Eltern-Coach Christopher End https://christopher-end.de Achtsames Elternsein Mon, 13 Aug 2018 04:00:48 +0000 de-DE hourly 1 Martin Sutoris: Kinder in den Schlaf begleiten https://christopher-end.de/martin-sutoris-kinder-in-den-schlaf-begleiten/ https://christopher-end.de/martin-sutoris-kinder-in-den-schlaf-begleiten/#respond Mon, 13 Aug 2018 04:00:48 +0000 https://christopher-end.de/?p=4649 Martin Sutoris ist Autor des Buches "Der Zauberkäfer – Die liebevolle EInschlafmethode für Kinder" erschienen. Im Podcast erklärt er, wie wir Kindern helfen ihre Gefühle zu regulieren.

Der Beitrag Martin Sutoris: Kinder in den Schlaf begleiten erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #019
Martin Sutoris: Einschlafen im Eltern-Gedöns-Podcast

 

Schlafen gehen ist eins der ganz großen Themen in der Erziehung. Eine einfach zu lernende Methode hat Martin Sutoris entwickelt – das Buch dazu ist gerade unter dem Titel „Der Zauberkäfer – Die liebevolle EInschlafmethode für Kinder“ erschienen. Im Interview verrät dir Martin, wie du deinem Kind mit Geschichten und Hypno-Techniken hilfst, seine Ängste und seine großen Gefühle in den Griff zu bekommen.

Martin Sutoris

Martin ist Coach und Trainer und unterstützt normalerweise Erwachsenen ihre mentale Fitness zu steigern: Also ihnen beizubringen, wie sie Herausforderungen bewältigen können – sei es nun als Unternehmer, Führungskraft, Angestellter oder Studierender. Es geht ihm um die Fähigkeit mich selbst zu regulieren. Als Coach und Vater hat er dieses Wissen auch immer schon bei seinen Kindern eingesetzt. Im Podcast erklärt er, wieso diese Fähigkeit in unserer heutigen Zeit so wichtig ist und wie wir Eltern unsere Kinder unterstützen können, damit sie die Fähigkeit sich selbst zu regulieren erlernen können.

Einschlafen oder: Mama, kannst du nochmal  …

Eigentlich ist es ganz einfach, Kinder in den Schlaf zu begleiten, meint Martin. Wir als Eltern müssen uns einfach zum Kind kuscheln und auf den Schlaf warten. Dumm nur, dass das so lange dauert (und dann nichts mehr von der Netflix-Zeit der Eltern übrig bleibt) oder wir als Eltern einfach vor dem Kind einschlafen …

Zum Schlaf braucht es vor allem einmal Entspannung.

Gefühle, Gedanken und Probleme lösen

Häufig sind es Gefühle oder Gedanken, die die Kinder vom Schlafen abhalten. Leider hilft gut zureden überhaupt nicht, wenn ich Angst vor der Schule, vor der Übernachtung oder dem Monster unter dem Bett habe. Was hilft, ist Martin überzeugt, ist die Arbeit mit Bildern.

Wie Bilder und Geschichten Kinder helfen

Bilder wirken anders als Gespräche und Worte. Mit Bildern erreicht man Kinder schneller. Wenn Papa sagt, „Das Bett ist jetzt ein Piratenboot“, dann ist das für Kinder sofort Realität. Diese Fähigkeit der Kinder können wir nutzen.

Wenn wir als Eltern die Bilder der Kinder aufgreifen, können wir diese zu einem Lösungsbild umwandeln. Aus der schwarzen Wolke im Bauch des Kindes können wir so einen bunten Schmetterling schaffen. Wir arbeiten also mit der Vorstellung der Kinder. Die Vorteil von der Arbeit mit Bildern:

  1. Bilder wirken schnell.
  2. An die eigenen Bilder können wir besonders leicht andocken.
  3. Bilder sind als Analogien so vage, dass das Kind die Lösung im Alltag selbst finden kann.

Selbstregulation möglichst früh lernen

Die eigenen Gefühle zu regulieren müssen Kinder erst lernen. Auch viele Erwachsene tun sich damit noch schwer. Da immer mehr Menschen unter Stress leiden, hält Martin es für sinnvoll, diese Fähigkeit möglichst früh zu lernen.

3 Schritte, Kinder bei der Lösungssuche zu unterstützen

Martin hat drei Schritte formuliert, wie wir beim Zubettbringen unseren Kindern helfen können, sich zu beruhigen und eine Lösung zu finden:

  1. selbst entspannen
  2. mit Bildern arbeiten
  3. Lösungsbild einbringen

Zuerst muss ich selbst entspannen. Denn meine Entspannung überträgt sich auf das Kind. Dabei hilft, wenn ich tief atmen, meine Stimme tiefer, ruhiger werden lasse, meine Muskeln entspanne. Dann frage ich das Kind nach einem Bild für sein Unwohlsein. Daraus entwickle ich eine Geschichte, in der es zu einer Lösung kommt. Dabei baue ich Bilder des Kindes ein oder lasse, das Kind selbst ein Lösungsbild formulieren.

Martin Sutoris

Martin Sutoris ist Coach und Trainer. Seine Webseite findest du unter coaching-smart.de, du kannst ihn aber auch über XINGLinkedIn oder Facebook erreichen.     Seine Einschlafmethode erklärt Martin in seinem Buch „Der Zauberkäfer – eine liebevolle Einschlafmethode für Kinder“ (GU, ISBN 3833866136), sein zweites Buch heißt „Der Uni-Coach – so kommst du entspannt, motiviert und erfolgreich durch dein Studium“ (Springer, ISBN 978-3-662-56664-0).


Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

Der Beitrag Martin Sutoris: Kinder in den Schlaf begleiten erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/martin-sutoris-kinder-in-den-schlaf-begleiten/feed/ 0
Achtsames Elternsein https://christopher-end.de/achtsames-elternsein/ https://christopher-end.de/achtsames-elternsein/#respond Mon, 06 Aug 2018 03:00:16 +0000 https://christopher-end.de/?p=4668 #Eltern-Gedöns Episode #018 Für mich ist Achtsamkeit ein Schlüssel im Leben mit meinen Kindern. Was ich unter achtsames Elternsein verstehe und wie du erste Schritte auf diesem Weg gehen kannst, erkläre ich in dieser Folge.  „Was ist achtsames Elternsein?“, fragte mich letztens jemand und ich bin tatsächlich in einem fremden Podcast interviewt worden. Das war […]

Der Beitrag Achtsames Elternsein erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #018

Achtsames Elternsein – der Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Für mich ist Achtsamkeit ein Schlüssel im Leben mit meinen Kindern. Was ich unter achtsames Elternsein verstehe und wie du erste Schritte auf diesem Weg gehen kannst, erkläre ich in dieser Folge. 

„Was ist achtsames Elternsein?“, fragte mich letztens jemand und ich bin tatsächlich in einem fremden Podcast interviewt worden. Das war eine relativ lange Nummer und deswegen versuche ich jetzt mal hier in meinem Podcast das Ganze ein bisschen runter zu brechen und kurz zusammenzufassen.

Was ist Achtsamkeit?

Ich kann dir sagen, was Achtsamkeit für mich ist. Es bedeutet für mich bewusst zu sein
und zu sehen was ist. Jetzt sagst du vielleicht: „Na ja ich weiß schon bewusst, was ich immer tue und was ich sehe.“  Ich erlebe, dass ich häufig eher unbewusst reagiere – gerade im Hinblick auf den Umgang mit meinen Kindern. Dann bin ich plötzlich wütend und tue Dinge, von denen ich rückblickend betrachtet denke, dass die nicht nötig gewesen wären oder gar nicht dem Bild von mir entsprechen, wie ich gerne wäre.


Achtsamkeit: Die Sache mit dem Hier und Jetzt.
Click To Tweet


Achtsamkeit hilft mir dabei, mir dessen bewusst zu werden. Es geht gar nicht mehr darum anders zu sein, sondern erstmal wirklich nur bewusst zu spüren und zu sehen und wahrzunehmen, was im Moment ist. Im Moment sein ist übrigens ein Schlüssel in der Achtsamkeit. Das hilft mir erstmal überhaupt wahrzunehmen, was ist.

Achtsamkeit = rosarote Wolke?

Achtsames Elternsein heißt übrig nicht, dass alles auf einer rosaroten Wolke passiert, und wie du noch ganz säuselnd miteinander sprechen und keinen Streit austragen würden. Es geht darum, dass das auch da sein darf. Der Konflikt, der Ärger, der Streit. Langfristig wünschen ich mir natürlich einen Weg, wie ich mein Ärger ausdrücken kann, ohne dass ich andere verletze. Erstmal geht es aber darum, mich nicht anders haben zu wollen, als ich gerade bin – sondern mich anzunehmen. Es ist also unterm Strich ein persönlicher Weg.


Achtsames Elternsein setzt bei mir an.
Click To Tweet


Ich muss mich schulen. Ich als Vater muss mich schulen – und dabei helfen mir so Dinge wie Meditation oder eine Begleitung von außen Ob das jetzt Coaching oder Therapie heißt. Mir hilft, wenn ich eine Haltung zu entwickeln, wie ich denn sein möchte, wie ich die Menschen sehe und meine Kinder.

Meine Kinder zeigen mir meine wunden Punkte

Meine Kinder sind auf diesem Weg mein Spiegel. Die zeigen mir nämlich Dinge, die ich vielleicht gar nicht so gerne mag an mir oder die ich vielleicht auch gar nicht sehe – meine blinden Flecken.

Wie das Kind mich spiegelt, so spiegle ich auch das Kind. Darüber mache ich demnächst mal eine eigene Folge (Spiegeln ist nämlich aus meiner Sicht eine sehr wirksame Methode sich in Achtsamkeit zu schulen und eine liebevolle Verbindung aufzubauen).

Wenn meine Projektionen dazwischen kommen

Das Kind zu spiegeln oder so zu sehen, wie es ist, bedeutet ohne Urteil zu sehen. Vielleicht wird es an einem Beispiel deutlich: Wenn mein Kind auf dem Sofa liegt, dabei liest oder mit dem Handy spielt, dann läuft bei mir häufig etwas wie folgt ab:.Ich denke dann: „Boah, ist der faul. Hängt der da auf dem Sofa rum. Der sollte aber mal … der könnte mal … und dieses scheiß Handy! Kann der das nicht mal weglegen und überhaupt der müsste …“

Dann bin ich mitten in meinen Projektionen. Das sind meine Gefühle. Ich bin wütend. Ich habe Angst, dass der irgendwie, keine Ahnung, in der Schule nicht vorwärts kommt. Oder es macht mich einfach nur fuchsig, dass der das so rumliegt.

Wenn ich mir die Zeit nehme und die Achtsamkeit zu schauen, was bei mir ist, kann ich vielleicht entdecken, dass ich eigentlich auch mal gerne so rumlümmeln würde. Sei es nun den halben Tag oder auch nur eine halbe Stunde oder zehn Minuten.

Bewusst zu sehen entspannt

Aber in dem Moment, in dem ich so unbewusst ins Wohnzimmer komme und diese Gefühle und Gedanken ungefiltert hoch kommen und ich das nicht sehe, sehe ich auch mein Kind gar nicht. Ich sehe auch nicht, was es braucht. Vielleicht hat es auch einen anstrengenden Tag gehabt und braucht einfach mal, dass es jetzt abhängt. Wenn ich so auf die Situation schauen kann, wie sie ist, mein Kind und mich sehen kann, dann entspannt das die ganze Situation. Es entspannt mich. Und es entspannt meinen Sohn, weil er so gesehen wird, wie er ist. Jetzt kann eine echte Begegnung zwischen uns beiden passieren.

Achtsam – aber ohne Stress bitte

Dieses achtsame Elternsein soll bitte, bitte kein Stress für euch sein. Also es geht mir gar nicht da drum euch zusätzlichem Stress auszusetzen. Nicht dass ihr denkt, Job und Familie ist eh schon so viel und dann versuche ich auf die Ernährung zu achten, ich versuche mein Kind bedürfnisorientiert zu erziehen, ich versuch möglichst nachhaltig zu leben – und jetzt soll ich auch noch achtsam sein. Nein, achtsames Elternsein, so wie ich es verstehe, ist ein Weg und jeder geht seinen eigenen Weg, beginnt an seinem eigenen Startpunkt. Eigentlich sind wir alle schon auf dem Weg. Auch du bist schon auf dem Weg.

Das Schöne an diesem Bild ist: Du kannst auch jederzeit anfangen diesen Weg zu gehen. Es geht darum einen Schritt nach dem anderen zu tun und jeder Schritt zählt.
Das Ganze hat auch kein Ende und kein Ziel, das du irgendwann erreichst. Keiner verleiht dir irgendwann eine Medaille und sagt: „Jetzt hast du achtsames Elternsein erreicht.“ Das gibt es nicht.

Elternsein – ein Weg mit Höhen und Tiefen

Dieser Weg, der verändert sich auch laufend. Ich glaube, das kennen viele Eltern. Dieser Momente, in denen du denkst, boah das ist jetzt ein steiniger Weg. Und dann ist es kaum noch ein Weg, es ist felsig, du musst  klettern und irgendwann hängst du nur noch an der Steilwand und der Wind zerrt an dir und du hast nur noch Angst abzustürzen.  Und dann gibt’s wieder Momente, in denen der Weg ein Spaziergang ist.  Du gehst durch ein liebliches Tal, da blühen Blumen und die Sonne scheint. Du bist ganz berührt und alles fühlt sich wunderbar leicht an.

Das darf alles sein. Generell geht es darum weniger zu tun. Wenn es eins ist, was du vielleicht mitnimmst aus dieser Folge,dann: weniger tun und mehr sein. Schließlich heißt es auch Elternsein und nicht Elterntun. Da sein. Einfach für dein Kind da sein. Für dich da sein.

Ja das braucht Zeit und vor allem braucht es aber diese Aufmerksamkeit, diese Wachheit diese Bewusstheit. Das kann natürlich auch anstrengend sein. Anstrengend in sich hineingehören, sich zu verändern und zu hinterfragen. Ich glaube, es lohnt sich. Weil ich mich immer besser kennenlerne, mich selbst immer mehr annehmen kann und so auch meine Kinder immer mehr annehmen kann.

5 Schritte des achtsamen Elternseins

Noch mal zusammengefasst, was ich glaube, was hilfreich ist für mich:

  1. achtsam sein im Moment
  2. mich schulen: Meditation
  3. Methoden wie Spiegeln
  4. Wissen und Austausch
  5. Ziel, Ausrichtung und Haltung

Erstens, das ist der zentrale Punkt, ist dieses Achtsamsein im Moment. Und da hilft mir wirklich mich selbst zu schulen, diesen Beobachter in mir zu schulen und das ist ein Effekt, der in Meditation einsetzt. Der dritte Punkt sind konkrete Methoden wie das Spiegeln des Kindes – das werde ich auch noch mal in einer Folge ausführlich darstellen.Viertens hilft mir auch einfaches Wissen, Wissen über kindliche Entwicklung, über Bindung und über Psychologie. Deswegen mache ich auch diesen Podcast – weil ich selbst lerne und gerne mit anderen Leuten spreche, die viele Erfahrungen gemacht haben. Und schließlich hilft mir,  ein Ziel zu haben. Eine Ausrichtung, also eine Haltung zu haben, wie will ich eigentlich als Vater sein möchte.

Reihe achtsames Elternsein

Diese Folge ist ein Auftakt zu einer kleinen Reihe um achtsames Elternsein. In den folgenden Episoden geht es um Meditation für uns Eltern sowie um konkrete Methoden im Umgang mit unseren Kindern.

PS: Ich im Interview bei Familieberlin

Zu Achtsamen Elternsein hat mich sehr ausführlich auch Bella von Familieberlin befragt – alles dazu in ihrem gleichnamigen Podcast Familieberlin.

 


Köln: Der Kreis der Väter 2018-2019

Der Kreis der Väter ist ein Selbsterfahrungsprozess über 6 Monate. 1 feste Gruppe von Vätern. 6 Abendseminare in Köln.

Weitere Infos und die Anmeldung.

Der Kreis der Väter in Köln

 


 

Der Beitrag Achtsames Elternsein erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/achtsames-elternsein/feed/ 0
Mechthild Schroeter-Rupieper: Wenn Kinder trauern https://christopher-end.de/mechthild-schroeter-rupieper-wenn-kinder-trauern/ https://christopher-end.de/mechthild-schroeter-rupieper-wenn-kinder-trauern/#respond Mon, 30 Jul 2018 10:19:29 +0000 https://christopher-end.de/?p=4617 #Eltern-Gedöns Episode #017 Trauer ist ein Gefühl, was hierzulande immer noch tabuisiert wird. Eigentlich ist Trauer lebenswichtig, wir brauchen das Gefühl, um mit Abschied, Verlust und Tod umgehen zu können. Um so wichtiger, das Kinder früh lernen zu trauern. Wie Eltern sie dabei unterstützen können, erklärt Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper im Interview in dieser Podcast-Folge. Mechthild […]

Der Beitrag Mechthild Schroeter-Rupieper: Wenn Kinder trauern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #017

Mechthild Schroeter-Rupieper: Trauer – Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Trauer ist ein Gefühl, was hierzulande immer noch tabuisiert wird. Eigentlich ist Trauer lebenswichtig, wir brauchen das Gefühl, um mit Abschied, Verlust und Tod umgehen zu können. Um so wichtiger, das Kinder früh lernen zu trauern. Wie Eltern sie dabei unterstützen können, erklärt Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper im Interview in dieser Podcast-Folge.

Mechthild Schroeter-Rupieper

Mechthild ist Familientrauerbegleiterin – und das seit 25 Jahren. Sie hat quasi die Familientrauerarbeit nach Deutschland gebracht. Heute hat sie ein eigenes Institut, bildet Trauerbegleiter aus, bietet Fortbildungen unter anderem für Erzieherinnen und Lehrer an und hat zahlreiche Bücher über das Thema geschrieben.

„Behalt die Oma so in Erinnerung, wie sie war.“

Tod und Trauer sind in unserer Gesellschaft mittlerweile Tabus. Manche Eltern versuchen ihren Kindern die unangenehmen Gefühle zu ersparen. Kinder werden nicht zu Beerdigungen mitgenommen. Oder Eltern sind selbst mit ihren Gefühlen überfordert und fragen zum Beispiel Mechthild, ob sie ihren Kindern die schlimme Botschaft überbringen könne. Dabei, so Mechthild, ist es so wichtig, dass Eltern ihren Kindern die schreckliche Nachricht sagen. Kinder wünschen sich, dass in einer solchen Situation ihre Eltern für sie da sind.

Trauer gehört in den Alltag.

Es ist wichtig, dass wir den toten Menschen sehen – auch und gerade als Kind. Auch den Tod können Kinder manchmal erst begreifen, wenn sie den Toten angefasst, „begriffen“ haben.

Küche des Lavia Trauerinstitut in Gelsenkirchen

„Trauer gehört an den Küchentisch“, sagt Mechthild und schaffte kurzerhand für die Trauerarbeit eine wohnliche Küche in ihrem Institut.

Wenn die Oma stirbt

Kinder, deren Oma oder Opa stirbt, brauchen in der Regel keine Trauergruppe, meint Mechthild. „Das ist normale Trauer, wenn die Oma stirbt“, sagt Mechthild. Der Kreislauf des Lebens. Wie wertvoll ist es, wenn Eltern die Kinder jetzt in ihrer Trauer begleiten können.

Wir sollten viel mehr Anlässe nutzen, um traurig zu sein, so Mechthild. Eltern gibt sie das sehr unmissverständlich mit: „Irgendwann wird dein Kind dastehen und mit der Traurigkeit um deinen Tod umgehen müssen.“

Kinder vor Trauer schützen?

Mechthild plädiert dafür Kinder an die Hand zu nehmen und Trauer zu üben – gemeinsam. Außenvorlassen ist nicht schützen. Außenvorlassen ist Ausschließen. Und das verletzt oder verunsichert Kinder viel mehr, als mit ihnen gemeinsam durch die Trauer und Traurigkeit zu gehen.

 

Wenn Mama weint …

Traurigkeit ist ansteckend. Alle Gefühle sind ansteckend. Freude ist ansteckend. Wut ist ansteckend. Enkel ist ansteckend. Gefühle sind notwendig.


Gefühle sind Talente. – Mechthild Schroeter-Rupieper über Trauer in der Familie.
Click To Tweet


Wir können einen Verlust nur verarbeiten, wenn wir traurig sind. Wir brauchen also unsere Traurigkeit, um mit dem Verlust umzugehen.

Und es hilft, zusammenzusitzen und traurig zu sein. Wenn die  Traurigkeit Raum hat, dann hat auch wieder Freude Platz.

Wenn wir Gefühle wie Trauer nicht zulassen

Rettungsring im Lavia-Trauerinstitut

Ein Rettungsring im Lavia-Trauerinstitut

Das Problem, dass wir nicht traurig sein wollen. Wir werden erzogen, indem uns jemand sagt: Tut doch nicht weh. Stimmt aber nicht. Es tut weh. So erziehen wir unseren Kindern eine Wahrnehnungsstörung an, meint Mechthild. Deswegen sollten wir zuerst die Wahrnehmung bestätigen – und dann können wir schauen, wie wir einen Umgang damit finden.

Jungen weinen nicht

Leider ist es in unserer Gesellschaft immer noch so, dass Jungen sich das Weinen abgewöhnen. In der Grundschule fängt es schon an. Dabei sind  Jungs genauso traurig wie die Mädchen. Aber was macht eine Junge nun, wenn er traurig ist und nicht trauern kann?

In unserer Gesellschaft beginnen auch Frauen sich für ihre Traurigkeit entschuldigen. Hier läuft etwas verkehrt, ist Mechthild überzeugt.

Wie mit Trauer umgehen?

Das Gefühl zuzulassen ist der erste Schritte. Aber es geht nicht nur darum zuschauen, sondern vielmehr eine Form zu finden. Eine Form, wie ich meine Trauer ausdrücken kann. Mechthild empfiehlt, Kinder  miteinzubeziehen. Gemeinsam können Eltern und Kinder überlegen, was sie tun möchten und können.


Beerdigung ist ein Abschiedsfest. Mechthild Schroeter-Rupieper.
Click To Tweet


Kinder könnten die Totenbriefe bemalen und sie in der Nachbarschaft verteilen – und so die Eltern tatsächlich ein stückweit entlasten. Kinder können den Sarg mit aussuchen. Es gibt viele Möglichkeiten. Im Podcast hat Mechthild noch viele Tipps parat, wie wir Kinder auch bei einer Beerdigung unterstützen.

Wieviel Trauer ist normal?

Musikzimmer im Lavia TrauerinstitutDie Traurigkeit wird immer da sein, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, sagt Mechthild. Aber der Schmerz verändert sich. Die Traurigkeit darf belieb. Sie hat etwas mit Liebe zu tun. Ohne Traurigkeit wäre Gleichgültigkeit da.

Wie bereiten wir Kinder auf Trauer und Tod vor?

Trauer ist mehr als nur die Traurigkeit über den Tod, so Mechthild. Trauer passiert immer, wenn ich etwas verliere, was mir wichtig ist. Daher sind auch die kleinere Abschiede, wie der Übergang zur Schule oder ein Umzug Anlass für Trauer. Zu den größeren Verlusten zähen neben Tod auch Scheidung und Flucht (Verlust der Heimat).

Buchtipps von Mechthild

Mechthild meint, Kinderbücher über Trauer  gehören in jeden Familienhaushalt, in Kindergarten und Schule. Denn Kinder können erst Fragen stellen, wenn sie Wissen haben. Es braucht gar nicht den großen Abschied, den Tod, um sich mit Trauer zu beschäftigen. Über Abschied sprechen können wir im Herbst oder bei Veränderungen wie Abschied vom Kindergarten, bei kirchlichen Feiertagen.

Mechthild empfiehlt Bilderbücher – auch Erwachsenen, denn Trauernden haben oft nicht die Kraft und die Konzentration, um längere Texte zu lesen. Zwei Kinderbücher zum Einstieg sind „Wie der kleine rosa Elefant einmal sehr traurig war und wie es ihm wieder gut ging“ von Monika Witze und Eric Batet und „Hat Opa einen Anzug an?“ von Amelie Fried.

Über Mechthild Schroeter-Rupieper

Information zu Mechthilds Arbeit findest du auf ihrer Webseite familientrauerbegleitung.de und ihrer Facebook-Seite. Du kannst sie auch per E-Mail erreichen unter info@familientrauerbegleitung.de.

Mechthild Schroeter-Rupieper vor dem Eingang zu ihrem Lavia Trauerinstitut

Mechthild Schroeter-Rupieper vor dem Eingang zum Lavia Trauerinstitut.

Mechthild hat eine ganze Reihe Bücher zur Trauerarbeit geschrieben. Sie selbst empfiehlt zum Einstieg folgende beide Titel:

Geschichten, die das Leben erzählt, weil der Tod sie geschrieben hat (ISBN: 978-3-8436-0882-4)

Für immer und anders. Das Buch für Familien in Zeiten der Trauer und des Abschieds (ISBN-10: 3796614566)

Alle Bücher von Mechthild und viele weitere Literaturempfehlungen von anderen Autoren, Filmtipps und das Ganze thematisch geordnet (Scheidung, Trauma, Suizid usw.)  findest du unter familientrauerbegleitung.de/publikationen.html

Trauerarbeit unterstützen

Wenn du Mechthilds Arbeit unterstützen willst und Familien Trauerarbeit ermöglichen willst, die sich das sonst nicht leisten können, dann lege ich dir den Förderverein Lava Verein für Familientrauerbegleitung e.V. ans Herz.

„Trauer braucht ein Zuhause.“
Mechthild Schroeter-Rupieper

Das Lavia Trauerinstitut in Gelsenkirchen

„Trauer braucht ein Zuhause“, meint Mechthild Schroeter-Rupieper – und schuf das Lavia Trauerinstitut in Gelsenkirchen.

"Trauer-Gefühle sind Talente." Mechthild Schroeter-Rupieper über Trauer bei Kindern im Eltern-Gedöns-Podcast.


Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

Der Beitrag Mechthild Schroeter-Rupieper: Wenn Kinder trauern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/mechthild-schroeter-rupieper-wenn-kinder-trauern/feed/ 0
Erholung statt Familienstress im Urlaub https://christopher-end.de/erholung-statt-familienstress-im-urlaub/ https://christopher-end.de/erholung-statt-familienstress-im-urlaub/#respond Wed, 25 Jul 2018 18:17:15 +0000 https://christopher-end.de/?p=4600 Ferienzeit = Familienzeit = Familienstreit? Wie es zum Streit kommt – und viel wichtiger: Wie es anders geht!

Der Beitrag Erholung statt Familienstress im Urlaub erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
Strandbild mit Sonnenschirmen. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln
Ferienzeit = Familienzeit = Familienstreit? Wir sehnen uns oft ein ganze Jahr danach endlich in den Urlaub zu fahren, nur um dann festzustellen, dass am Urlaubsort der Streit bereits auf uns wartet. Woran liegt das – und viel wichtiger: Wie geht es anders?

Die Gründe für den Familienstreit im Urlaub sind vielfältig, ganz grundlegend würde ich sagen: Wer den Stress miteinpackt, darf sich nicht wundern, wenn er ihn am Urlaubsort wieder auspackt. Das heißt Familien, die eh schon dauergestresst sind, laufen eher Gefahr, dass auch im Urlaub Stress und Streit sie begleitet. Das soll keine Vorwurf sein, ich habe wirklich viel Mitgefühl mit Familien – denn die haben heutzutage einfach viel zu schultern …

Viele Gründe für Stress im Urlaub …

Gerade wenn der berufliche und familiäre Alltag stressig ist, sehnen wir uns nach Erholung. Dann sparen wir uns quasi unser Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Harmonie für den Urlaub auf. Nach dem Motto: Jetzt beiße ich die Zähen zusammen– bald kann ich entspannen. Das kreiert jedoch zwei Probleme: Zum einen ändern wir nichts am grundlegenden Stressmodell, was uns langfristig schaden kann, und zum anderen bauen wir so hohe Erwartungen auf, die uns kurzfristig den Urlaub versauen können.


Ferien = Familienstreit? Muss nicht sein.
Click To Tweet


Hotelpool. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln

Auf der Hotel-Webseite sieht alles so friedlich und harmonisch aus – die eigene Familie kann den Streit selbst ins Urlaubs-Paradies tragen 😉

Hohe Erwartungen

In den hohen Erwartungen, dass im Urlaub alles anders wird, liegt eine Gefahr: Wenn wir als Eltern nicht etwas anders machen, kann uns das Ganze um die Ohren fliegen – der angestaute Stress plus die Erwartungen. Kinder können sehr sensible auf Erwartungen reagieren. Dass sie so sein sollen und nicht so, wie sie gerade sind, bedeutet für sie nämlich Stress und schon fliegen die Fetzen …

Das Gleiche machen oder zu viel …

Wer ein durchgetaktes Leben führt und diese hohe Schlagzahl mit in den Urlaub nimmt, darf sich nicht wundern, wenn die Erholung ausbleibt. Wir Menschen regenerieren jeden Tag im Schlaf, im Nichtstun. Genauso brauchen wir auch im Jahresrhythmus das Nichtstun. Deswegen plädiere ich für Pause machen– das heißt nicht, dass ich unbedingt den ganzen Tag verschlafen muss (auch wenn das für den ein oder anderen wirklich angebracht ist). Pause machen heißt, etwas anders zu machen. Das bisherige Tun zu unterbrechen.

Zeit für ungeklärte Konflikte und Gefühle

Doch selbst wenn es mir gelingt, den Urlaub nicht zu überfrachten und als Pause einzurichten, knallt es in manchen Familien. Manchmal liegt das schlicht daran, dass jetzt Zeit für alles das ist, für das bisher keine Zeit war. Das können leider auch ungeklärte Konflikte oder angestaute Gefühle sein. Manchmal fällt von uns schlicht die Last des Alltags ab. Das kann uns erschöpfen. So wie manche am Samstag Kopfschmerzen bekommen oder erst in den Ferien krank werden. Bis dahin hatten wir uns ja zusammengerissen …

Wenn das Zusammensein ungewohnt ist …

In Familien, in denen sehr viel gearbeitet wird und Kinder und Eltern sich nur selten sehen, kann noch eine andere Herausforderung dazu kommen: Die Familie ist es unter Umständen gar nicht gewohnt so viel Zeit miteinander zu verbringen. Je dichter dieses Zusammensein im Urlaub jetzt wird – und auch noch harmonisch und erholsam verlaufen soll, desto eher knallt es. Was tun?

 

3 Lösungsansätze für harmonische Urlaube

Die Lösungen klangen natürlich ein stückweit schon in der Beschreibung der Ursachen an. Ich empfehle im Wesentlichen drei Ansätze:

  1. Etwas anders machen
  2. Weniger machen
  3. Für jeden sorgen

Anders machen

Der große Paul Watzlawick sagte schon, dass „mehr desselben“ das Problem zementiert statt zu lösen. Wer dazu neigt, viel zu machen, zu organisieren und zu erreichen, könnte vielleicht mal probieren dieses Tun loszulassen. Am Beispiel eines Besuchs in Paris könnte das heißen, statt möglichst viele „wichtige“ Sehenswürdigkeiten wie den Eifelturm oder den Louvre abzuhaken, sich einfach mal treiben zu lassen: An der Seine spazieren gehen und sich spontan in ein Café setzen.

Stein am Strand. Stress im Familienurlaub? Christopher End Eltern-Coach Köln

Sich in der Betrachtung eines Steines am Strandes zu versenken, kann unglaublich entspannend sein – vorausgesetzt wir stellen vorher die richtigen Weichen …

Wenn weniger mehr ist

Oder direkt auf den Abstecher in die große Stadt verzichten und lieber einen Tag mehr am Strand verbringen. Die Zahl der Ausflüge reduzieren. Sich mehr Zeit lassenfür ganz grundlegende Dinge wie Einkaufen, Kochen und gemeinsam Essen.

Der Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres sein – eigentlich. Nicht selten gibt es jedoch Zoff.

Es ist oben schon mal angeklungen, aber ich betone es hier nochmal: Weniger Erwartungen bedeuten häufig auch mehr Harmonie. Dazu kann es tatsächlich hilfreich sein, sich erst einmal von der Vorstellung eines harmonischen Urlaubs zu verabschieden. Hört sich paradox an. Also den Streit miteinzukalkulieren. Wenn nämlich gestritten werden darf, entspannt das gerade Kinder. Denn jetzt müssen sie gar nicht „lieb“ sein. Und entspannte Kinder fördern die Harmonie ungemein …

Für jeden sorgen

Gerade bei Familien ist es hilfreich, wenn die Bedürfnisse von allen erfüllt werden: Weder dient es der Harmonie, wenn die Eltern ihr Programm durchziehen und die Kinder gegen ihren Willen mitschleifen. Noch können die Eltern entspannen, wenn sich alles nur um die Wünsche der Kinder dreht. Ich finde es wichtig und richtig, wenn für jeden etwas dabei ist: Mama wünscht sich einen Museumsbesuch? Papa einen Vormittag im Liegestuhl? Die Tochter einen Tag planschen im See? Wie kann für alle gesorgt werden?

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen, entspannten Urlaub – mit nicht zu viel Harmonie ;-)!

 

PS: Die Bilder sind 2016 auf Kreta entstanden – traumhafter Ort.

 

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Der Beitrag Erholung statt Familienstress im Urlaub erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/erholung-statt-familienstress-im-urlaub/feed/ 0
Trotzphase oder Autonomiephase: Was tun mit einem wütenden Kind? https://christopher-end.de/trotzphase-oder-autonomiephase-was-tun-mit-einem-wuetenden-kind/ https://christopher-end.de/trotzphase-oder-autonomiephase-was-tun-mit-einem-wuetenden-kind/#respond Tue, 24 Jul 2018 09:06:59 +0000 https://christopher-end.de/?p=4585 Wenn Kinder in der Autonomiephase toben, werden auch Eltern schnell wütend. Wie Eltern ihr Kind durch Gefühlsausbrüche begleiten können, so dass das Kind lernt mit seinen Gefühlen umzugehen. Der 5-Minuten-Podcast-Tipp.

Der Beitrag Trotzphase oder Autonomiephase: Was tun mit einem wütenden Kind? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #016

Wütendes Kind in der Trotzphase / Autonomiephase: Was tun? | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Wenn Kinder wüten oder trotzen, sind auch Eltern schnell verzweifelt oder wütend. Was hilft dann? Was besser hilft als Strafen wie ein Auszeit für das Kind. Wie Eltern ihre Kinder in dieser fordernden Zeit begleiten können, so dass das Kind lernt mit seinen Gefühlen umzugehen, erkläre ich in diesem 5-Minuten-Solo-Tipp.

In dieser Folge beantworte ich die Frage einer Hörerin. Sie schreibt:

„Henry* (3) wird in verschiedenen Situationen sehr wütend und das steigert sich dann auch in körperlicher Form, also er haut und wirft Sachen umher. Ich werde des Öfteren in der Kita von den Erziehern angesprochen oder besser gesagt, darüber informert, dass er dort auch das Verhalten hat.

Er wirft mit Steinen und Stöckern, er geht andere Kinder an wenn in seiner Wahrnehmung irgendetwas störend ist. Und hier zu Hause nimmt es dann Züge an, dass er seine große Schwester (6) bei den unterschiedlichsten Situationen haut, auch mal an den Harren zieht, kneift und wütend ist. Gesteigert wird das auch noch, dass ich feststelle, dass er das auch teilweise grundlos (in meiner Wahrnehmung) tut. Also eher provozieren möchte.

Wir haben hier zu Hause die Regel mit ihm, wenn er übergriffig wird, muss er raus in die Diele und dort auf der Dielenbank eine Auszeit nehmen.

Wie umgehen mit Wut?

Kurz zur Einleitung: Ein wütender, schreiender Dreijähriger – das hört sich für mich nach einem Kind an, das in der Autonomiephase steckt. Die Autonomiephase kann vom zweiten bis zum fünften Lebensjahr dauern. Sie ist herausfordernd für Kind UND Eltern! (Ausführlicher dazu in diesem Artikel– und wieso das nicht mehr Trotzphase heißt) Mir helfen dabei drei Dinge:

  1. Wissen, was beim Kind passiert
  2. Methoden, um mit einem Wutanfall umzugehen
  3. Der Blick auf mich

1. Was passiert bei dem Kind während der Autonomiephase?

Kinder kommen in der Autonomiephase häufig an ihre Grenzen – und sind entsprechend oft enttäuscht, traurig oder wütend. Hilfreich zu wissen: Sie können meist noch nicht zu jeder Zeit ihre Gefühle alleine regulieren. Und die Gefühle von Frust, Wut und Enttäuschung sind in diesem Alter wirklich groß! Auch die Neurobiologie unterstreicht diese Erkenntnis: Der Bereich im Gehirn, der die Gefühle bewusst regulieren kann, bildet sich während der Kindheit erst heraus. Das heißt: Das Kind kann gar nicht anders. Es wird regelrecht von den Gefühlen überschwemmt. Dieses Wissen hat mir zumindest einen völlig neuen Blick auf das schreiend Kind gegeben, das vor mir zusammenbrach.

2. Sofort-Hilfe bei Gefühlsausbrüchen

Bei schreienden Babys handelnd die meisten von uns intuitiv: Sie nehmen den Säugling auf den Arm, wiegen ihn und sprechen beruhigend auf ihn ein. Dann überlegen wir, was das Kind gerade braucht, welches Bedürfnis es hat (Hunger, Nähe, Wärme etc.). Nicht anders gehen wir vor, wenn ein Kind völlig überfordert ist und in der Autonomiephase zusammenbricht. Nur weil das Kind laufen und sprechen kann, heißt das nicht, dass es seine Gefühle regulieren kann. Manchmal gelingt es ihm, sich zusammenzureißen (z.B. tagsüber im Kindergarten), manchmal gelingt ihm das nicht. In diesen Momenten der Verzweiflung braucht das Kind unseren Halt, Zuwendung und unsere Nähe.


Was Kinder bei einem Wutanfall brauchen: Halt, Zuwendung & Nähe.
Click To Tweet


Das Kind ernst zu nehmen, ist der erste Schritt. Seine Gefühle zu spiegeln ein weiterer. Das geht, indem wir einfach das Gefühl benennen, das wir beim Kind vermuten: „Du bist gerade wütend.“ Wenn wir dabei die Stimme ruhiger werden lassen, erhält auch das Kind die Chance ruhiger zu werden. Weniger Worte helfen. Denn wenn das Kind einen Wutanfall durchlebt, sind die Bereich des Gehirns heruntergefahren, die sich mit Logik und komplizierten Satzstrukturen befassen können. Nähe und Berührung können helfen – manche Kinder können allerdings es nicht vertragen,  wenn sie in den Arm genommen werden, während sie wütend sind. Da hilft nur ausprobieren.

Lösung finden oder Streit klären

Erst wenn sich das Kind beruhigt hat, klären wir die eigentliche Herausforderung oder den Anlass – falls das noch nötig ist.

3. Was macht die Wut des Kindes mit mir?

Zum Schluss finde ich es für mich sehr aufschlussreich zu sehen, was die Wut des Kindes mit mir macht! Bin ich entspannt, während das Kind sich schreiend auf dem Boden wälzt oder sogar nach mir schlägt? Oder werde ich selbst wütend, frustriert? Schäme ich mich, wenn „mir“ das in der Öffentlichkeit passiert – oder vor Freunden, Verwandten, gar den eigenen (Schwieger-)Eltern? Diese Antworten sind für mich wichtig. So kann ich erkennen, was bei mir noch an „unerledigter Arbeit“ liegt.

Es ist die Chance, mir meine Themen anzuschauen. Und wenn ich mir das anschaue, besteht die große Möglichkeit, dass ich mich besser verstehe, liebevoller mit mir umgehen kann – und dann auch wieder mit dem Kind. Insofern ist die Autonomiephase nicht nur eine Zeit, in der das Kind geradezu Unglaubliches lernt, sondern in der auch die Eltern noch geradezu Unglaubliches lernen können.

* Namen geändert


Der Kreis der Väter (Köln)

Für alle Väter aus dem Großraum Köln: Im Herbst 2018 starten wir den Kreis der Väter. Wir das sind Christoph und Christopher. Der Kreis der Väter ist ein halbjährlicher Prozess für alle, die sich gemeinsam auf den Weg machen wollen. Sechs Abende. Sechs Themen. Eine feste Gruppe von Männern. Meditation, Austausch, Musik, Selbsterfahrung. Mehr auf unserer Kreis-der-Väter-Seite!

 


Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

Der Beitrag Trotzphase oder Autonomiephase: Was tun mit einem wütenden Kind? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/trotzphase-oder-autonomiephase-was-tun-mit-einem-wuetenden-kind/feed/ 0
Christoph Kraus: Der Kreis der Väter https://christopher-end.de/christoph-kraus-der-kreis-der-vaeter/ https://christopher-end.de/christoph-kraus-der-kreis-der-vaeter/#respond Mon, 16 Jul 2018 16:18:02 +0000 https://christopher-end.de/?p=4498 Was bedeutet Vatersein heute? Christoph Kraus und ich sprechen in dieser Folge über unser Vatersein, über unsere Kinder und wieso wir glauben, dass Väter heute manchmal ganz schön allein dastehen. Deswegen bieten wir einen Kreis für Väter ein.

Der Beitrag Christoph Kraus: Der Kreis der Väter erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #015

Christoph Kraus: Im Kreis der Väter | Der Eltern-Gedöns-Podast mit Christopher End

Was bedeutet Vatersein heute? Christoph Kraus und ich sprechen in dieser Folge über unser Vatersein, über unsere Kinder und über unsere Eltern. Wir sprechen darüber,  dass Väter heute manchmal ganz schön allein dastehen. Deswegen bieten wir einen Kreis für Väter ein. Was das ist und ob das was für dich ist, erfährst du in dieser Podcast-Folge.

Christoph Kraus ist Vater, Mental- und Entspannungstrainer und Tantra-Masseur. Er hilft Menschen auf achtsame Weise ihre Sexualität neu zu entdecken. Ich habe ihn in seinem Haus im Bergischen Land besucht. Christoph arbeitet ansonsten in Köln.

Diese Podcast-Folge ist besonders, finde ich. Und das aus mehreren Gründen: Erstens ist Christoph mein erster männlicher Gast im Podcast. Alle Gäste bis dahin waren Frauen! Wenn ich mir so meine Gästeliste anschaue, dann frage ich mich, ob Erziehung und Leben mit Kindern nicht immer noch zu großen Teilen Sache der Frauen ist. Genau da sind ja wir Väter gefragt. Und damit sind wir schon bei der zweiten Besonderheit dieser Folge. Diesmal geht es um ein Angebot von uns beiden, von Christoph & Christopher: Der Kreis der Väter! Und da dies unser gemeinsames Projekt ist, habe ich diesmal auch kein Interview geführt, in dem ich die Fragen stelle, sondern ein Gespräch, in dem wir beide zu Wort kommen. Das wäre dann die dritte Besonderheit. Ach ja: Und schneiden musste ich diesmal auch so gut wie gar nicht.

Mehr Infos zum Kreis der Väter

Der Kreis der Väter erstreckt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Etwa einmal im Monat kommen wir an einem Abend zusammen. Es wird Meditation, Musik, Übungen und Austausch im Kreis geben. Jeden Abend widmen wir dabei einem eigenen Thema.

Wenn du dich für den Kreis der Väter interessierst, dann kannst du dich auf der Info-Seite zu Der Kreis der Väter vormerken lassen. Wir informieren dich dann, sobald die Termine stehen und die Anmeldung beginnt.

Über Christoph Kraus

Informationen zu Christophs Arbeit findest du auf der Webseite Praxis Liebesleben und auf seinem Web-Profil. Du kannst auch über sein Facebook-Profil mit ihm in Kontakt treten.

Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Der Beitrag Christoph Kraus: Der Kreis der Väter erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/christoph-kraus-der-kreis-der-vaeter/feed/ 0
Liebevoll oder besser streng? Was tun als Eltern? https://christopher-end.de/liebevoll-oder-streng-als-eltern/ https://christopher-end.de/liebevoll-oder-streng-als-eltern/#respond Tue, 10 Jul 2018 07:26:53 +0000 https://christopher-end.de/?p=4445 Ist ein strenger oder freier Erziehungsstil besser? In dieser Solo-Nummer erkläre ich dir, wieso ich glaube, dass Zuneigung und Grenzen setzen nur zwei Seiten einer Medaille sind – und zum Leben mit Kindern dazugehören

Der Beitrag Liebevoll oder besser streng? Was tun als Eltern? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #014

Eltern-Gedöns Podcast mit Christopher End | Liebevoller oder strenger als Eltern?

Ist ein strenger oder freier Erziehungsstil besser? Muss ich meine Kinder eng führen oder ihnen eher viele Freiräume lassen? In dieser Solo-Nummer erkläre ich dir, wieso ich glaube, dass Zuneigung und Grenzen setzen nur zwei Seiten einer Medaille sind – und zum Leben mit Kindern dazugehören.

Liebe heißt für mich, dass ich mein Kind annehme, so wie es ist. Mein Nein oder Ja, meine Grenzen oder meine Zuneigung gilt immer nur dem Verhalten des Kindes.

Der Fluss zwischen Freiheit und Verbot

Mir hilft das Bild eines Flusses, der zwei Ufer hat. In der Mitte fließt der Fluß frei, an den Seiten besteht die Gefahr, dass das Boot auf Grund läuft. Die eine Seite ist die Freiheit, da lasse ich dem Kind jede Möglichkeit, sich auszudrücken. Die andere Seite ist das Verbot, da ist alles vorgeben und starr. Ich glaube Kindern tut es gut, wenn sie lernen sich zwischen diesen beiden Seiten zu bewegen, ohne dass Eltern in eines der Extreme verfallen.


Nähe oder Abstand sind nur zwei Seiten einer Medaille – auch im Leben mit Kindern!
Click To Tweet


Wenn wir Kindern keine Grenzen setzen, lernt das Kind auch nicht die Grenzen anderer zu achten oder gar wahrzunehmen. Setzen wir dem Kind hingegen keine Grenze, so verlernt es sich zu entfalten. Es ist als ob der Wunsch sich auszudrücken stirbt oder begraben wird.

Fragen zum Reflektieren

Meine grundsätzliche Frage: Nehme ich meine Kind so an, wie es ist? Und wenn nicht, wo nehme ich mein Kind nicht an? Oder welche Teile von ihm?

Das Ja zu meinem Kind ist die Grundlage

Oder ich frage mich: Warum sage ich Nein? Oder warum sage ich kein Nein? Meine Erfahrung ist, dass viele meiner Entscheidungen keine bewusste Entscheidungen sind, sondern alte Muster. Jeder Mensch hat meines Erachtens eine Tendenz – eine Tendenz eher zu verbieten oder eher zu erlauben.Viele dieser Muster haben wir selbst mal uns angeeignet – nicht selten in der eigenen Kindheit. Das ist auch gar nichts Schlechtes.

Was muss ich erlauben, was darf ich verbieten?

Bei uns zuhause ist es zum Beispiel verboten, auf dem Sofa zu springen. Bei anderen Familien ist das hingegen erlaubt. Diese unterschiedlichen Regeln fordern uns als Eltern natürlich heraus. Kinder spüren diese Unterschiede und wollen häufig durchsetzen, was für sie gerade passend ist.

Jede Familie hat ihre eigenen Regeln

Ich finde es legitim, wenn jede Familie ihre eigenen Regeln hat. Und ich finde es legitim, wenn Kinder lernen, dass jedes System seine eigenen Regeln hat.

 

Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Der Beitrag Liebevoll oder besser streng? Was tun als Eltern? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/liebevoll-oder-streng-als-eltern/feed/ 0
Nicola Herrmann: Einfach zuckerfrei leben mit Kindern https://christopher-end.de/nicola-herrmann-einfach-zuckerfrei-leben-mit-kindern/ https://christopher-end.de/nicola-herrmann-einfach-zuckerfrei-leben-mit-kindern/#respond Mon, 02 Jul 2018 05:51:11 +0000 https://christopher-end.de/?p=4379 Kindheit ohne Süßigkeiten? Was sich erstmal wie ein Paradoxon anhört, macht viel Sinn, wenn man Nicola Hermann zugehört hat. Im Interview erklärt die Hebamme & Ernährungsberaterin die Gründe und wie es geht!

Der Beitrag Nicola Herrmann: Einfach zuckerfrei leben mit Kindern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #013

Nicola Herrmann: Einfach zuckerfrei leben mit Kindern | Eltern-Gedöns-Podcast mit Christopher End

Kindheit ohne Süßigkeiten? Was sich erstmal wie ein Paradoxon anhört, macht viel Sinn, wenn man Nicola Hermann zugehört hat. Im Interview erklärt sie sowohl die Gründe und wie es geht!

Nicola ist Hebamme, Ernährungsberaterin und Leiterin einer Elternschule – und vor allem hat sie selbst den Weg vom Zucker-liebenden Kind zum erwachsenen „Gemüsejunkie“ vollzogen (wie sie sich selbstironisch nennt). Eine humorvolle Gesprächspartnerin, die jede Menge familienerprobte Tipps und Tricks auf Lager hat.

Stracciatella-Keks-Brei vs. Möhren

Dass Stracciatella-Keks-Brei nicht das ist, was Kinder evolutionär bedingt als Nahrungsmittel erwarten, ist eigentlich trivial. Allerdings war mir nicht klar, wie stark Kinder und zwar schon im Säuglingsalter geschmacklich geprägt werden – was das für Auswirkungen auf ihr gesamtes Leben haben kann und wie geschickt das Kinder an Produkte bindet …


Es ist nie zu spät, ein Gemüsejunkie zu werden.
Click To Tweet


Das Gute: Es ist nie zu spät, ein Gemüsejunkie zu werden, sagt Nicola. Sie sei das beste Beispiel. Denn als Kind habe sie sich alles andere als gesund ernährt. Wie es dazu kam und vor allem wie sie den Weg daraus gefunden hat, erklärt sie im Podcast.

3 Schritte, um zuckerfrei mit der Familie zu leben

Nicola hat drei einfache Regeln, mit der es gelingt die ersten Schritte in Richtung zuckerfrei zu schaffen – auch als Familie mit kleinen Kinder!

  1. Nichts über Knie brechen
  2. Kinder mitnehmen -> gemeinsamer Beschluss der Familie
  3. Bei mir selber anfangen

Süßigkeiten sind keine Lebensmittel
Click To Tweet


Was hilft auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung, ist eine klare Haltung, so Nicola. Dazu zählt auch  ihre Überzeugung, dass Süßigkeiten keine Lebensmittel sind!

Schokolade dank Kinderarbeit?

Süßes kann ganz schön sauer aufstoßen kann: Vor allem wenn man sich mit den Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern beschäftigt, meint Nicola. Problematisch sei die Kakao-Gewinnung für Schokolade, erklärt die Ernährungsberaterin. Das sei keine Kinderarbeit, so Nicola – sondern etwas viel Schlimmeres …

Wieso ihr auf Fairtrade achten solltet!

Daher empfiehlt Nicola nur fair gehandelt Schokolade – doch statt das Kindern einfach vorzuschreiben, ist es viel sinnvoller, wenn Kinder und Eltern sich das gemeinsam erarbeiten. Also: ran an den Computer und einfach mal in die Suchmaschine Kakao und Kinderarbeit eingeben …

Über Nicola Herrmann

Du erreichst Nicola über ihre Webseite nicola-herrmann.de – dort findest du alle Informationen zu ihren Webinaren, Seminaren und anderen Angeboten wie ihr wundervoll gestaltetes und
kostenlose Mini-Kochbuch (PDF). Ach ja: Und hier gibt es den im Podcast erwähnten Gemüse-Lutscher.

Ansonsten kannst du Nicola auf ihrer Facebook-Seite, auf Instagram und Pinterest folgen. Empfehlenswert ist dabei dienstags um 8 Uhr morgens auf Facebook vorbeizuschauen: dann kocht Nicola live in ihrer Küche – natürlich zuckerfrei ;-)!

Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

 

 

MerkenMerken

Der Beitrag Nicola Herrmann: Einfach zuckerfrei leben mit Kindern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/nicola-herrmann-einfach-zuckerfrei-leben-mit-kindern/feed/ 0
Der Wert der Pause – für Eltern https://christopher-end.de/der-wert-der-pause-fuer-eltern/ https://christopher-end.de/der-wert-der-pause-fuer-eltern/#respond Mon, 25 Jun 2018 05:03:13 +0000 https://christopher-end.de/?p=4374 Pause machen ist wichtig – wissen wir alle. Aber tun wir es auch? Obwohl Burnout in aller Munde ist, geben gerade Eltern gerne alles – im Job und in der Familie. Was es mit der Pause eigentlich auf sich hat, in diesem 5-Min-Tipp.

Der Beitrag Der Wert der Pause – für Eltern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
#Eltern-Gedöns Episode #012

Mach mal Pause | Der Eltern-Gedöns-Podcast mit Christoper End

Pause machen ist wichtig – klar wissen wir alle. Aber tun wir es auch? Obwohl Burnout oder Stress in aller Munde ist, geben gerade Eltern gerne alles – im Job und in der Familie. Was es mit der Pause eigentlich auf sich hat, erkläre ich in diesem 5-Min-Tipp.

Pause ist weit mehr als Akku aufladen!

Ich glaube, Pause ist viel mehr als nur auszuspannen. Pause hat 4 Funktionen, die ich dir in dieser Folge vorstellen. Außerdem erzähle ich dir, warum Pause machen nicht automatisch heißt die Füße hochzulegen 😉

Die 4 Funktionen von Pause

Pause besteht für mich aus 4 Elementen, die alle sehr hilfreich sind:
1. Unterbrechung
2. Ruhephase
3. Integration
4. Neuanfang

„Dafür habe ich keine Zeit“

Wenn ich Eltern vorschlage, dass sie mal Pause machen könnten, kommt häufig: „Dafür habe ich keine Zeit.“ Was sich so lustig anhört, ist eigentlich ein Zeichen, wie dringend sie Pausen brauchen. Denn ohne Pausen laufen wir alle Gefahr in der Selbstausbeutung und totalen Erschöpfung zu landen!

Wie kann ich mehr Pausen einbauen?

Priorisieren, Grenzen neu setzen und eventuell Konflikte austragen oder einfach nur Kleinigkeiten ändern, wie dir bewusst zu machen, wie wichtig Pausen sind – was genau dir hilft, weißt du am besten. Mir ging es vor allem darum, dir die Bedeutung der Pause nahezubringen (oder ins Gedächtnis zurückzurufen …).

Zeichen für Pausen

Wenn du bei der Arbeit feststeckst, dich nicht mehr konzentrieren kannst, du dich gestresst fühlst oder überfordert, dann sind das Zeichen, dass die Pause längst überfällig ist! Also: Rechtzeitig vorher einen Gang runterschalten!


Pause machen, wenn es am schönsten ist. #eltern
Click To Tweet


Welche Pause tut dir gut?

Wann machst du Pause – und welche Pausen tun dir gut? Diese Frage möchte ich dir heute mit auf den Weg geben. Du kannst mir auch gerne schreiben – hier in den Kommentaren oder per E-Mail an [info@christopher-end.de](mailto:info@christopher-end.de).

 

Das Eltern-Gedöns-Abo

Wenn du regelmäßig über jede neue Podcast-Folge informiert werden willst, dann kannst du dich hier für das Eltern-Gedöns-E-Mail-Abo anmelden.

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

Der Beitrag Der Wert der Pause – für Eltern erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/der-wert-der-pause-fuer-eltern/feed/ 0
Was tun mit Kinderkunstwerken? https://christopher-end.de/was-tun-mit-kinderkunstwerken/ https://christopher-end.de/was-tun-mit-kinderkunstwerken/#respond Sat, 23 Jun 2018 10:45:30 +0000 https://christopher-end.de/?p=4403 Unsere Kinder sind schöpferisch – am laufenden Band entstehen neue Kunstwerke: Gemälde, Gebasteltes, Zeichnung, Comics und Geschichten. Nur: "Wohin damit?"

Der Beitrag Was tun mit Kinderkunstwerken? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
Kunstwerke von Kindern | Eltern-Coach Christopher End

Unsere Kinder sind schöpferisch – am laufenden Band entstehen neue Kunstwerke: die Kleine bastelt und malt, schreibt sogar erste Geschichten, der Große zeichnet Karten, Comics und schreibt vor allem. Nur: Das Ganze türmt sich zu einem wachsenden Berg und ich frage mich: „Wohin damit?“

Zum Wegschmeißen viel zu schade, denke ich mir. Jede Zeichnung ist immerhin ein eigenes Kunstwerk. Auf der anderen Seite schleppt meine Tochter auch mal an einem Tag zehn Kunstwerke aus der Schule mit. Und zuhause wird häufig fleißig weiterproduziert. Solange wir (noch) keine kaufkräftige Kundschaft haben, die uns die künstlerische Tagesproduktion unserer Kinder aus den Händen reißt, sobald sie fertig sind, brauchen wir eine andere Lösung. Also doch entsorgen?

Kinderwerk sind auch Kindheitserinnerungen. Und ich bin meinen Eltern echt dankbar, dass es Zeichnungen, Comics und Geschichten aus meiner Kindheit gibt. Es sind kleine Schätze – und Überraschungen, wenn meine Mutter mir wieder einen kleinen Fund überreicht. Dinge, die mein jüngeres Ich vor Jahrzehnten geschaffen hat und die ich längst vergessen hatte.

Die große Frage: Aufheben oder Wegschmeißen?

Regal mit Kinderbildern | Eltern-Coach Christopher End Aufheben hat also einen Wert. Es hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun. Allerdings kommt es auf die Auswahl drauf an. Zumindest in unserer Vierzimmerwohnung ist nicht Platz für ALLE Kinderwerke. In unserem Keller gibt es zwei riesige Mappen aus dem Kindergarten – Größe DIN A0. Die Auswahl haben die Erzieherinnen und Pädagoginnen getroffen. Daraufhin haben wir uns auch Mappen angeschafft, in die ausgewählte Kinderwerke einsortiert werden.

Die Übung für mich: Loslassen

Der Rest wandert in die Tonne – häufig immer noch mit einem schlechten Gewissen. Ich kann mich schwer von Dingen trennen, merke ich dann. Und dass es Schöpfungen meiner Kinder sind, macht es nicht einfacher. Jedes Kunstwerk ist eine neue Einladung, mich im Loslassen zu üben …

Auswählen und aussortieren, aufheben und wegschmeißen, sind allerdings nur der erste Schritt. Was bringt es uns als Familie, wenn wir die Kunstwerke aufheben und sie im Keller auf ihren Einsatz warten – wohlmöglich erst in Jahren oder Jahrzehnten? Viel sinnvoller ist es doch die Bilder hier und jetzt einzusetzen!

Kunst gehört in den Alltag!

Kunstwerke dürfen gesehen und bestaunt werden. Deswegen hängen die Bilder unserer Kinder bei uns in der Wohnung – und (bald auch) bei mir im Büro. In einem Kinderzimmer ist eine einfache Schnur gespannt, an die wir die Kunstwerke mit Wäscheklammern oder Büroklammern hängen. So können die Bilder schnell ausgetauscht werden. Andere Bilder rahmen wir und wieder andere kleben an Türen oder Fenstern.

Und: Bei Kunst geht es nicht ums Kunstwerk

Die Idee zu diesem Artikel kam mir heute Morgen, als ich aus den Bildern meiner Kinder welche für meine Praxis raussuchte. Allerdings war ich zuerst nicht zufrieden mit dem, was ich vorfand. Und das hatte etwas mit meinen Erwartungen zu tun.

Als ich mir ein Bild wünschte

Mir schwebte schon eine ganze Weile etwas ganz Konkretes vor. Ich liebe die Bücher von Ottfried Preußler, insbesondere »Die kleine Hexe«. Die Geschichte ist für mich untrennbare mit den wundervoll krakeligen Zeichnungen von Winnie Gebhardt-Gayler verbunden. Mein Wunsch: Die kleine Hexe gezeichnet von meiner Tochter! Ich dachte: Das ist das ideale Bild für meine Praxis.

Das Gewöhnliche: das Gewünschte

Wie Kinder so sind, erfüllen sie ja liebend gerne die Wünsche der Eltern. Ich bekam also eine ganze Reihe von Hexen-Bildern. Nur: bei mir sprang der Funke nicht über. Dabei kenne ich Bilder von meiner Tochter, die mich tief bewegen. Wie das Bild vom Fuchs.

Das Ungewöhnliche: das Überraschende

Meine Tochter hat mir das Bild zum Geburtstag geschenkt: Es zeigt einen Fuchs vor Bäumen. Der Fuchs ist ein langgezogenes Wesen, Körper und Kopf sind eins, eine ovale Form mit dicken schwarzen Knopfaugen. Dahinter kantig bizarre Bäume, bunt und dick schraffiert. Diesem Bild wohnt eine Kraft inne, die mich – und auch meine Frau – beeindruckt.

Wie Erwartungen den kreativen Fluss stören

Als ich darüber nachsann, wieso das eine Bild so kraftvoll war und das andere etwas blasser, fand meine Frau mühelos die Antwort: „Das eine wolltest du, das andere Bild kam aus ihr!“ Und ja, sie hatte Recht. Ich hatte etwas von meiner Tochter erwartet. Nur: Wenn ich eine Vorstellung habe, quasi ein inneres Bild von einem Bild, dann kann diese Vorstellung ja nur enttäuscht werden. Vor allem wenn ich das Bild noch mit einer Vorlage einer erwachsenen Illustratorin vergleiche.

Lasse ich hingegen das Kind sich selbst ausdrücken, dann kann wahre Schöpfung passieren. Dann kann sich das zeigen, was sich zeigen will.

Worauf es mir bei der Kunst ankommt

Dieses Erlebnis zeigt mir nicht nur, wie vorsichtig ich mit konkreten Erwartungen sein sollte. Es rief mir auch noch mal in Erinnerung, worum es bei Kunst eigentlich geht: Um den schöpferischen Akt! Das Kunstwerk ist eigentlich unwichtig. Aber in dem Moment, in dem das Gemälde fertig ist, ist das Wesentlich vorbei: das Malen!

Was ich gelernt habe …

Ruho Nina Lösel hat im Interview über Kreativität im Eltern-Gedöns-Podcast genau darüber gesprochen: Über den Wert sich kreativ frei auszudrücken – gerade für Kinder. Deswegen ist die Frage, was mit den Bildern meiner Kinder passiert, aus meiner Sicht nachrangig. Wichtig ist mir, dass meine Kinder den Raum haben sich auszudrücken. Dass ich vorsichtig bin mit meinen Erwartungen ihnen gegenüber und vielmehr offen für das, was sich durch sie ausdrücken will. Und wenn das eine oder andere Bild von ihnen an der Wand hängt und wir uns gemeinsam daran freuen, ist das ein schöner Nebeneffekt.

Der Beitrag Was tun mit Kinderkunstwerken? erschien zuerst auf Eltern-Coach Christopher End.

]]>
https://christopher-end.de/was-tun-mit-kinderkunstwerken/feed/ 0