Eltern-Gedöns Episode #EG373
Ich liebe mein Kind. Wirklich. Und trotzdem hab ich manchmal diesen Moment, wo ich mir denke: Kann das bitte einfach aufhören?! Wenn du sowas kennst, bist du nicht allein – und du bist auch kein schlechter Mensch, keine schlechte Mutter und kein schlechter Vater.
Genervtsein und die Liebe für dein Kind können nebeneinander existierten
Vielleicht kennst du das: Du willst einfühlsam sein, dein Kind gewaltfrei, beziehungsorientiert, friedvoll begleiten. Und gleichzeitig nervt dich dein Kind.
Diese beiden Gefühle – Liebe und Genervtsein – schließen sich nicht aus.
Sie sind menschlich und sie gehören zum Elternsein dazu.
Das ist ein häufiges Missverständnis, eine Fehlannahme, dass Liebe und Genervtsein nicht zusammenpassen, dass nicht zwei widersprüchliche Gefühle da sein können.
Es ist eigentlich ganz einfach: Beide Gefühle haben ihre Berechtigung.
Beide Gefühle verweisen auf etwas, das wichtig ist – für dich.
Das Genervtsein kommt aus einer Überforderung.
Da reagiert unser Nervensystem – auf diese Herausforderung, die Überforderung, den Stress. Nicht auf Logik.
Dein Genervtsein entwertet nicht deine Liebe.