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Übung zu den persönlichen Ressourcen: So finden Sie Ihre Gefährten und magischen Kräfte

Der Weg zu einer neuen Stelle oder sogar zu einem neuen Beruf gleicht manchmal einem Abenteuer: Spannung und Vorfreude wechseln sich ab mit Sorgen und Herausforderungen dazu gesellen sich überraschende Wendungen und unerwartete Gegenspieler. Daher ist es hilfreich, meine eigenen Stärken und die Menschen zu kennen, die mich durch dieses Abenteuer tragen. Herauszufinden, wer und was das ist, dabei hilft die folgende Übung.   

Auf unsere Fähigkeiten und Unterstützter stoßen wir, wenn wir einen Blick in unsere Vergangenheit werfen – weshalb ich diese auch magische Kräfte und Gefährten nenne, können Sie im Blogpost Abenteuer Traumberuf nachlesen. Diese Übung können Sie gut alleine machen, Sie brauchen dazu lediglich etwas Zeit, ungefähr eine halbe Stunde, sowie etwas zu schreiben.

Vorbereitung: Das brauchen Sie für die Übung

Optimal sind Moderationskarten in zwei Farben, Sie können jedoch auch Karteikarten verwenden oder einfache DIN-A4-Blättern. Wenn Sie letztere nehmen, empfehle ich Ihnen, die Blätter zu halbieren oder zu dritteln. Legen Sie sich ruhig rund 30 dieser Blätter oder Karten zur Seite.

1. Das Abenteuer: Welche Krise haben Sie erfolgreich überwunden?

Jetzt suchen Sie sich eine herausfordernde Situation oder Krise aus Ihrer Vergangenheit aus, die Sie erfolgreich bewältigt haben. Nehmen Sie sich Zeit und stellen sich die Situation möglichst genau vor. Was ist damals passiert? Wie ging es Ihnen damit? Wenn Sie die Situation vor Ihrem inneren Auge sehen, nehmen Sie ein Papier und beschreiben die Situation mit zwei, drei Worten. Ich hatte zum Beispiel mit dem Abschluss meines Studiums zu kämpfen und würde auf den Zettel „Magisterarbeit“ schreiben. Diesen Zettel legen Sie vor sich auf den Boden.

2. Die Gefährten: Wer hat Sie begleitet?

As nächstes fragen Sie sich, welche Menschen in dieser Situation, in dieser Krise für Sie wichtig waren. In Beispiel des Abschlusses meines Studiums sind es drei, vier Freundinnen und Freunde, meine Eltern, meine Schwester und ein Coach gewesen. Für jede Person, die für Sie eine Bedeutung hatte, nehmen Sie ein neues Papier und schreiben deren Namen darauf. Diese Zettel legen Sie jetzt nacheinander um den ersten Zettel, der die Situation beschreibt. So wächst langsam ein Netz von Menschen, die Sie durch diese Krise begleitet haben. Wenn Sie merken, dass Sie alle wichtigen Personen aufgeschrieben haben, kommt die zweite Phase der Übung.

Eine Übung in 4 Schritten: Das Abenteuer, die Gefährten, die Magie und der Schatz

3. Die Magie: Welche Fähigkeiten haben Ihnen geholfen?

Jetzt überlegen Sie sich, welche Fähigkeiten Ihnen geholfen haben, diese Krise zu meistern. Jede Fähigkeit schreiben Sie auf einen neuen Zettel und ordnen diese um die Personen. Wenn Sie verschiedenfarbige Karten oder Blättern haben, wählen Sie für die Fähigkeiten eine andere Farbe als für die Personen.

Vielen fällt es schwer die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu sehen. Leichter fällt das anderen, vor allem Menschen, die uns nahestehen. Daher hilft es, wenn ich mich an eine dieser Personen wende. Das kann ich übrigens auch für mich alleine, ganz hypothetisch tun: Was würde diese Person sagen, wenn ich sie frage, welche meiner Fähigkeit mir damals geholfen hat?

Ich würde zum Beispiel überlegen: Was würde meine Schwester antworten, wenn ich Sie frage, welche Fähigkeit mir geholfen hat, meine Abschlussarbeit zu schreiben. Die Antwort, die ich darauf – wenn auch nur in meinem Kopf – ist: Humor!

Die Zettel mit den Fähigkeiten, die Sie über diesen Umweg aufspüren, können Sie gerne der betreffenden Person zuordnen. So wächst um den ersten Ring aus Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ein zweiter Ring aus Fähigkeiten und inneren Kräften.

Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, treten einen Schritt zurück und betrachtet das Bild, das vor Ihnen auf dem Boden liegt. Fragen Sie sich: Was fehlt noch? Was muss noch gesagt werden? Warten Sie einen Augenblick, dann schreiben Sie auf, was noch kommt.

4. Der Schatz: Was bringen Sie mit zurück aus dem Abenteuer?

Wenn Sie alles Wichtige aufgeschrieben haben, mach Sie wieder einen Schritt zurück und lassen alles auf sich wirken. Spüren Sie, was es mit Ihnen macht, wenn Sie all diese Menschen und Fähigkeiten sehen, die Sie durch die Krise getragen haben.

Zum Abschluss gehen Sie wieder zu dem Bild und nehmen einen Zettel nach dem anderen auf. Vielleicht empfinden Sie dabei so etwas wie Dankbarkeit für Ihre Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter und Ihre Kräfte.

In der Heldenreise ist dieser Abschnitt – die Rückkehr – besonders wichtig: Der Held kehrt zurück in seine normale Welt und bringt etwas mit, das er im Abenteuer, in der Andreswelt errungen hat. In den Sagen und Geschichten sind das der heilige Gral, die Prinzessin oder ein anderer Schatz. In dieser Übung kann uns klar werden, was wir in unserer Krise gewonnen haben. Diese Erkenntnis, wer und was uns unterstützt, ist unser Gral.

Sinn und Ursprung der Übung

Diese Übung dient dazu, dass Sie sich Ihrer Ressourcen bewusst zu werden. Es ist ein Ausschnitt aus einer Übung namens Timeline, die aus dem Systemischen Arbeiten stammt. In der Regel führt Sie ein Coach oder Therapeut durch diese Übung. Meist wirken solche Übungen stärker, wenn Sie jemand begleitet, der die Methode bereits kennt und beherrscht. Sie können die Übung aber auch, wie oben beschrieben, gut alleine durchführen. Sie wirkt auch so.

Wann machen Sie den ersten Schritt? Ihre Heldenreise wartet!

Mit Ihren Fähigkeiten im Gepäck und Ihren Begleiterinnen und Begleitern an Ihrer Seite sind Sie gut gerüstet für Ihre Reise. Wohin sie Sie am Ende führt und was Ihnen unterwegs bevor steht, das erfahren Sie erst, wenn Sie losgehen. Ich wünsche Ihnen ein spannendes Abenteuer.

 

 

Magie? Gefährten? Was soll das denn?

Wieso spreche ich von Gefährten und „magischen“ Kräften? Hört sich nach Fantasy à la Herr der Ringe an – und ja, ein Stück weit stimmt das auch. Ich beziehe auf die Reise des Helden, die jeder Erzählung, jedem Märchen und Sage zugrunde liegt. Dabei ist die Heldenreise mehr als eine Blaupause für gutes Storytelling, sondern eine Richtschnur für unser Leben. Lesen Sie mehr im Blogpost Heldenreise.

Meine Frage an Sie: Wie war es für Sie?

Wie ist es Ihnen mit dieser Übung ergangen? Schreiben Sie mir doch bitte in den Kommentaren, ob sie Ihnen gefallen hat, was hilfreich war und was nicht.

Übung „100 Ziele“: innere Stimme & Berufung finden

Ihnen ist klar: So geht es beruflich nicht weiter. Dann allerdings hört es auf. Sie haben keine Idee, keine Vision, was sie machen wollen. Noch nicht. Die Übung „100 Ziele“ trainiert Sie  zum einen, auf Ihre innere Stimme zu hören.  Zum anderen bildet sie eine gute Grundlage für Ihre langfristige Lebensziele – seien sie nun beruflich oder privater Natur.

Diese Übung ist ein erster Einstieg. Sie sensibilisiert uns für unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche, unsere Träume, all das, was die innere Stimme uns erzählt. Sie brauchen für diese Übung lediglich etwas Zeit, ungefähr eine halbe Stunde, ein paar Blatt Papier und einen Stift.

Die Übung 100 Ziele – so geht’s

Die Aufgabe hört sich denkbar einfach an, hat es aber in sich: Sie schreiben 100 Dinge auf, die Sie in Ihrem Leben machen wollen. Also all das, woran Sie am Ende Ihres Lebens mit Freude zurückdenken wollen und dann zu sich sagen: Gut, dass ich das gemacht habe. Das kann der berühmte Baum sein, den sie pflanzen wollen – oder wollen Sie vielleicht lieber einen fällen? Es kann die eine große Reise um die Welt sein. Oder die noch größere Reise zu sich selbst. Das eigene Haus. Der eigene Garten. Die eigene Familie. Entscheidend ist nur: Es muss Ihr Wunsch sein!

Verstand: Du musst leider draußen bleiben

Wichtig ist, dass Sie sich hierbei wirklich frei machen von Logik und Verstand. Es geht nicht darum, zu bewerten. Es geht nicht darum, einzuschätzen, ob Sie Ihre 100 Wünsche erreichen können und wie. All das sind Fragen des logisch arbeitenden Verstandes. Die blockieren in dieser Übung den freien Fluss der Ideen. Es geht darum zu fabulieren, zu schwärmen und zu tagträumen. Sollte sich Ihr Verstand dennoch kritisch melden – das tut er manchmal sehr hartnäckig – dann danken Sie ihm freundlich für diesen Hinweis und wenden sich wieder Ihren Wünschen zu. Jetzt ist Zeit zum Träumen.

Ein Geständnis

Jetzt muss ich Ihnen etwas beichten: Diese Übung dauert doch länger als eine halbe Stunde. Sogar viel länger. Zumindest bei mir tut sie das. Meine 100 Ziele sind nämlich noch immer nicht vollständig. Es fehlen sogar eine ganze Menge! Und das ist gut so.

Tatsächlich streiche ich in den bestehenden Zielen munter rum, tausche aus oder konkretisiere etwas. Die 100 Ziele sind für mich ein ständiger Begleiter. Ich schaue immer wieder alle paar Monate hinein – und freue mich, wenn ich sehe, dass ich das ein oder andere schon erreicht habe. Und über die anderen Ziele freue ich mich, denn sie warten auf mich – irgendwo da vorne in der Zukunft.

Meine Frage an Sie: Wie war es für Sie?

Wie ist es Ihnen mit dieser Übung ergangen? Schreiben Sie mir doch bitte in den Kommentaren, ob sie Ihnen gefallen hat und was ich weiter ausführen sollte.