-Kind (buch7 / amazon*) verbindet er wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen – und zeigt, wie Eltern Kinder mit PDA besser verstehen und begleiten können.

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Marks Website heißt mark-leonard.de, da findest du auch seine Webinare, ansonsten ist er vor allem auf Instagram aktiv.

Worüber ich mit Mark unter anderem gesprochen habe

  • Was PDA (Pathological Demand Avoidance) eigentlich ist
  • Warum Anforderungen für manche Kinder Überlebensstress auslösen
  • Meltdown, Equalizing und andere typische Verhaltensweisen
  • Welche Haltung Eltern hilft, Kinder mit PDA zu begleiten

Was ist PDA überhaupt?

PDA steht für Pathological Demand Avoidance und beschreibt ein Profil im Autismus-Spektrum, bei dem Kinder Anforderungen extrem schwer aushalten können. Schon scheinbar kleine Aufforderungen – etwa „Zieh bitte deine Schuhe an“ oder „Komm jetzt zum Essen“ – können starken inneren Stress auslösen.

Für das Kind fühlt sich eine Anforderung dann nicht einfach wie eine Aufgabe an, sondern wie eine Bedrohung und nicht für ihre Selbstbestimmung, sondern wie eine reale Bedrohung. Deshalb reagieren Kinder mit PDA oft mit Vermeidung, Widerstand oder starken emotionalen Ausbrüchen.

Wichtig ist: In diesen Momenten geht es meist nicht um ein „Nicht-Wollen“, sondern um ein „Nicht-Können“ – das Nervensystem ist im Alarmzustand.

Neben der ursprünglichen Bedeutung wird die Abkürzung PDA heute auch oft anders übersetzt: Pervasive Drive for Autonomy – also der alltägliche, allgegenwärtige Drang nach Autonomie. Diese Perspektive beschreibt gut, warum Anforderungen für betroffene Kinder so schwierig sein können: Ihr Bedürfnis nach Selbstbestimmung ist besonders stark.

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest: In Folge EG407 habe ich bereits ausführlich mit Mark darüber gesprochen, was PDA eigentlich ist: PDA: Wenn Anforderungen zur Gefahr werden

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Foto: Mark Leonard

Wie wäre es, wenn du selbst bei Wutausbrüchen deines Kindes ruhig bleibst, dein Kind beziehungsorientiert begleitest und ihm so beibringst sich selbst zu beruhigen?!

(Und lernst dich selbst zu beruhigen?!)